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© Bettina Nikolic

Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung

Neues Dashboard: Kärnten im Demographie-Check

Kärnten – Erstmals Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung auch auf Regions- und Gemeindeebene möglich. Das Dashboard der FH-Kärnten geht im März online. Ergebnisse fließen in neue Regionalstrategien ein. 

 3 Minuten Lesezeit (430 Wörter)

Die negativen Prognosen der Bevölkerungsentwicklung für das Bundesland Kärnten sind bekannt. Wie zeigt sich der demographische Wandel aber auf Ebene der Regionen und Gemeinden Kärntens? Dieser Frage ist das Projekt „Demographie-Check: Kärnten“ nachgegangen, das die Fachhochschule Kärnten im Auftrag des Landes durchgeführt hat. Herausgekommen ist eine demographische Analyse des ländlichen Raums sowie des Kärntner Zentralraums, mit der nun erstmals Prognosedaten vorliegen, die bis auf die Gemeindeebene heruntergebrochen sind. Sie wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz in der Landesregierung präsentiert. „Der demographische Wandel in all seinen Facetten wird für Kärnten eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte werden. Und dafür müssen wir uns nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch im Zentralraum rüsten“, sagt Regionalentwicklungsreferent LR Martin Gruber.

Erstmals Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung

Ziel der Demographie-Checks ist es, diese Prognosen und die damit verbundenen Probleme nicht eintreten zu lassen und aktiv und engagiert an Gegenentwürfen zu arbeiten“, betont Landesrat Gruber. Wenn jede Gemeinde Kärntens bis zum Jahr 2050 pro Jahr sechs Personen hält, dann treffen die Prognosewerte für die Landesebene beispielsweise nicht ein, so das Ergebnis von Thomas Zametter von der FH-Kärnten. „Das ist ein Kampf, den das Bundesland Kärnten gewinnen kann“, betont auch Kathrin Stainer-Hämmerle. Den größten Ansatz, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken, sieht Stainer-Hämmerle in der Steigerung der Mobilität zum Arbeitsplatz, im leistbaren Wohnen für alle Generationen und in „weichen“ Faktoren wie der Lebensqualität, dem sozialen Zusammenhalt und in der Infrastruktur vor Ort. „Das sind gute Möglichkeiten, um Abwanderung zu verhindern und Zuwanderung zu ermöglichen“, fasst Stainer-Hämmerle zusammen.

Ergebnisse fließen in Regionalstrategien ein

Die Ergebnisse des Demographie-Checks sollen deshalb auch in Regionalstrategien einfließen, die derzeit im Rahmen des Masterplans Ländlicher Raum erarbeitet werden. Auch Handlungsempfehlungen für die zukünftige Regionalentwicklung könne man ableiten, um gegenzusteuern. Eine davon ist, Regionalentwicklung auf Gleichwertigkeit auszurichten. Es gehe darum, einen Chancenausgleich zwischen ländlichem Raum und Zentralraum zu schaffen und herauszuarbeiten, wo diese beiden Räume füreinander wichtige Ergänzungsfunktionen haben können. Die Kleinräumigkeit Kärntens sollte als Vorteil und Chance gesehen werden, um Vereine, Ehrenamtlichkeit und Zivilgesellschaft zu stärken. Stadt-Umland Kooperationen sollten gefördert werden. Und schließlich brauche es entsprechende öffentliche Förderinstrumente, welche die Regionalentwicklung in den Fokus rücken. Landesrat Gruber kündigte daher an, dass bereits an einem Kärntner Regionalentwicklungsgesetz gearbeitet werde, in dem auch die Abstimmung und Ausrichtung von öffentlichen Förderschienen verankert werden sollen.

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