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© LPD/Helge Bauer

Gute Idee?

Wirbel um „Solidaritäts-Armbänder“ für Corona-Geimpfte

Kärnten – Silikon-Armbänder mit dem Slogan „Ich helfe mit! Ich bin geimpft.“ sollen die Bereitschaft zum Impfen erhöhen. Doch die "Kärntner Idee" stößt bereits auf viel Kritik. Was ist deine Meinung zu den „Solidaritäts-Armbändern"? 

 4 Minuten Lesezeit (555 Wörter) | Änderung am 16.02.2021 - 16.59 Uhr

„Ich helfe mit! Ich bin geimpft.“ – Mit diesem Slogan versehene Silikon-Armbänder sollen die Bereitschaft, sich für eine Corona-Schutzimpfung zu entscheiden, erhöhen. Die „Kärntner Idee“ scheint jedoch nach hinten losgegangen zu sein. In den sozialen Medien wird das Vorhaben stark kritisiert. 

„Solidaritäts-Armbänder“ für Corona-Geimpfte

Konkret soll jeder, der die Corona-Impfungen erhält, dazu kostenlos ein entsprechendes Armband als sichtbares Zeichen bekommen – zur Motivation für andere Menschen. Die Idee, die an die gelben „Armstrong-Bänder“ für die Krebsforschung erinnert, hatten zwei Kärntner. Auch Landeshauptmann Peter Kaiser ist überzeugt „dass diese sympathische Kärntner Idee für Österreich unterstützend dazu beitragen kann, die notwendige Herdenimmunisierung zum Schutz der Gesamtbevölkerung zu erreichen.“

Armbänder sollen Wir-Gefühl vermitteln

Die Armbänder seien für alle geimpften Personen ein Symbol für Einheit und Zusammenhalt. „Es geht einfach darum, durch das Tragen der Armbänder ein Wir-Gefühl zu vermitteln und zu signalisieren“, erklärt Kaiser.

Idee sorgt für Kritik

Bislang scheinen die Armbänder aber nicht viel Anklang zu finden. Unter einem Facebook-Posting wird die Idee stark kritisiert. Hunderte Kommentare – größtenteils negativ – sind bereits darunter zu lesen. „Diese Idee finde ich nicht gut. Kann nämlich auch nach hinten losgehen, nach dem Motto – mit dem Finger auf Ungeimpfte zeigen. Und die Impfung ist, so denke ich, jedem seine private Sache“, schreibt zum Beispiel eine Userin. Viele stimmen ihr zu.

SPÖ Kärnten: Armbänder sollen nicht „ausgrenzen, sondern einladen“

In einer aktuellen Aussendung der SPÖ Kärnten reagiert der Landesgeschäftsführer Andreas Sucher auf die aktuelle Diskussion rund um die Armbänder. Er erklärt: „Die Intention des Armbandes ist es, ein ernstes Anliegen mit einem kleinen Lächeln zu transportieren. Sinn ist es, auf das Impfen aufmerksam zu machen und zur Nachahmung zu animieren. Nicht auszugrenzen sondern einzuladen – das Armband bedeutet: Sprich mich an, sag mir wie sich die Impfung angefühlt hat, wie sie verlaufen ist und wie es dir damit jetzt geht!“

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SPÖ Landesgeschäftsführer Andreas Sucher sieht in den Armbändern eine gute Möglichkeit, andere Personen zum Impfen zu motivieren.

SPÖ Landesgeschäftsführer Andreas Sucher sieht in den Armbändern eine gute Möglichkeit, andere Personen zum Impfen zu motivieren. - © SPÖ Kärnten

FPÖ-Darmann: „Menschen brauchen Information, keine Werbeaktion!“

Etwas kritischer steht die FPÖ Kärnten den Impf-Armbändern gegenüber. In einer heutigen Aussendung erklärt der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann: „Das ist eine mehr als fragwürdige Idee von LH Peter Kaiser, all jene, die sich gegen Corona impfen lassen, mit einem billigen Armband auszustatten. Damit bewegt sich Kaiser gefährlich nahe an eine Spaltung der Gesellschaft zwischen Geimpften und Nichtgeimpften. Wenn so etwas einmal eingeführt ist, kann es dazu dienen, eine große Gruppe von Menschen zu diskriminieren bzw. auszuschließen.“ Für Darmann sei eine korrekte Information von Fachleuten über die Impfung wichtig, keine „billige Werbeaktion“.

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FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann kritisiert die Impf-Armbänder. Er fordert konkrete Informationen bei der Impfung, keine „billige Werbeaktion“.

FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann kritisiert die Impf-Armbänder. Er fordert konkrete Informationen bei der Impfung, keine „billige Werbeaktion“. - © FPÖ Kärnten

Was ist deine Meinung?

Was hältst du von den „Solidaritäts-Armbändern“? Wird dadurch das Wir-Gefühl gestärkt oder sollte die Impfung eine private Angelegenheit bleiben? Diskutiere darüber mit der 5 Minuten Community unter unserem Facebook Beitrag in den Kommentaren.

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