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Leben - Klagenfurt
Vier Häkelnadeln im Gesamtwert von 180 Euro wurden praktisch vor den Augen von Helga Wohlgemuth entwendet.
Vier Häkelnadeln im Gesamtwert von 180 Euro wurden praktisch vor den Augen von Helga Wohlgemuth entwendet. © Wohlgemuth

Wollfachgeschäft wiederholt bestohlen

Kurios: Häkel­nadeln als begehrtes Diebesgut

Maria Saal – Enttäuscht, traurig und wütend – diese Worte findet Helga Wohlgemuth vom gleichnamigen Handarbeitsfachgeschäft in Maria Saal, wenn sie über einen besonders dreisten Diebstahl spricht, der sich gestern ereignet hat. Praktisch vor ihren Augen wurden vier besonders wertvolle Häkelnadeln gestohlen. Und das war nicht der erste Diebstahl.

 3 Minuten Lesezeit (418 Wörter)

Von Christine Jeremias. Seit 120 Jahren gibt es die Firma Wohlgemuth in Maria Saal. Das Wollfachgeschäft wird in der dritten Generation von Willi und Helga Wohlgemuth geführt und bietet alles rund ums Handarbeiten an.

Handgedrechselte Häkelnadeln

Die persönliche Beratung und die große Auswahl Wolle, Stoffen und Zubehör wird von den Kunden geschätzt – leider nicht nur von den zahlenden. Denn in letzter Zeit häufen sich die Diebstähle. Der jüngste Vorfall ärgert Helga Wohlgemuth besonders. „Die gestohlenen Häkelnadeln waren handgefertigte Unikate, die ich erst letzte Woche bekommen habe. Jeder Griff ist handgedrechselt. Die Häkelnadeln sind wertvolle Einzelstücke – jede kostet 45 Euro. Und es wurden praktisch vor meinen Augen gleich vier gestohlen, ich habe mich wahrscheinlich nur kurz weggedreht oder etwas geholt. Das schmerzt mich wirklich“, ist Wohlgemuth enttäuscht und wütend über die Dreistigkeit der Diebin. Dass es sich um eine Frau handelt, steht für sie außer Frage, sind ihre Kunden doch überwiegend weiblich.

Suche auf Facebook

In einem emotionalen Facebook-Posting hat sie ihrem Ärger Luft gemacht und findet große Unterstützung durch die Online-Community. „Es ist wirklich toll, dass mein Beitrag so oft geteilt wird, vielleicht finden meine Häkelnadeln auf diese Weise doch noch zurück ins Geschäft. Sollten sie zum Beispiel in einem Handarbeitsforum zum Verkauf angeboten werden, wird das möglicherweise auffallen“, hofft Wohlgemuth. Zusätzlich wurde natürlich Anzeige erstattet und auch die Bilder der Überwachungskamera wurden bereits der Polizei übermittelt. „Eigentlich ist es ja traurig, dass wir überhaupt Kameras benötigen, aber unser Geschäft ist mit 200 Quadratmetern doch recht groß und leider wird in letzter Zeit sehr viel gestohlen. Anleitungen fürs Nähen, Häkeln oder Stricken werden beispielsweise oft eingesteckt. Auch Wolle verschwindet immer wieder, wobei das bei 17.000 Knäuel oft nicht gleich auffällt“, bedauert die Handarbeitsexpertin.

Handarbeiten boomt

Die Zunahme der Diebstähle ist wohl dem Handarbeitsboom geschuldet, der nun schon seit einigen Jahren anhält. Dieser Trend ist natürlich auch bei Wolle Wohlgemuth zu merken. „Die Leute legen immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Selbstgemachtes. Viele Junge entdecken auch das Nähen für sich“, so Helga Wohlgemuth, die normalerweise auch gefragte Handarbeitskurse anbietet, die derzeit coronabedingt noch pausieren müssen. Bald soll es aber wieder losgehen und bis dahin sind auch die gestohlenen Häkelnadeln vielleicht wieder aufgetaucht.

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In einem emotionalen Facebook-Posting machte Wohlgemuth ihrem Ärger Luft.

In einem emotionalen Facebook-Posting machte Wohlgemuth ihrem Ärger Luft. - © Wohlgemuth

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