fbpx

Zum Thema:

10.04.2021 - 21:38Wolken und Regen: Schlechtes Wetter ist im Anmarsch10.04.2021 - 19:52Kärntnerin Stefanie Mayer sang sich ins „Starmania“-Finale10.04.2021 - 18:03Diese Ausflugs­ziele bieten Abwechslung für Groß und Klein10.04.2021 - 15:56Darf ich mein Corona-Impfticket weiter­schenken?
Leute - Kärnten
© pexels

Suchtverhalten veränderte sich

Suchtbeirat: Alkohol­konsum stieg in der Corona­krise rapide an

Kärnten – Auch im Suchverhalten gab es während der Corona-Pandemie Veränderungen: Deutlicher Anstieg bei Alkohol, „Stabilität“ bei Drogen und deutlicher Rückgang bei Drogentoten.

 2 Minuten Lesezeit (243 Wörter)

„Der Kampf gegen Süchte verlangt eine enge Vernetzung von unterschiedlichsten Institutionen. Mit dem Suchtbeirat Kärnten machen wir genau das – einen intensiven Austausch von Institutionen aus den Bereichen Suchtprävention, Therapie, Exekutive, Medizin, Justiz, Bildung, Sozialarbeit, Kinder- und Jugendhilfe. Gestern haben wir mit mehr als 30 Teilnehmern in einer Videokonferenz über die Auswirkungen der Coronapandemie auf das Suchtverhalten in Kärnten diskutiert“, informiert Gesundheitsreferentin Beate Prettner.

Alkoholkonsum verschärft

Das Ergebnis sei durchaus erstaunlich – weil ambivalent. „Einerseits hat sich die Situation im Bereich Alkoholkonsum verschärft. Andererseits sind im Bereich Drogen keine Steigerungen ersichtlich. Im Gegenteil: Die Zahl der Drogentoten ist 2020 auf fünf, und damit auf den tiefsten Wert seit Jahren, gesunken.“ Auch bei Beratungs- und Therapiegesprächen habe sich kein Anstieg gezeigt.

„Keine Zusätzliche Belastung wahrgenommen“

Laut Claudia Scheiber, Leiterin der Drogenambulanz Klagenfurt, seien auch keine wesentlichen Veränderungen im Suchtverhalten der Klienten zu beobachten gewesen: „Interessanterweise spielt das gesamte Thema Corona für Klienten der Drogenberatungsstellen kaum eine Rolle. Anders als für die Allgemeinbevölkerung wird Corona für diese Gruppe nicht als zusätzliche Belastung wahrgenommen“, sagt Scheiber.

„Alkoholkonsum stieg rapide an“

Anders stellt sich die Lage bei Alkoholpatienten dar. Wie Renate Clemens-Marinschek, ärztliche Leiterin des Krankenhauses de la Tour, erläutert, habe sich die Situation sichtlich verschärft: „Ist während des 1. Lockdowns der Alkoholkonsum zurückgegangen, steigt er seither rapide an – es wird mehr und häufiger getrunken, auch die Rückfälle nehmen zu.“

ANZEIGE