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Aktuell - Villach
SYMBOLFOTO © Montage: 5min.at

"Wir stehen für euch da draußen"

Ehrenamtliche Covid-Testerin: „Wir werden be­leidigt und be­droht“

Villach – Es ist kein Geheimnis, dass die aktuelle Corona-Situation an unseren Nerven zehrt. Nun meldete sich eine Covid-Testerin bei uns. Wie sie gegenüber 5 Minuten berichtet, wird das Testpersonal in Villach von einigen zu testenden Personen beleidigt und teils sogar bedroht. 

 3 Minuten Lesezeit (441 Wörter)

Um die Teststraßen und Apotheken, die kostenlose Corona-Tests durchführen, zu entlasten und der Bevölkerung lange Wartezeiten zu ersparen, forderte Stadtrat Christian Pober (ÖVP) vor kurzem, dass das Land niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zulassen solle. Daraufhin meldete sich eine Covid-Testerin bei uns, die im Congress Center Villach im Einsatz steht. Sie wundert sich über die Aussage des ÖVP-Stadtrates, denn: „Die längste Wartezeit bei uns war bisher drei Minuten.“ Ihr lag jedoch noch ein anderes Thema am Herzen.

Wenn der Corona-Test zur Herausforderung wird

Wie sie gegenüber 5 Minuten berichtet, werde das Testpersonal in Villach von einigen zu testenden Personen beleidigt und bedroht. Sie erzählt: „Gestern waren zum Beispiel zwei Personen bei uns, die sich vorab zu einem Corona-Test angemeldet haben. Doch als sie dran waren, wollten sie sich das Teststäbchen selbst in die Nase stecken. Das ist verboten“, erklärt die Covid-Testerin. „Wir wurden daraufhin von ihnen verbal und fast körperlich attackiert. Das Bundesheer musste eingreifen.“ Der Vorfall wurde in der Folge an die Dienststelle weitergeleitet.

„Wir stehen für euch da draußen“

Vorfälle wie diese würden in Villach auf der Tagesordnung stehen: „Die Leute werfen uns vor, dass wir nicht ausgebildet sind oder mit Absicht Personen verletzten würden“, so die Testerin erborst. „Einmal hat jemand damit gedroht, uns am Nachhauseweg abzupassen.“ Vor allem den jüngeren Kollegen setzt das zu. Die Kärntnerin ist hingegen verärgert: „Wir sind keine Leiharbeiter, sondern ehrenamtliche Rettungssanitäter, die freiwillig, gratis und in ihrer Freizeit in den Teststraßen mithelfen.“ Neben einer medizinischen Vorausbildung hat die Kärntnerin dafür auch eine Covid-Abstrichausbildung gemacht.  „Wir stehen für euch da draußen“, richtet sie das Wort an eben diese Personen. Aber sie betont auch: „Es sind nicht alle so. Es gibt natürlich auch Dankbare.“

„Unsere Leute geben ihr Bestes“

Auf Nachfrage von 5 Minuten erklärt Rote-Kreuz-Sprecherin Melanie Reiter: „Es gibt bei den Testungen immer wieder Personen, die sich massiv aufregen und dabei auch lauter werden.“ Grund dafür sind häufig Missverständnisse rund um die Testungen. Sie weist daher nochmals daraufhin, dass sich jeder vor der Testung anmelden muss. Das geht zum Beispiel über oesterreich-testet.at. Unmut entstehe oft auch, wenn die Leute zu früh kommen. Reiter bittet deshalb darum, pünktlich zu erscheinen, damit sich keine Warteschlangen bilden können.

Derzeit wird versucht für die Teststraßen in Klagenfurt und Villach einen Wachdienst zu organisieren.  Reiter betont: „Unsere Leute geben ihr Bestes damit alles funktioniert. Alle sind bemüht, so schnell und so gut wie möglich zu arbeiten.“ Die Rote-Kreuz-Sprecherin bittet die angemeldeten Personen um Verständnis.

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