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Der Border Collie
Der Border Collie "Egan" sieht mit der Schibrille nicht nur lässig aus, sondern tut damit auch seinen Augen etwas Gutes. © Bergrettung Villach

Cooler Vierbeiner:

Mit Brille und kalter Schnauze: Suchhund „Egan“ im Einsatz

Villach – Ganz schön lässig: Egan ist einer der Lawinen- und Suchhunde der Bergrettung Villach. Mit seiner coolen Brille ist er nicht nur Styler und Trendsetter, sondern schützt auch seine Augen. Wir haben mit Hundeführer Gerhard Gfreiner über seine besondere Hundearbeit gesprochen.

 2 Minuten Lesezeit (332 Wörter) | Änderung am 18.02.2021 - 14.01 Uhr

Der Dienst und die Trainings des Bergrettungteams sind zeitaufwändig und fordernd – auch für die Suchhunde. „Grundsätzlich geht es darum, dass der Hund seine natürlichen Fähigkeiten einsetzt, um Menschen zu suchen“, erfahren wir von Hundeführer Gerhard Gfreiner im 5 Minuten Interview. Die Suchhunde erhalten dadurch eine positive Verbindung zum Menschen und die Suche wird zu einem Spiel für den Vierbeiner. Es wird das ganze Jahr, bei Wind und Wetter, auch im Dunklen gearbeitet. Geübt wird die Arbeit am Hubschrauber, am Seil, das Liftfahren, Transporte mit Quads etc. Das kann schon mal anstrengend werden – vor allem für die Augen.

Brille schützt Augen

Der bald 6-jährige Border Collie ist bei seiner Arbeit meist mit Schibrille unterwegs. Dieses Accessoire sieht nicht nur sehr cool aus, sondern hat auch einen sinnvollen Nutzen für die Hunde. „Auf den Bergen umgeben von Schneemassen ist die Sonneneinstrahlung enorm“, beschreibt Gfreiner. „Der Schnee reflektiert die Sonne und auch der Wind wird zur Belastung für die Augen. Bei uns Menschen ist ganz klar, dass wir eine Sonnen- oder Schibrille benutzen. Seit einigen Jahren haben wir die Hunde auf die Schibrillen trainiert, um so auch die Sehorgane der Vierbeiner zu schützen“, sagt der Bergretter, der seit 15 Jahren im Einsatz ist.

Ruhe als Ausgleich

„Der Lohn für unsere Hunde ist immer Ruhe, die ihnen die HundeführerInnen ermöglichen“, so Gfreiner. „Ein Hund sollte bis zu 18 Stunden am Tag schlafen“, weiß der Hundeexperte. „Natürlich braucht ein Hund Herausforderung und Spiel, aber auch die Ruhe darf nicht zu kurz kommen.“ Schlussendlich ist Egan, ein ganz gewöhnlicher Rüde, der durch seine Ausbildung oft auch zum Lebensretter wird. „Egan konnte bei der Vermisstensuche 2018 am Dobratsch die Fährte lokalisieren und einer Bergung des Vermissten ermöglichen. Auch 2014 konnte ein anderer Suchhund auf der Mauthner Alm entscheidende Hinweise geben, um einen Lawinenverschütteten zu finden.“ Lebensretter auf vier Pfoten!

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