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Aktuell - Villach
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Kritik an Corona-Regelung

Baby hatte hohes Fieber: „Ohne Corona-Test kein Krankenhaus­aufenthalt“

Kärnten – Weil ihr 7 Monate altes Baby in der Nacht hohes Fieber bekam, begab sich die 25-jährige Villacherin Hanna* mit dem Kind ins Krankenhaus. "Die behandelnde Ärztin wollte meinen Sohn ohne Coronatest nicht stationär aufnehmen", kritisiert die junge Mutter. "Eltern haben die Möglichkeit einen Abstrich zu verwehren, eine Behandlung findet dennoch statt", heißt es seitens der KABEG.

 3 Minuten Lesezeit (449 Wörter) | Änderung am 29.01.2021 - 23.05 Uhr

In den Krankenhäusern herrschen aktuell auf Grund von Corona strenge Regelungen. Hanna*, eine 25-jährige Mutter aus Villach, teilte diesbezüglich ihr Erlebnis mit uns. Mitten in der Nacht bekam ihr 7 Monate altes Baby hohes Fieber. „Mein Sohn hatte vor einiger Zeit einen Harninfekt. Mir wurde gesagt, wir sollen bei Fieber sofort ins Krankenhaus kommen“, erklärt die Villacherin gegenüber 5 Minuten.

Kein Krankenhausaufenthalt ohne Coronatest?

Gegen drei Uhr morgens machte sich die junge Familie also auf den Weg in ein KABEG-Krankenhaus. „Die behandelnde Ärztin bestand jedoch darauf, einen PCR-Test bei meinem Sohn durchzuführen, mittels Nasenabstrich. Ansonsten könne er scheinbar nicht stationär aufgenommen werden“, zeigt sich Hanna verärgert. Für die junge Mutter ist dies unverständlich. „Wenn ich als Erwachsener einen Test machen muss, finde ich das vollkommen in Ordnung. Aber bei meinem 7 Monate alten Baby lasse ich sicher keinen Nasenabstrich durchführen“ kritisiert die 25-Jährige. Die Mutter verweigerte also den Test und begab sich nach Behandlung wieder mit ihrem Kind nach Hause. „Mit einem stationären Aufenthalt hätte ich mich allerdings wohler gefühlt. Ich hätte mir in der Situation etwas mehr Empathie von der Ärztin und den Schwestern gewünscht“, gesteht Hanna.

Test vor stationärer Aufnahme auch bei kleinen Kindern

Seitens der KABEG äußerte man sich auf Anfrage von 5 Minuten zu dem Vorfall wie folgt: „Selbstverständlich kann ein Kind nach geltender Verordnung jederzeit ins Krankenhaus gebracht werden. Zur Sicherheit für Mitpatienten und Mitarbeiter wird auch bei kleinen Kindern vor der stationären Aufnahme ein Abstrich gemacht, außer wenn eindeutige klinische Gründe dagegen sprechen. Für die Tests werden die im Krankenhaus verwendeten PCR-Tests bzw. Abstriche verwendet.“ Wie eine KABEG-Pressesprecherin informiert, haben Eltern natürlich die Möglichkeit einen Abstrich zu verwehren. Eine Behandlung findet dennoch statt.

„Mein Mann durfte nicht mit ins Krankenhaus“

Da die Villacherin selbst erst kürzlich operiert wurde und noch etwas geschwächt war, kam auch ihr Mann mit ins Krankenhaus. „Damit immer jemand beim Baby sein kann, wenn ich zum Beispiel Probleme mit dem Kreislauf gehabt hätte“, erklärt sie. Am Telefon habe man ihr auch versichert, dass dies kein Problem wäre. „Vor Ort wurde ihm der Zutritt dann aber zunächst verwehrt. Aufgrund der Corona-Maßnahmen, hieß es“, schildert Hanna.

Nach der Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung dürften pro Tag jedoch maximal zwei Personen zur Begleitung oder zu Besuch von Minderjährigen in eine Krankenanstalt kommen. „Dass dies im geschilderten Fall nicht geschah, tut uns sehr leid. Um derartige Fälle in Zukunft zu vermeiden, werden wir unsere Mitarbeiter nochmals daraufhin sensibilisieren“, erklärt die KABEG-Pressesprecherin abschließend.

 

*Name von der Redaktion geändert.

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