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Ein Villacher wurde vor kurzem in einer Villacher Tankstelle nicht bedient, weil er keine FFP2-Maske trug.
Ein Villacher wurde vor kurzem in einer Villacher Tankstelle nicht bedient, weil er keine FFP2-Maske trug. © Montage: 5min/pixabay

Trotz ärztlichem Attest:

Villacher muss keine Maske tragen: „Ich wurde in einer Tank­stelle nicht bedient“

Villach – Aktuell gilt in vielen Bereichen eine FFP2-Maskenpflicht, aber nicht jeder muss sich daran halten. So auch ein Villacher. Trotz ärztlichem Attest hat er im Alltag aber immer wieder Probleme. Wir haben mit ihm über die aktuelle Situation und seine Erlebnisse ohne Maske gesprochen.

 3 Minuten Lesezeit (448 Wörter) | Änderung am 23.03.2021 - 12.16 Uhr

Verschiedene gesundheitliche Probleme können dazu führen, dass man von der Maskenpflicht befreit wird. Für einen 37-jährigen Villacher, der an Klaustrophobie leidet, ist das Tragen einer FFP2-Maske ein Ding der Unmöglichkeit. „Wenn ich die Maske aufsetze bekomme ich Atemprobleme, mir wird schwindlig und manchmal kommt es auch zu Ohnmachtsanfällen“, erzählt der Villacher im Gespräch mit 5-Minuten. Daher wurde dem 37-Jährigen ein ärztliches Attest ausgestellt, das ihn von der generellen Maskenpflicht befreit. „Das Attest habe ich natürlich immer in der Brieftasche dabei“, so der Villacher.

Unverständnis im Alltag

Vor allem zum Zeitpunkt, als die FFP2-Maskenpflicht noch relativ neu war, habe der Villacher ohne Maske einige Blicke auf sich gezogen. „Die Leute haben oft geschaut. Beim Einkaufen hat sich zum Beispiel einmal ein Herr hinter mir in der Schlange bei einer Mitarbeiterin aufgeregt, dass ich eine Maske aufsetzen sollte.“ Die Supermarkt-Mitarbeiterin habe den Villacher daraufhin darauf aufmerksam gemacht, habe jedoch gleich eingesehen, dass der 37-Jährige durch ein ärztliches Attest davon befreit war. „Der Herr hinter mir hat dann verärgert den Supermarkt verlassen“, so der Villacher.

Rauswurf aus Tankstelle

Solche Probleme würden, so der Villacher, jedoch zum Glück nur noch selten auftreten. Trotzdem habe er sich erst vor wenigen Tagen besonders über einen Vorfall in einer Villacher Tankstelle geärgert. „Ich wollte mir am späteren Nachmittag nur schnell eine Jause für die Arbeit kaufen“, erzählt der Villacher. Der Verkäufer in der Tankstelle sei hinter einer Glasscheibe gestanden und habe selbst die Maske nur über dem Mund, nicht aber über der Nase getragen. „Er sprach mich dann darauf an, dass ich eine Maske aufsetzen muss. Ich sagte ihm, dass ich ein ärztliches Attest habe und für mich eine Maske zu tragen einer Körperverletzung ähnelt“, so der 37-Jährige. Dem Tankstellen-Mitarbeiter sei das jedoch egal gewesen. „Er meinte nur, dass so die Auflagen vom Chef wären“, so der Villacher. Ohne Jause musste er daraufhin die Tankstelle wieder verlassen.

„Ärztliches Attest muss gelten“

Über den Vorfall, der sich erst vor wenigen Tagen in Villach ereignete, ärgert sich der 37-Jährige noch heute: „Ich verstehe nicht, wie eine Person, die selbst nichteinmal die Maske richtig auf hat, jemanden wie mich so kritisieren kann und mich nicht bedient.“ Der Villacher würde sich an die Verordnung halten, wenn es ihm möglich wäre. Er würde sich generell wünschen, dass die Maskenpflicht in Kärnten bald ein Ende hat, aber so lange sie noch aufrecht ist, fordert er, dass Geschäfte, Einkaufszentren, Tankstellen und Co. zumindest darauf aufmerksam werden, dass es auch einige Personen gibt, die keine Masken tragen können.

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