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Politik - Villach
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Land Kärnten müsse handeln:

SPÖ und FPÖ fordern mehr heil­pädagogische Betreuungsplätze für Villach

Villach – Eine Villacher Familie kämpft um einen Kindergartenplatz. Der 4-jährige David ist Autist und war bereits in zwei Kindergärten. Beide Einrichtungen kündigten die Betreuung auf.  Nun werden Forderungen nach mehr heil­pädagogischen Plätzen laut. 

 4 Minuten Lesezeit (510 Wörter) | Änderung am 18.02.2021 - 08.29 Uhr

Grund dafür waren „fehlende Ressourcen“ in den Kindergärten. Seit zwei Wochen ist David wieder Zuhause. Seine Mutter Jovanka Palle, sie und ihr Mann sind berufstätig, im Gespräch mit 5 Minuten: „Ich weiß, dass nicht sofort eine Lösung her kann. Aber wir wünschen uns doch einfach etwas Normalität. David soll wie andere aufwachsen können, unter Kindern. Damit er später ein möglichst normales Leben führen kann.“ 5 Minuten Villach berichtete heute Vormittag von der Familie aus St. Magdalen..

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Jovanka und Alexander Palle mit ihren beiden Kindern Lara und David. Derzeit steht die Villacher Familie vor großen Problemen.

Jovanka und Alexander Palle mit ihren beiden Kindern Lara und David. Derzeit steht die Villacher Familie vor großen Problemen. - © Privat

Villacher Politik reagierte bereits

Der Fall ist in Villach bereits bekannt, gemeinsam sucht man nach Lösungen. So forderte die Bildungsreferentin Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ): „Wir haben in Villach derzeit zehn Plätze in einer heilpädagogischen Kindergruppe, die vom AVS sehr engagiert und kompetent betrieben wird. Schon vor Beginn der regulären Einschreibewoche haben uns aber bereits acht Anfragen für eine solche Betreuung erreicht. Ich habe mich daher an das Land Kärnten gewandt, mit dem Ersuchen, der Stadt die Errichtung zumindest einer weiteren heilpädagogischen Kindergartengruppe rasch zu ermöglichen.“ 

FPÖ fordert ebenfalls Sicherstellung von Plätzen

Auch die Bildungs- und Familiensprecherin der FPÖ, Elisabeth Dieringer-Granza, erklärt: „Der Bedarf an weiteren Plätzen und Gruppen für Kinder mit besonderem Förderbedarf ist gegeben, denn die Anfragen betroffener Eltern übersteigen längst die Kapazitäten der Stadt Villach.“ Sie ergänzt: „Kinder mit besonderen Bedürfnissen dürfen nicht aus dem alltäglichen Leben ausgeschlossen werden. Die Kärntner Landesregierung muss die entsprechenden Mittel bereitstellen.“

Beide Politikerinnen sind sich einig: Man stoßt in Villach bereits an Grenzen, das Land Kärnten hätte hier dringend Handlungsbedarf.

Pober: „Wird das Thema nach der Wahl auch noch vorhanden sein?“

Auf die Forderungen der SPÖ und FPÖ reagierte auch der Villacher Stadtrat Christian Pober (ÖVP). In einer Aussendung erklärt er: „Glaubwürdig erscheint hier nur die Landtagsabgeordnete.“ So hätten Dieringer-Granza und ÖVP Klubobmann Pober schon vor Jahren versucht ein „totsparen der Schule für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf“ zu verhindern. Die SPÖ soll die alle Argumente damals jedoch abgewiesen haben, mit der Begründung „Inklusion“ sei das Allheilmittel. „Damals im vollen Wissen, dass weder die passenden Räume, noch genug Personal oder genug finanzielle Mittel dafür vorhanden waren!“, so Pober. „Das die SPÖ jetzt, zwei Wochen vor der Wahl, plötzlich medial Forderungen aufstellt hat für uns eine schiefe Optik und ist zumindest hinterfragenswert“, erklärt der ÖVP-Klubobmann weiter. „Wir werden jedenfalls genau darauf achten ob das Interesse an dem Thema nach der Wahl auch noch vorhanden ist. Während der letzten sechs Jahre war es schließlich kein Thema um das man sich mit Herzblut gekümmert hat“, so Pober abschließend.

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Stadtrat und ÖVP-Klubobmann Christian Pober fragt sich, wie ernst es die SPÖ mit den Forderungen meint.

Stadtrat und ÖVP-Klubobmann Christian Pober fragt sich, wie ernst es die SPÖ mit den Forderungen meint. - © 5min.at

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