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Wirtschaft - Villach
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Baustart noch in diesem Jahr

Millionen-Projekt: Villacher Hoch­wasser­schutz wird aus­gebaut

Villach – Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass die Stadt Villach ihre Schutzmaßnahmen massiv ausbauen wird. Die Einreichung zur wasserrechtlichen Bewilligung erfolgt noch im März 2021. Ein Baustart wird noch in diesem Jahr angestrebt.

 3 Minuten Lesezeit (409 Wörter)

Die Bilder der Hochwasser der vergangenen Jahre im Villacher Stadtgebiet, aber auch in den Umlandgemeinden sind bei vielen Villachern noch sehr präsent. Zwar ist Villach vor extremen Schäden bisher verschont geblieben, dennoch erweitert die Stadt nun präventiv ihr Sicherheitsnetz und beginnt noch heuer mit dem Ausbau des Hochwasserschutzes.

Wasserrechtliche Bewilligung erfolgt im März

„Die Planungsarbeiten sind so weit fortgeschritten, dass wir im März die Einreichung zur wasserrechtlichen Bewilligung vornehmen können“, weiß Baureferent Stadtrat Harald Sobe (SPÖ). „Der Baubeginn sollte noch heuer erfolgen können, aufgrund der Größe des Projektes und mehreren betroffenen Gewässern teilen wir das Bauvorhaben in vier Abschnitte auf.“

Das passiert an der Drau:

Hier plant die Stadt zahlreiche größere und kleinere Maßnahmen.

  • Nahe der Alpen-Adria-Brücke sind linksufrig mobile Elemente zum Schutz des Parkplatzes Draubodenweg und eine Erhöhung der Ufermauer im Bereich des ehemaligen Wasserbauamtes vorgesehen.
  • Entlang der Draulände auf Höhe Udo-Jürgens-Platz bis zur Stadtbrücke erfolgt der Schutz ebenso durch mobile Elemente.
  • Von der Stadtbrücke in Richtung Turnhalle kann im Fall eines Hochwassers die bestehende Ufermauer mit mobilen Elementen um rund 50 Zentimeter erhöht werden.
  • Von St. Agathen bis zum Baggerhafen am Gailspitz errichtet man einen Hochwasserschutzdamm und schafft neue Überflutungsflächen sowie ökologische Ausgleichsflächen. Das bedeutet auch: Hier wird ein zusätzlicher Lebensraum für Tiere und Insekten geschaffen.
  • Auf Höhe des Technologieparks Villach errichtet man ebenfalls Retentionsräume und errichtet einen weiteren Schutzdamm.
  • Auf Höhe St. Ulrich möchte die Stadt eine Hochwasserschutzmauer errichten, der bestehende Schutzdamm wird erhöht und verlegt.

Auch beim Silbersee gibt es Veränderungen

Der Silbersee wird durch einen Wall in einem Teilbereich geschützt.

Das ist am Seebach geplant

Im Hochwasserfall staut die Drau in den Seebach zurück. Daher werden im Bereich Seebach die Uferdämme erhöht und gleichzeitig Retentionsräume geschaffen. Zur Vermeidung des Rückstaus in den Magdalenensee werden Drosselbauwerke errichtet.

Die Gailmündung wird ebenfalls umgebaut

Das rechte Gailufer wird umgebaut und dient künftig als ökologische Ausgleichsmaßnahme. Der Radweg wird auf das Straßenniveau der Technologieparkstraße angehoben.

5,2 Millionen Euro werden investiert

„Die Gesamtkosten für das Gemeinschaftsprojekt zwischen Stadt Villach und Verbund betragen rund 5,2 Millionen Euro, wobei rund 80 Prozent davon gefördert werden“, erklärt Stadtrat Sobe. Wann endgültig gebaut werden darf, schreibt übrigens die Wasserrechtsbehörde vor.

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