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Leben - Klagenfurt
© KK

Ein Klagenfurter Paar erzählt

Nach über 50 Jahren Ehe: “Bin immer noch froh, dass ich dich hab”

Klagenfurt – Heute ist der "Tag der Liebe". Zu diesem Anlass haben wir mit einem Ehepaar aus Klagenfurt gesprochen, das schon über 50 Jahre verheiratet ist. Liebt man sich nach so einer langen Zeit noch wie am ersten Tag? Erinnert man sich überhaupt an seinen Hochzeitstag? Wir haben nachgefragt. 

 4 Minuten Lesezeit (487 Wörter) | Änderung am 14.02.2021 - 19.34 Uhr

Angefangen hat alles im Jahr 1963 als Edeltraut, von allen Traudi genannt, und Herbert sich bei der KAC-Brücke in Klagenfurt kennenlernten. “Es war ganz unschuldig. Er hat jeden Tag mit seinem Freund an meinem Gartenzaun gelehnt, ins Haus durfte er aber nicht. Ich war damals erst 16 Jahre alt und musste meine Matura noch machen. Ich hatte ja Angst, dass ich vom Küssen schwanger werd”, lacht Traudi im Interview.

Erinnerungen an die Hochzeit

Heute ist Herbert 76 und Traudi 74 Jahre alt. Trotzdem erinnern sie sich noch an ihren Hochzeitstag am 8. März 1969. “Es war eine typische Kärntner Hochzeit”, erzählt die Klagenfurterin, die damals mit ihrem ersten Sohn schwanger war. “Das war quasi mein Hochzeitsgeschenk”, meint ihr Ehemann. Noch heute erinnert sich Traudi an ihr Kleid und die Blumen. “Es war ein hellblaues ganz schlichtes Kleid, eine Schneiderin aus dem Lavanttal hat es mir geschneidert. Dazu gab es weiße Lilien”, erzählt sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Hochzeitsreise ging dann einen Tag später nach Tübingen in Deutschland.

“Man hört nicht auf, sich umeinander zu sorgen”

Seitdem hat sich viel getan. Das Ehepaar lebte fünf Jahre lang in Deutschland. “Das war wegen meiner Arbeit”, erklärt Herbert und Traudi erinnert sich: “Ich war damals in dem fremden Land, ohne Telefon, mein Mann den ganzen Tag arbeiten und zwei Kinder im Schlepptau. Jetzt könnte ich mir ein Leben ohne Handy gar nicht mehr vorstellen”. Heute, wenn Herbert auf Reisen ist, muss er Traudi mindestens einmal am Tag anrufen damit sie weiß, ob es ihm gut geht. “Man hört nicht auf, sich umeinander zu sorgen”, erklärt sie uns.

Höhen und Tiefen in ihrer Ehe

Inzwischen haben die beiden zwei Söhne und zwei Enkelkinder. “Enkel könnten es ruhig mehr sein, aber vielleicht kommen ja bald Urenkel”, scherzt die zweifache Oma. Auch ihr Haus, dass sie in Waidmannsdorf selbst gebaut haben, war ein Highlight in ihrer Ehe. Natürlich gab es auch Schicksalsschläge. “Als sich unser erster Sohn sich scheiden ließ, war das ziemlich schlimm für uns. Vor allem, weil unsere Enkelin zu dem Zeitpunkt erst knappe 11 Monate alt war”, erzählen sie. Auch letztes Jahr war kein gutes Jahr. “Viel schlimmer als der Ausbruch von Corona war für mich, dass mein zweiter Sohn die Diagnose Krebs bekommen hat”, erzählt Traudi die mit den Tränen kämpfen muss.

“Wir haben noch keine getrennten Schlafzimmer”

Trotz all der Höhen und Tiefen im Leben haben es die beiden aber geschafft: Sie fahren, unter normalen Umständen, immer noch jedes Jahr gemeinsam mit ihrem Wohnwagen mehrmals in den Urlaub. Sie lachen gemeinsam und worauf Herbert besonders stolz ist: “Wir haben noch keine getrennten Schlafzimmer”. Am Ende schaut er Traudi mit einem liebevollen Blick an und sagt: “Ich bin immer noch froh, dass ich dich hab”. Wir wünschen den beiden noch weiterhin Alles Gute!

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