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Politik - Klagenfurt
© KK

Geiger: "Nur persönliche Notizen"

“Schredder-Affäre” im Klagenfurter Rathaus

Klagenfurt – Bei den Mitarbeitern des - mit dem heutigen Tage - ehemaligen ÖVP-Stadtrats Markus Geiger herrscht in den letzten Tagen dem Vernehmen nach eine ganz bestimmte Körperbewegung vor: Kopfschütteln. 

 2 Minuten Lesezeit (262 Wörter) | Änderung am 08.04.2021 - 12.17 Uhr

Von Franz Miklautz. Türkisen Insidern zufolge soll Geiger nämlich Akten aus seiner Amtszeit als Wirtschafts- und Tourismusstadtrat schreddern lassen. Offensichtlich ohne Rücksicht auf seinen Nachfolger im Amt, Max Habenicht. Geiger selbst entgegnet, dass es sich dabei lediglich “um persönliche Notizen handelt”. Alle wichtigen Akten seien ohnehin in der Gemeinderatskanzlei vorrätig. Die vernichteten Unterlagen seien seine eigenen Vorbereitungen “für Ausschüsse” gewesen, und “Muster von Akten”, also die Unterlagen in ihrem Vorstadium.

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Markus Geiger: Das Schreddern sei keine Solo-Aktion, “das machen alle anderen auch”.

Markus Geiger: Das Schreddern sei keine Solo-Aktion, “das machen alle anderen auch”. - © Bettina Nikolic

“Das Schreddern ist keine Solo-Aktion”

Nachfolger Habenicht weiß (noch) nichts von geschredderten Akten. Er komme gerade aus der Corona-Quarantäne und bereite sich auf die heutige Angelobung vor. Aber “wenn jemand seine Arbeit anständig gemacht hat, warum soll er dann Unterlagen schreddern?”, sagt Habenicht. Zumal, und auch das wäre zu hinterfragen, ja die Möglichkeit besteht, dass Geiger in künftigen Ausschüssen sitzt, in denen er Akten aus seiner Stadtrats-Periode noch brauchen könnte. Geiger abschließend: Das Schreddern sei keine Solo-Aktion, “das machen alle anderen auch”.

Update: Büro “ohne Akten” übergeben

In einem soeben geführten zweiten Telefonat mit Neo-Stadtrat Max Habenicht bestätigt dieser, “dass das Büro ausgeräumt übergeben” wurde. Sprich “ohne Akten”.

Der Autor

Der Klagenfurter Franz Miklautz ist als Investigativjournalist tätig. Unter anderem betreibt er die Plattform mediapartizan.at, auf der er regelmäßig Missstände aufdeckt. Er war nominiert für den Literaturpreis Wartholz VII und ist Gewinner des “Erostepost”-Literaturpreises 2014.

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