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Wirtschaft - Villach
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Bis 2025: Stadt Villach will jährlich rund 180 Tonnen CO2 einsparen

Villach – Mit zahlreichen Initiativen arbeitet die Stadt Villach an der Steigerung der Nachhaltigkeit und der umweltfreundlichen Nutzung der Ressourcen. „Künftig geben wir das Motto ‚100 Prozent Villach‘ aus“, sagt Bürgermeister Günther Albel. „Das bedeutet: Wir wollen 100 Prozent Ökostrom aus Villach, 100 Prozent Ausstieg aus fossiler Wärmeversorgung und 100 Prozent Alternativmaßnahmen für die Villacher Mobilität. Damit machen wir die Stadt CO2- neutral.“

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Zur Umsetzung dieser ambitionierten Ziele dient ein Zwei-Stufen-Plan. Stufe Eins: „Die Stadt Villach möchte es bis 2025 schaffen, alle städtischen Gebäude frei von fossilen Brennstoffen zu machen. Schon heute haben wir das bei mehr als 80 Prozent der Gebäude geschafft, 100 Prozent sind bis 2025 machbar“, sagt der Bürgermeister. Damit spart die Stadt pro Jahr rund 180 Tonnen CO2 ein.

Stufe Zwei

„Mit einer bisher nie dagewesenen Initiative bauen wir die Zahl der Photovoltaik-Anlagen massiv aus. Bis 2030 möchten wir erreichen, dass die Stadt den für Amts – und Wohngebäude, Sportanlagen und öffentliche Beleuchtung benötigten Strom selbst erzeugt bzw. durch Bürgerbeteiligungsprojekte erhält“, sagt Nachhaltigkeitsreferentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner. „Schon jetzt hat die Stadt es sich selbst auferlegt, bei allen neu errichteten Gebäuden PV-Anlagen gleich mitzubauen“, sagt Hochstetter-Lackner. Das betrifft auch anstehende Großprojekte wie die Neuerrichtung der Stadthalle.

„Sieben Fußballfelder mit PV-Anlagen versehen“

Bereits mit PV-Anlage errichtet oder generalsaniert wurden in den vergangenen Jahren die NMS Lind, das LAWZ im Feuerwehrzentrum oder das Rüsthaus Drobollach mit der ersten bleifreien PVAnlage Österreichs. Noch heuer soll auf dem Dach der Kläranlage, des Altstoffsammelzentrums und der VS Landskron eine PV-Anlage errichtet werden. „Wir haben bereits alle verfügbaren Dächer und Flächen der stadteigenen Objekte auf ihre Eignung überprüft“, sagt Hochstetter-Lackner. Diese Überprüfung hat ergeben: „Pro Jahr ist ein Ausbau von rund 5000 Quadratmetern möglich. Das bedeutet: Bis 2030 können wir 50.000 Quadratmeter mit PV-Anlagen versehen– das sind rund sieben Fußballfelder.“

„Raus aus fossiler Energieversorgung“

Derzeit geht die Stadt von Errichtungskosten von rund 6,5 Millionen Euro aus. „Das ist natürlich viel Geld. Wir prüfen daher parallel zum Ausbau der PV-Anlagen unterschiedliche Beteiligungsmodelle und die Möglichkeiten des neuen Energie Ausbau-Gesetzes, das mit nächstem Jahr erwartet wird“, sagt der Bürgermeister. Ein Bürgerbeteiligungsmodell könnte so aussehen, dass die Stadt günstigen Wohnraum mit PV-Anlagen schafft und die Bürgerinnen und Bürger über die Miete den nachhaltigen Strom mitfinanzieren. Die Ziele, die sich der Magistrat der Stadt Villach selbst setzt, sollen auch Vorbild für Aktivitäten im gesamten Stadtgebiet sein. „Raus aus fossiler Energieversorgung, alternative Mobilität und Forcierung erneuerbarer Energie: Das möchten wir langfristig auch für das gesamte Stadtgebiet umsetzen, um die Lebensqualität für Villacherinnen und Villacher weiter zu erhöhen“, erklärt der Bürgermeister die Zielvorgabe für die nächsten Jahre.

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