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Leute - Villach
© KK

Nach Coronafällen in Kindergarten

Offener Brief besorgter Eltern: „Kleinkinder müssen in Quarantäne“

Villach – Ein Villacher Kindergarten ist derzeit aufgrund mehrere Coronafälle geschlossen. Über 100 Kinder befinden sich in Quarantäne. Bei vielen Eltern herrscht Unmut und Verunsicherung. Mit einem Offenen Brief wollen sie sich Gehör verschaffen. 

 4 Minuten Lesezeit (500 Wörter) | Änderung am 30.01.2021 - 13.05 Uhr

In den letzten Tagen erreichten uns einige Nachrichten besorgter und auch wütender Eltern. Nachdem in einem Villacher Kindergarten mehrere Erzieherinnen positiv auf Corona getestet wurden, ist die Einrichtung nun vorübergehend geschlossen. 102 Kinder gelten als Kontaktperson 1 und befinden sich in Quarantäne. Viele Eltern kritisieren die Vorgehensweise.

Offener Brief besorgter Eltern

Auch in der Facebookgruppe „Elterntraining und Elternbildung Villach“ tauschten sich betroffene Eltern über die Vorkommnisse aus und stellten viele Fragen. Dabei kam ein  Offener Brief zustande, in dem Eltern ihren Ärger und ihre Sorgen zum Ausdruck brachten.

Offener Brief

„In einem städtischen Kindergarten in Villach wurden die Kinder in Quarantäne geschickt, als K1 eingestuft, der Kindergarten geschlossen. Viele Eltern fragen sich, warum Kinder unter 10 Jahren entgegen der Empfehlung der Regierung von Oktober 2020 statt als K2 als K1 eingestuft werden. In anderen Bezirken in Kärnten ist das nicht der Fall, da hält man sich diesbezüglich an die Empfehlungen der Regierung. Als K1 werden gewöhnlich alle Kontaktpersonen über 10 Jahren eingestuft diese Einstufung bedeutet dann auch sofortige Separierung für 10 Tage.

Für die Eltern ist das Vorgehen zwar weitestgehend akzeptabel, dennoch hinterfragen sie die Motivation dahinter. Letztendlich gehts ja um Schutz und Sicherheit für andere Menschen und das möchten die Eltern auch gesichert wissen. Die Eltern sprechen durchwegs nur positiv über diesen Kindergarten und die Pädagoginnen dort, sie sind voll Sorge um das Team des Kindergartens aber auch um die eigene Familie.

Viele Fragen blieben unbeantwortet

Nun aber zu den wichtigsten Fragen. Ich gebe die Fragen der Bezugspersonen einfach so weiter, wie sie mich erreicht haben. Ich bitte die Zuständigen um eine öffentliche Erklärung und Beantwortung und danke im voraus:

  • „Die Kinder, die Kontakt hatten, werden ab Mittwoch als K1 eingestuft und abgesondert. Warum ist es dann aber so, dass die Tests am Montag durchgeführt worden sind?
  • „Warum mussten die negativ getesteten Pädagogen dann sogar am Dienstag, als die anderen schon in Quarantäne waren, noch die Betreuung der Kinder übernehmen?
  • „Wieso nimmt man in Kauf, dass sich so viele Familien und Bezugspersonen anstecken?“
  • „Wieso ist die Gesundheit der Pädagogen weniger wert als die funktionierende Ausübung des Berufes?“
  • „Warum werden Eltern und Bezugspersonen nicht sofort über ein mögliches Risiko informiert, sondern erst Tage danach?“
  • „Warum wird versucht, den Betrieb mit aller Macht geöffnet zu halten und warum nimmt man Ansteckungen, gesundheitliche Probleme und schwere Verläufe in Kauf?“

Den gesamten Offenen Brief findest du hier. 

Vizebürgermeisterin fordert regelmäßige Testungen

Villachs Bildungsreferentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner fordert nun möglichst frühe, regelmäßige Testungen. „Diese müssen zeitlich so durchgeführt werden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem positiven Ergebnis erst gar nicht in Kontakt mit Kindern kommen können. Ideal wäre es am Sonntagabend oder Montag gleich in der Früh. So können wir Sicherheit für die zu betreuenden Kinder gewährleisten und verhindern, dass sie als Kontaktperson geführt werden müssen!“

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