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Politik - Klagenfurt
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Nach Auszählung der Stimmen:

So reagieren SPÖ, ÖVP und NEOS auf die Kärntner Wahl­ergebnisse

Kärnten – Am gestrigen Sonntag, dem 28. Februar, fanden in den Kärntner Gemeinden die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Einen Tag darauf reagierten einige Parteien auf die ausgezählten Stimmen.

 11 Minuten Lesezeit (1326 Wörter) | Änderung am 01.03.2021 - 22.03 Uhr

SPÖ Kärnten: „Waren, sind und bleiben Nummer Eins im Land“

„Die SPÖ bleibt mit 40 Prozent die klare Nummer eins in Kärnten, auch auf Gemeindeebene“, heißt es in einer heutigen Aussendung der Partei. „Wir waren, sind und bleiben als SPÖ die Nummer Eins im Land“, freuen sich Landesparteivorsitzender Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesgeschäftsführer Andreas Sucher. Man sei nach dem überragenden Ergebnis bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2015 auf einem sehr hohen Niveau in eine Wahlauseinandersetzung gestartet, die unter bis dato völlig unbekannten Voraussetzungen stattfand, verweisen beide auf die Auswirkungen der Coronapandemie und die vielen zusätzlichen Bürgerlisten und politischen Mitbewerber, die in einigen Kommunen zum ersten Mal antraten.

Kaiser: „Wir krempeln schon wieder die Ärmel hoch“

Neben sehr vielen erfreulichen Ergebnissen, wie beispielsweise in St. Veit, in Völkermarkt und Wolfsberg oder auch in Lendorf und Feld am See oder Preitenegg, gäbe es, laut der SPÖ Kärnten, natürlich dennoch den einen oder anderen Wermutstropfen. Nichtsdestotrotz gelte es jetzt, sich in jenen Gemeinden, in denen SPÖ-Kandidatinnen und Kandidaten in 14 Tagen in einer Stichwahl stehen, auf die Stärken der SPÖ-Kärnten zu konzentrieren und die Bevölkerung davon zu überzeugen, die beste Wahl zu sein. „Wir krempeln schon wieder die Ärmel hoch und blicken mit Mut und Zuversicht nach vorne“, zeigt sich Kaiser durchaus optimistisch. Die Stichwahlen in Klagenfurt und Spittal seien ebenso zu erwarten gewesen wie auch in Hermagor. „Die Entscheidung fällt jetzt eben in der prognostizierten Nachspielzeit. Und bekanntermaßen verfügt die SPÖ genau wie ich über eine ausgezeichnete Kondition. Während andere ihr Pulver bereits verschossen haben, kann die SPÖ jetzt nochmal zulegen, wird ihre Kräfte nochmal mobilisieren und mit der sprichwörtlichen zweiten Luft gewinnen“, so Kaiser.

Sucher:“Bevölkerung weiß, was die SPÖ erreicht hat“

Auch seitens der Landesorganisation sei man laut Landesgeschäftsführer Sucher weiter bis in die Haarspitzen motiviert: „Die Bevölkerung in den Gemeinden weiß, was die SPÖ auf Landesebene und auch auf kommunaler Ebene in den letzten Jahren für die Menschen erreicht hat. Das müssen wir ihnen in den nächsten 14 Tagen nochmals deutlich ins Bewusstsein rufen, wie auch die Tatsache, dass für die eigene Gemeinde beste direkte Zusammenarbeit mit der führenden Kraft im Land immer von Vorteil ist“, macht Sucher abschließend deutlich.

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SPÖ Landeshauptmann Peter Kaiser und SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andreas Sucher. (Archivbild)

SPÖ Landeshauptmann Peter Kaiser und SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andreas Sucher. (Archivbild) - © KK

ÖVP Kärnten: „Kärntner Volkspartei ist Wahlsieger!“

„Die Neue Kärntner Volkspartei ist der klare Wahlsieger“, wie Landesparteiobmann Martin Gruber in einer heutigen Aussendung kommentiert. „Wir legen an Stimmenanteil und an Mandaten in den Gemeinderäten zu!“ Als einzige bundesweit vertretene Fraktion stehe beim Ergebnis der ÖVP inklusive der Listen mit ÖVP-Beteiligung ein deutliches Plus – nämlich rund 2 Prozentpunkte. Damit steigert die Kärntner ÖVP ihren Stimmenanteil in den Kärntner Gemeindestuben auf 27 Prozent. An Mandaten legt die ÖVP mit den ÖVP-nahen Listen im Bundesland um 31 zu – von 740 auf 771. Gruber: „Ich danke allen Kärntnerinnen und Kärntnern, dass sie uns dieses Vertrauen geschenkt haben. Sie sehen in den Vertretern der Volkspartei den verlässlichen Partner in schwierigen Zeiten.“

Gruber: „Werden bis 14. März alle Kräfte mobilisieren“

Überzeugt ist Gruber auch, dass die ÖVP in der kommenden Legislaturperiode mehr Bürgermeister stellen werde, als jene 42 in der ausgelaufenen. 39 ÖVP-Kandidaten haben bereits im ersten Wahlgang den Bürgermeister-Sessel erobert, 13 weitere haben es in die Stichwahl geschafft. „Wir werden bis 14. März alle Kräfte mobilisieren, um unser Ziel zu erreichen“, so Gruber. „Ein Drittel der Kärntner Gemeinden werden ÖVP-Bürgermeister in eine gute Zukunft führen.“

„Beachtliche Ergebnisse“ in Städten

Die heurige Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl habe, laut der ÖVP Kärnten, auch gezeigt, dass die Kärntner Volkspartei in Städten beachtliche Ergebnisse erzielen kann. „In vier von acht Bezirksstädten gehen wir mit einem starken Plus aus der Wahl“, sagt Gruber. In der Stadt Feldkirchen – als Beispiel – betrage das Plus „sensationelle 15 Prozentpunkte“. In weiteren Städten ist die Volkspartei stimmenstärkste Fraktion: In Radenthein (+ 20 %), Althofen (+ 4 %) und in Bleiburg (+4 %). Außerdem gibt es massive Zugewinne in einigen Städten – zweistellig in Straßburg (+17 %) und St. Andrä (+11 %) sowie ebenfalls deutlich in Bad St. Leonhard (+ 7 %).

