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Leben - Klagenfurt
Derzeit warten Saatgutsäckchen im Postkasten beim UniGarten darauf, von Hobbygärtnern abgeholt zu werden. Gerne kann auch getauscht werden.
Derzeit warten Saatgutsäckchen im Postkasten beim UniGarten darauf, von Hobbygärtnern abgeholt zu werden. Gerne kann auch getauscht werden. © ÖH

Garten statt Hörsaal

Tolles ÖH-Projekt an der Uni Klagenfurt

Klagenfurt – Laptop und Unterlagen mal schnell gegen Spaten und Arbeitshandschuhe tauschen – auf der Uni Klagenfurt ist das dank eines Projekts der ÖH kein Problem. Im ÖH UniGarten hinter dem Hörsaal A wartet ein kleines Paradies für Gartenliebhaber, in dem nicht nur StudentInnen ihren grünen Daumen unter Beweis stellen können.

 4 Minuten Lesezeit (502 Wörter)

Von Christine Jeremias. Seit mittlerweile sieben Jahren ist es an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt möglich, nach der Vorlesung mal eben einen Abstecher ins Beet zu machen. Als Ausgleich zur geistigen Tätigkeit kann im ÖH-UniGarten nach Herzenslust gepflanzt, gejätet und geerntet werden.

Lehrreicher Garten

Tatsächlich steckt aber noch viel mehr hinter dem grünen Hörsaal, nämlich das Ziel die Bewusstseinsbildung für ökologische Nachhaltigkeit und gesunde, regionale Ernährung zu fördern. „Entstanden ist der Gemeinschaftsgarten 2014 im Rahmen des Projekts „Academic Garden“, mit dem zur Schaffung eines Green Campus beigetragen werden sollte“, erklärt Eva Heinz von der ÖH. Interessierte haben die Möglichkeit, im Lehrgarten alternative Anbaumethoden kennenzulernen und mehr über Prozesse wie Humusaufbau, CO2-Bindung und Biodiversität zu erfahren.

Auch zwischenmenschliches Projekt

Einbringen kann sich bei der Gestaltung und Pflege grundsätzlicher jeder, der Interesse an Gartenarbeit hat. „Neben den Studierenden sind auch Anrainer und andere Hobbygärtner herzlich willkommen. Vielleicht finden sich sogar Pensionisten, die uns mit ihrer Erfahrung unterstützen wollen. Der UniGarten ist nämlich auch ein zwischenmenschliches Experiment, schließlich muss bei der Pflege der Pflanzen Beständigkeit gegeben sein“, verrät Heinz. Eine Hürde bei dieser Kontinuität ist die Tatsache, dass viele Studierende nicht aus Klagenfurt kommen und in den Ferien oder über das Wochenende nach Hause fahren. „Das Interesse am UniGarten ist über die Jahre immer gegeben und in Summe funktioniert es auch gut, aber im Team haben wir schon eine große Fluktuation, daher ist zusätzlich Unterstützung immer gefragt“, erklärt Eva Heinz die Schwierigkeiten, die sich beim Gemeinschafsprojekt ergeben.

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Im nach dem Permakultur-Prinzip angelegten Garten soll Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit geschaffen werden.

Im nach dem Permakultur-Prinzip angelegten Garten soll Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit geschaffen werden. - © ÖH

Saatgutfest und Pflanzentausch

Gewisse Schwierigkeiten hat natürlich auch die Coronakrise mit sich gebracht, so ist etwa noch nicht geklärt, ob im Garten Lehrveranstaltungen abgehalten werden können. Das Institut für Geografie plant beispielsweise die Anlegung eines regenerativen Lehrpfades mit dem Ziel Wissen über Nachhaltige Gartengestaltung zu vermitteln. Die Umsetzung ist allerdings noch in Schwebe.

Auch das beliebte Saatgutfest, bei dem Samen getauscht und verschenkt werden, und die Pflanzentauschbörse können heuer nicht im gewohnten Rahmen stattfinden. Doch auch dafür hat das Team bereits eine Lösung gefunden. Ein Postkasten ermöglicht den kontaktlosen Austausch von Saatgut. „In den Sackerln, die zugleich Anbauanleitung und Flyer für unser Projekt sind, finden sich Samen von unterschiedlichen Gemüsesorten und Kräutern. Die Firmen Bingenheimer und Reinsaat unterstützen uns immer mit sehr großzügigen Spenden. Wichtig ist, dass es sich ausschließlich um biodynamische, samenfeste Sorten handelt. Das heißt die Pflanze kann wie früher natürlich vermehrt werden“, so Heinz. Der Postkasten ist frei zugänglich und soll bis Mitte April laufend aufgefüllt werden. Für Hobbygärtner, die schon in den Startlöchern für die kommenden Gartensaison stehen, lohnt sich ein Ausflug zur Uni also auf jeden Fall.

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