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Leute - Villach
Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser und Frauenbeauftrage Marie-Theres Grillitsch erinnern an die Servicestelle für Frauen.
Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser und Frauenbeauftrage Marie-Theres Grillitsch erinnern an die Servicestelle für Frauen. © Stadt Villach/Wernig

Heute ist Internationaler Frauentag

„Frauen haben im vergangenem Jahr Unglaubliches geleistet!“

Villach – „Wir in Villach wollen heuer laut und deutlich darauf aufmerksam machen, dass vor allem wir Frauen diese Krise stemmen“, sagt Villachs Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser.

 2 Minuten Lesezeit (261 Wörter)

Hauptsächlich Frauen arbeiten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen, gerade sie sind in der Krise von Kurzarbeit und Einkommenseinbußen betroffen. Sandriesser: „Das männerdominierte Krisenmanagement entscheidet zudem an der Lebensrealität von Frauen vorbei. Wir Frauen hätten auch gerne eine so starke Lobby, wie Skitourismus und Profifußball. Das würde uns nicht nur in pandemischen Zeiten zugutekommen, sondern uns in Sachen Gleichstellung weiterbringen!“

AMS Zahlen sind deutlich

Die aktuellen Zahlen des AMS Villach sind deutlich: Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Villach hat im Feber 2021 verglichen mit dem Jahr 2020 insgesamt um 27,4 Prozent zugenommen – dabei sind Frauen (+33,7 Prozent) wesentlich stärker als Männer (+22,5 Prozent) betroffen. „Vor allem im Dienstleistungsbereich sind hauptsächlich Frauen beschäftigt, viele Arbeitsmöglichkeiten zum Beispiel im Tourismus und Fremdenverkehr gibt es nach wie vor nicht. Daher ist diese überproportionale Steigerung deutlich erkennbar“, sagt Elke Dorn, Gleichstellungsbeauftragte des AMS Villach. „Frauen haben im vergangenen Jahr Unglaubliches geleistet, mit fast durchgehender Kinderbetreuung in Verbindung mit Homeschooling und Homeoffice“, sagt Dorn.

Gesundheitsprobleme steigen

Daraus resultierend gab es im Coronajahr auch gesundheitliche Belastungen, die eine Folge dieses Drucks sind. „Die Verteilung von unbezahlter Pflege- und Familienarbeit, die im Vorjahr ganz schnell um Homeschooling erweitert wurde, hat Einfluss auf das Gesundheitsverhalten. Je ungerechter es hier zwischen den Geschlechtern zugeht, desto größer wird die gesundheitliche Chancenungerechtigkeit – für Frauen!“, sagt Regina Steinhauser, Geschäftsführerin des Frauengesundheitszentrums Kärnten. Rund 1700 Frauen haben sich im vergangenen Jahr telefonisch oder digital unter anderem wegen Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen, Essstörungen, Bandscheiben-Problemen Panikattacken und Erschöpfungszuständen beim Frauengesundheitszentrum gemeldet.

 

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