Gruber: „Erfolg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“

„Dieser großartige Wahlerfolg zeigt, dass wir mit der Verbreiterung der Kärntner Volkspartei auf dem richtigen Weg sind“, analysiert Gruber abschließend. „Gemeinsam mit meinem Team werde ich diesen auch konsequent fortsetzen.“​

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ÖVP-Landesparteiobmann Martin Gruber

ÖVP-Landesparteiobmann Martin Gruber - © 5min.at

NEOS Kärnten: „Pinker Aufwind in den Kärntner Kommunen“

Fünf Mal – in der Landeshauptstadt Klagenfurt, in Villach, Spittal, Völkermarkt und Seeboden – wollten es die NEOS in Kärnten bei den Gemeinderatswahlen wissen. “Wir NEOS sind zwar nicht überall eingezogen, aber generell ist der liberale Aufwind in den Gemeinden Kärntens deutlich spürbar, insbesondere auch in der Landeshauptstadt. NEOS werden nun erst recht nicht müde werden, mit vollem Elan transparente, konstruktive und bürgernahe Politik vor die Haustüre der Kärntnerinnen und Kärntner zu bringen”, freut sich Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern.

„Fulminanter Einzug in Seebodener Gemeinderat“

In Seeboden – der Heimatgemeinde des NEOS-Landessprechers – schafft die Liste „Neues Seeboden – NEOS und Unabhängige“ einen „fulminanten Einzug in Seebodener Gemeinderat“, wie es in einer heutigen Aussendung heißt. Der erste Antritt bei einer Gemeinderatswahl hat auf Anhieb 14,58 Prozent und somit 4 Mandate sowie einen Gemeindevorstand ergeben. „Das Seebodener Team hat wirklich viel Energie und Zeit in den Wahlkampf gesteckt und darf sich nun über die Maßen freuen. Zudem zeigt dieses tolle Ergebnis eindeutig den Aufwärtstrend von NEOS und das Vertrauen in transparente Politik“, freut sich Unterdorfer-Morgenstern.

Juvan: „Zeigt, dass wir gut und voller Elan arbeiten wollen!“

In der Landeshauptstadt Klagenfurt haben die NEOS, laut eigenen Angaben, „massiv ausgebaut“ und freuen sich über 6,15 Prozent und 3 Mandate. Janos Juvan, NEOS-Spitzenkandidat für Klagenfurt, freut sich über außerordentlich gute Ergebnis in der Landeshauptstadt: „Es zeigt, dass die Klagenfurterinnen und Klagenfurter uns ihr Vertrauen schenken, dass wir gut und voller Elan für sie und die Stadt Klagenfurt arbeiten wollen! Ein herzliches Dankeschön an unsere Wählerinnen und Wähler, an unsere Unterstützerinnen und Unterstützer!”

Einzug in Villach knapp verpasst

In Villach haben die NEOS mit 1,73 Prozent den Einzug in den Gemeinderat knapp verpasst. “Das ist leider nicht unser erhofftes Ergebnis, vor allem im Hinblick auf die großartige Arbeit des engagierten Teams, das sich mit viel Energie und Know-How dem Wahlkampf widmete. Trotz diesem wenig erfreulichen Ergebnis möchte sich das NEOS Team in Villach auch in Zukunft für die Interessen der Villacher_innen stark machen und bedankt sich allem voran von ganzem Herzen für die Unterstützung und die Stimmen der Wählerinnen und Wähler”, so Spitzenkandidat Bernhard Zebedin.

„Werden echte Bürgernähe leben“

Unterdorfer-Morgensterns Fazit: “Wir waren viel unterwegs und haben mit wenig Budget versucht, das Beste herauszuholen. Weil wir wissen, dass es mehr NEOS in den Gemeinden braucht, damit die Politik auch an übermorgen denkt und im Interesse der Bevölkerung arbeitet: transparent und bürgernah. Das ist den Teams in den Gemeinden unterschiedlich gut gelungen. Als Landessprecher werde ich die einzelnen Ergebnisse mit dem Landesteam genau analysieren und dann schon hinsichtlich Landtagswahl 2023 entsprechend handeln. Damit wir unsere zukunftsorientierten Konzepte im Interesse der Menschen immer stärker auch umsetzen können. In Klagenfurt, Spittal und Seeboden werden wir NEOS zusätzlich und ab sofort im Interesse der Menschen echte Bürgernähe leben und innovative Ideen anpacken können. Damit das Leben in den Gemeinden auch für zukünftige Generationen lebenswert ist und Perspektiven bietet.”

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Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern und NEOS-Spitzenkandidat Janos Juvan

Landessprecher Markus Unterdorfer-Morgenstern und NEOS-Spitzenkandidat Janos Juvan - © dieda.xyz

Von den restlichen Parteien, die bei den gestrigen Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten angetreten sind, gab es bisher noch keine offiziellen Reaktionen zu den allgemeinen Wahlergebnissen aus dem Bundesland.

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