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Leute - Villach
Die Rettungshundestaffel Samariterbund Kärnten im Einsatz
Die Rettungshundestaffel Samariterbund Kärnten im Einsatz © Rettungshundestaffel Samariterbund Kärnten

Seit zehn Jahren im Einsatz

Rettungshunde­staffel-Jubiläum: Mitglieder legten über 1,1 Millionen Kilometer zurück

Villach – Seit nun zehn Jahren sind die Mitglieder der Rettungshundestaffel Samariterbund Kärnten bei jedem Wetter im Einsatz. Zum zehnjährigen Jubiläum möchte der Staffelkommandant Franz Blatnik "Danke" sagen.

 5 Minuten Lesezeit (655 Wörter) | Änderung am 14.03.2021 - 15.18 Uhr

Seit der Gründung der Samariterbund Rettungshundestaffel Kärnten hat sich einiges getan. Am 11. März 2011 hat die Rettungshundestaffel mit 14 einsatzfähigen Hundeführerinnen und Hundeführern ihre Tätigkeit aufgenommen. Heute verfügt die Rettungshundestaffel über 23 Hundeführer mit 34 Rettungshunden, davon 11 speziell ausgebildete und geprüfte Personenspürhunde (Mantrailer) sowie acht Einsatzhelferinnen und Einsatzhelfer. Zusätzlich verfügt sie über acht ausgebildete und vom Messerli Institut der Veterinärmedizinischen Universität Wien geprüfte Therapiebegleithunde.

Alle HundeführerInnen sind ausgebildet in Erster Hilfe am Menschen und auch am Hund, im Umgang mit GPS, Karte, Kompass und Funk. Einige Staffelmitglieder sind darüber hinaus auch ausgebildete Rettungssänitäter. Zusätzlich verfügt die Staffel über ein ausgebildetes und geprüftes Kriseninterventionsteam.

Immer einsatzbereit

Zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter steht eine einsatzbereite Gruppe mit sechs bis sieben Hundeführern mit Stöberhunden und Personenspürhunden für Einsatzanforderungen bereit. Begleitet wird die Einsatzgruppe immer von einem Rettungstransportwagen des Samariterbundes, besetzt mit Notfall- bzw. RettungssanitäterInnen.

Zehn Jahre Suche nach Vermissten

In den letzten zehn Jahren wurde die Rettungshundestaffel durch die LAWZ, die Polizeibehörden und private Instutionen zu insgesamt 400 Einsätzen alarmiert, wenn es um die Suche nach verirrten und abgängigen Personen ging. Fast alle abgängigen Personen konnten in kameradschaftlicher und professioneller Zusammenarbeit mit anderen Blaulichtorganisationen wieder aufgefunden werden, viele davon durch Hunde der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten. Einige Hundeführerinnen und Hundeführer wurden vom Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser für die lebensrettenden Einsätze mit dem Kärntner Ehrenkreuz für Lebensrettung ausgezeichnet.

Die Arbeit neben den Einsätzen

Neben den Einsätzen hat die Staffel in den vergangenen zehn Jahren an 346 Veranstaltungen, darunter die vom Kärntner Zivilschutzverband ausgerichteten Kindersicherheitsolympiaden und Sicherheitstage, teilgenommen. Dazu kommen noch die Besuche von Kindergärten, Schulen und Pflegeheimen. Das Ganze runden noch 213 Termine für Schulungen und Ausbildungen sowie für die Teilnahme an Übungen im In- und Ausland ab.

Kooperationen im In- und Ausland

Die Staffel des Samariterbundes Kärnten hat mit ihren italienischen Freunden, der Rettungshundestaffel Friaul des Roten Kreuzes, eine Kooperation für gegenseitige Besuche und Teilnahme an Übungen. Eine Kooperation besteht auch mit dem K 9 Tiersuchzentrum, geleitet von der Mantrail-Hundeführerin Alexandra Grunow, die mit ihrem Team immer wieder bei der Suche nach abgängigen und vermissten Menschen und Tieren unterstützt.

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Die Vierbeiner der Rettungshundestaffel.

Die Vierbeiner der Rettungshundestaffel. - © SB RHS Kärnten

Über 1,1 Millionen Kilometer unterwegs

Mitglieder der Rettungshundestaffel haben in den vergangenen zehn Jahren ihrer Tätigkeit mit ihren eigenen Fahrzeugen über 1,1 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei mehr als 105.000 unbezahlbare ehrenamtliche Stunden geleistet.

Staffelkommandant bedankt sich

Franz Blatnik, Landesrettungshundereferent Staffelkommandant und Einsatzleiter der Samariterbund Rettungshundestaffel Kärnten, bedankt sich anlässlich des zehnjährigen Jubiläum bei allen Mitwirkenden: „Rückblickend auf die letzten zehn Jahre bedanke ich mich bei allen Mitgliedern der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten. Ohne unsere Hundeführerinnen und Hundeführer, die immer einsatzbereit sind, egal ob bei Regen oder Schnee und egal zu welcher Tages- und Nachtzeit, wäre unsere Arbeit einfach nicht möglich. Danke auch an die Geschäftsführung, die immer für uns da ist und uns immer unterstützt hat. Mein besonderer Dank geht auch an unseren Bundeseinsatzleiter Wolfgang Krenn. Er war immer für uns da.“ Außerdem bedankt sich Blatnik bei allen Behörden, der Polizei, den Mitgliedern der Bergrettung und der Wasserrettung, den Angehörigen der Feuerwehren, dem Bundesheer, der Kärntner Jägerschaft sowie allen anderen Mitgliedern von Blaulichtorganisationen für ihre kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Jubiläumsfeier wird nachgeholt

Die aktuelle Corona-Pandemie habe eine große Jubiläumsfeier leider nicht möglich gemacht. Blatnik: „Wir hätten dieses Jubiläum gerne gebührend gefeiert, aber leider lässt dies die aktuelle Situation nicht zu. Wir werden es aber so schnell wie möglich nachholen.“

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Diese Rettungshunde werden immer in Erinnerung bleiben.

Diese Rettungshunde werden immer in Erinnerung bleiben. - © SB RHS Kärnten

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