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Wirtschaft - Villach
Die KELAG Energie & Wärme GmbH und die Recyclingfirma ABRG kooperieren nun in Sachen Fernwärme.
Die KELAG Energie & Wärme GmbH und die Recyclingfirma ABRG kooperieren nun in Sachen Fernwärme. © KK

Industrielle Abwärme als Fernwärme:

Villach wächst und holt sich Fern­wärme aus Arnoldstein

Arnoldstein – Eine Kooperation zwischen der KELAG und der Recyclingfirma ABRG soll nun die Fernwärmeversorgung von Arnoldstein und Villach verbessern.

 4 Minuten Lesezeit (484 Wörter)

Die ABRG betreibt auf dem Standort Arnoldstein zwei Wirbelschichtöfen und verwertet pro Jahr rund 70.000 Tonnen Industrie- und Gewerbeabfall. „Bis jetzt haben wir Dampf und Wärme an benachbarte Industrieunternehmen geliefert, nun speisen wir auch Wärme in das Fernwärmesystem Anroldstein/Villach der KELAG Energie & Wärme GmbH ein“, erläutert ABRG-Geschäftsführer Thomas Werner. „Die Wärmelieferung für die Fernwärme ist für uns eine sehr gute Ergänzung unseres Gesamtportfolios, die Vorgespräche für diese Zusammenarbeit haben schon vor einigen Jahren begonnen.“ Die ABRG verfügt in Arnoldstein über eine thermische Leistung von 18 MW, davon stehen nun 4 MW für die Fernwärme zur Verfügung.

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Am heutigen Montag wurde die Kooperation von den Unternehmens-Geschäftsführern und politischen Vertretern bekannt gegeben.

Am heutigen Montag wurde die Kooperation von den Unternehmens-Geschäftsführern und politischen Vertretern bekannt gegeben. - © KK

Regionale Energie-Zusammenarbeit

„Die Zusammenarbeit mit der ABRG erschließt eine weitere Wärmequelle für unsere Fernwärmesysteme in Arnoldstein und Villach“, sagt Adolf Melcher, Geschäftsführer der KELAG Energie & Fermwärme GmbH. „Pro Jahr werden wir voraussichtlich rund 16 Millionen Kilowattstunden Abwärme von der ABRG beziehen.“ Diese Wärmemenge entspricht dem Bedarf der Kunden in Arnoldstein beziehungsweise rund 7 % des Bedarfs der Kunden in Villach. „Mit der Wärme aus dieser regionalen Einergie-Zusammenarbeit verringern wir den Einsatz von Erdgas, schonen Ressourcen, verbessern die Effizienz unserer Anlagen sowie die Gesamtumweltbilanz und verfügen über Potential für den weiteren Ausbau unserer Fernwärmesysteme.“ Für die Fernwärme Arnoldstein bedeutet die Abwärmeeinspeisung der ABRG eine zusätzliche Reservehaltung. „Die ABRG ist für uns ein neuer, aber sehr verlässlicher Parntner, mit dem wir gut zusammenarbeiten.“

Ziel der Stadt Villach: bis 2035 CO2-neutral

Die Stadt Villach hat sich ein klares klimapolitisches Ziel gesetzt, betont Bürgermeister Günther Albel: „Die Stadt Villach möchte bis 2025 alle städtischen Gebäude frei von fossilen Brennstoffen machen und bis 2035 CO2-neutral sein. Bei der Umsetzung dieser Ziele unterstützen uns verlässliche Partnerbetriebe wie die KELAG Energie & Wärme GmbH, mit der wir bereits viele nachhaltige Projekte umgesetzt haben. Die nun beschlossene Zusammenarbeit mit der ABRG macht die Erzeugung von Fernwärme noch effizienter. Davon profitieren sowohl die Villacherinnen und Villacher, als auch unsere Umwelt.“

Klimaschutz für eine enkeltaugliche Zukunft

Auch Reinhard Antolitsch, gewählter Bürgermeister der Marktgemeinde Arnoldstein, freut sich über die neue Kooperation: „Die Zusammenarbeit zwischen der KELAG Energie & Wärme GmbH und der ABRG als Unternehmen am Industriestandort EURONOVA ist ein weiterer Schritt für eine positive Umwelt- und Klimapolitik. Die Fernwärmeversorgung der Stadt Villach mit Abwärme aus Arnoldstein beweist, dass Industrie und Klimaschutz kein Gegensatz sind, sondern, so wie in diesem Fall, eine nachhaltige Entscheidung für eine klimafitte und enkeltaugliche Zukunft darstellt. In diesem Sinne wünsche ich beiden Unternehmen und auch uns als Standortgemeinde eine gedeihliche und positive Zusammenarbeit, auch im Namen unserer nachkommenden Generationen.“

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