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Politik - Österreich
SYMBOLFOTO © Oskar Höher

"Mehr als erwartet"

80 bis 90 Prozent der Pflege­heim­bewohner ge­impft

Österreich – Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober informierte im Rahmen einer Pressekonferenz über die Entwicklung der Infektionszahlen der Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie die steigende Impfbereitschaft.

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Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober, die Vorarlberger Landesrätin Katharina Wiesflecker, Gesundheitsökonomin Andrea E. Schmidt und Heimleiterin Sandra Schober informierten am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz über die Entwicklung der Infektionszahlen der Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie die steigende Impfbereitschaft.

Leichte Ausbreitung der Corona-Mutationen

Anschober erklärt, dass die Covid-19-Neuinfektionen derzeit in Österreich zwischen 1200 und 1500 Fällen pro Tag pendeln. Auch die 7 Tages Inzidenz liegt im Schnitt bei 105  bis 107. „Die Lage ist derzeit stabil“, erläutert der Gesundheitsminister, allerdings ist der Reproduktionsfaktor leicht angestiegen. Anschober führt dies auf eine leichte Ausbreitung der Mutationen zurück. Derzeit werden österreichweit alle positiven Tests auf Mutationen überprüft.

„Weiterhin vorsichtig bleiben“

Vor allem für Bewohner in den Alten- und Pflegeheimen besteht ein erhöhtes Risiko aufgrund der Mutationen. Daher will man hier weiterhin vorsichtig bleiben. Die strengen Maßnahmen in den Pflegeheimen bleiben aus diesem Grund weiterhin aufrecht. Hier legt Österreich Wert auf Testungen. Anschober: „Hunderttausende Testungen von Bewohnern, Pflegern und Besuchern wurden hier bereits durchgeführt.

Corona-Situation in den Pflegeheimen hat sich gebessert

Die Corona-Situation in den österreichischen Alten- und Pflegeheimen hat sich im Vergleich zum November und Dezember aber deutlich gebessert. Anschober: „Die tägliche Gesamtinfektionszahl lag am 8. Dezember bei über 4000 infizierten Personen. Heute liegt die Zahl bei 882 Gesamtinfektionen.“ Ähnlich gebessert, hat sich auch die Entwicklung bei den Covid-19-Todesfällen in den Heimen. Der Gesundheitsminister hebt auch die hohe Impfrate hervor.

Nicht 100 Prozent der Bewohner sind geimpft

Die Impfungen in Alten- und Pflegeheimen sind nun weitestgehend abgeschlossen. „Teilweise befinden wir uns sogar schon im zweiten Durchgang“, so Anschober. In einigen Pflegeheimen wird nun auch ein dritter Impftag angeboten werden, „weil das Interesse der Bewohner deutlich zugenommen hat.“ Die Durchimpfungsrate bei den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen liegt bei 80 bis 90 Prozent. Anschober betont: „Das ist viel höher, als wir erwartet haben“, aber: „Nicht 100 Prozent der Bewohner sind geimpft. Deshalb müssen wir weiterhin vorsichtig bleiben.“

Dies hebt auch Gesundheitsökonomin Andrea E. Schmidt hervor: „Wer die gesamte Bevölkerung schützt, der schützt auch die Alten- und Pflegeheime. Es gibt derzeit positive Entwicklungen, aber wir müssen dran bleiben.“

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