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Impf-Studie gefordert

Alle Einwohner im Bezirk Hermagor sollen durch­geimpft werden

Hermagor – In Hermagor zirkuliert die hochansteckende britische Variante des Coronavirus, die 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei über 650. Einige Politiker fordern Corona-Impfungen für alle Bewohner im Bezirk.

 2 Minuten Lesezeit (306 Wörter) | Änderung am 04.03.2021 - 12.05 Uhr

„Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, um mehr über das Coronavirus und seine Mutationen zu erfahren. Der Bezirk Hermagor würde sich für eine Studie zur Wirksamkeit der Impfungen gegen die britische Mutation B.1.1.7. bestens eignen. Ich habe daher Gesundheitsminister Rudolf Anschober gebeten, eine Durchimpfung der Bewohner des Bezirkes zu veranlassen“, teilt die Kärntner Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner mit.

Prettner fordert Impf-Studie

„Bei der Videokonferenz gestern Abend habe ich die Sinnhaftigkeit und Dringlichkeit der Studie vorgebracht. Der Bezirk Hermagor bietet alle Voraussetzungen für dieses Impf-Projekt: Zum einen sind rund 80 Prozent aller Infektionen auf B.1.1.7 zurückzuführen, zum anderen ist die Einwohnerzahl überschaubar, aber doch repräsentativ“, so Prettner.

„Das sollte machbar sein“

Sie erläutert: „Ziehen wir von den rund 18.000 Einwohnern die unter 16-Jährigen ab – die ja keine Impfung erhalten – und die über 80-Jährigen – die im Bezirk bereits geimpft wurden – dann wären nur noch knapp 13.000 Menschen zu impfen. Es werden also nicht einmal 26.000 Dosen benötigt. Das sollte machbar sein. Volle Unterstützung erhält sie von Bezirkshauptmann Heinz Pansi und dem Hermagorer Bürgermeister Siegfried Ronacher: „Im Tiroler Bezirk Schwaz wird die Bevölkerung für eine Studie zur Südafrika-Mutation geimpft. Analog dazu fordern wir eine Durchimpfung in unserem Bezirk.“  „Wenn man dem Bezirk Schwaz in Tirol 100.000 Impfdosen zur Verfügung stellen kann, dann muss es dieses Angebot auch für den Bezirk Hermagor in Kärnten geben“, fordert  heute auch SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser.

Schon fix: Compliance-Studie im Bezirk Hermagor

Bereits fixiert wurde eine sogenannte Compliance-Studie im Bezirk Hermagor. „Wissenschaftlich erforscht werden dabei Wissen und Einstellung der Bevölkerung zu Corona, insbesondere zu den Maßnahmen im Kampf gegen Corona“, erklärt Prettner. Spätestens nächste Woche erhofft sich die Gesundheitsreferentin eine Entscheidung zur geforderten Durchimpfung.

 

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