fbpx

Zum Thema:

25.02.2021 - 15:23Homeoffice-Paket im Nationalrat beschlossen26.01.2021 - 13:23Zum Schutz gegen Bahnlärm: Paket mit 1,5 Mio. Euro geschnürt22.12.2020 - 13:03Paketbote klaute Ware und lieferte leere Kartons aus19.12.2020 - 17:48Moosburger erlebt böse Überraschung als er Paket öffnet
Aktuell - Kärnten
© Monkey Business , stock.adobe.com

Behörde leitet Aufsichtsverfahren ein

Beschwerden über DPD: „Wenn der Paketzusteller nicht einmal klingelt!“

Kärnten – In der AK KonsumentInnenberatung gibt es immer wieder Beschwerden über nicht erfolgte Zustellversuche von DPD-Paketen. Die AK KonsumentInnenschützer haben bereits die zuständigen Postregulierungsbehörde RTR auf die seit November 2020 wachsenden Beschwerden aufmerksam gemacht.

 2 Minuten Lesezeit (357 Wörter) | Änderung am 13.02.2021 - 11.01 Uhr

Die AK hat kürzlich den Postregulator RTR über die steigenden Fallzahlen informiert. KonsumentInnen, die negative Erfahrungen mit DPD haben, sollen sich jedenfalls auch direkt bei der RTR melden: E-Mail: [email protected]. „Je mehr Beschwerden, desto besser kann seitens der RTR gegen solche Praktiken einzelner Paketzustelldienste – wie DPD – vorgegangen werden“, sagen die AK KonsumentenschützerInnen.

Verärgerte Kunden berichten

Verärgerte Konsumenten berichten über den DPD-Paketdienst: Die Konsumenten warten vergeblich, doch statt des Pakets kommt die Info, dass das Paket im Pickup Paketshop hinterlegt wurde. So wird per E-Mail angekündigt, dass das Paket Montag zwischen 10.45 Uhr und 14.45 Uhr kommt. Der Konsument wartet und wartet. Knapp vor Mittag kommt eine E-Mail, dass das Paket im Pickup-Paketshop hinterlegt wurde. Eine Konsumentin berichtete sogar, dass der Lieferwagen von DPD bei ihrer Wohnung vorbeifuhr, aber nicht anhielt, um ihr Paket zu liefern – sie musste ebenfalls in die Paketstation.

Was KonsumentInnen oft nicht wissen

Bei Konflikten – zugesicherte Zustellversuche erfolgen nicht, Pakete gehen bei der Beförderung verloren, usw. – haben EmpfängerInnen keine Ansprüche gegenüber dem Paketdienst. Der Grund: Die EmpfängerInnen haben kein Vertragsverhältnis mit dem Paketdienst, sondern nur der Absender, der das Paket zur Versendung aufgegeben hat. OnlinehändlerInnen haften immerhin in der Regel, wenn die Ware am Transportweg verloren geht oder beschädigt wird.

Regulierungsbehörde in Kenntnis gesetzt

Die Post-Control-Kommission (PCK) hat gegen den Postdiensteanbieter DPD Austria in ihrer letzten Sitzung ein Aufsichtsverfahren eingeleitet. Von Anfang Dezember 2020 bis Ende Jänner 2021 wurden von der Regulierungsbehörde 33 neue Beschwerden über die Zustellung durch DPD Austria registriert, bei denen es jeweils vor allem um nicht-erfolgte Zustellversuche von Paketen ging. Auch von anderen Konsumentenberatungsstellen in Österreich wurde eine Häufung bei Beschwerden über DPD Austria berichtet.

Aufsichtsverfahren gegen DPD Austria eingeleitet

„Im Falle von DPD liegen aufgrund der steigenden Anzahl an Beschwerden innerhalb kurzer Zeit ausreichend Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich bei den nicht-erfolgten Zustellversuchen nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem handeln dürfte“, heißt es seitens der Behörde. Die Post-Control-Kommission leitet daher ein Aufsichtsverfahren gegen DPD Austria ein, um die gesetzeskonforme Paketzustellung für alle sicherzustellen.

ANZEIGE