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In den KABEG-Häusern ist das Pflegepersonal aktuell am Limit, die Lage ist angespannt.
In den KABEG-Häusern ist das Pflegepersonal aktuell am Limit, die Lage ist angespannt. © KABEG

"Die Belastung steigt weiter an!"

Kärntner Pflege­personal am Limit

Kärnten – Massive Belastungen und kaum Erholungsphasen – das Kärntner Pflegepersonal in den Krankenhäusern ist am Limit. Eine externe Firma soll nun den Personalbedarf in den KABEG-Einrichtungen analysieren.

 3 Minuten Lesezeit (420 Wörter)

Vor drei Jahren wurde in allen Häusern der KABEG ein Pflegepaket mit dem Land Kärnten verhandelt. 100 zusätzliche Dienstposten sollten daraus entstehen. Wie man nun seitens der KABEG kritisiert, seien diese Dienstposten aber – ohne Wissen der Betriebsräte –für Leistungsausweitungen eingesetzt worden. Das heißt, durch die zusätzlichen Posten gibt es nun auch mehr Arbeit, zum Beispiel werde nun mehr Personal benötigt, weil die Untersuchungs- und Eingriffszeiten ausgeweitet wurden. Ursprünglich sei aber eine Reduktion der Belastung für bereits bestehende Arbeit geplant gewesen, wie damals vom Zentralbetriebsrat und der Gewerkschaft mit dem Land Kärnten ausverhandelt wurde.

Externe Firma soll Personalbedarf analysieren

Die ständig steigende massive Belastung durch zusätzliche Aufgaben und Tätigkeitsfelder ist der Grund, weshalb die Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat der KABEG einen Antrag auf eine unabhängige Personalbedarfsberechnung eingebracht hat und durchsetzen konnte. Die Berechnung wird in allen KABEG-Häusern von der Firma Solgenium durchgeführt und sei „ein wichtiger Schritt, um Transparenz und Klarheit zu schaffen und den Personalbedarf festzustellen“, heißt es seitens der KABEG.

„Davon profitieren auch die Patienten“

Der Zentralbetriebsvorsitzende und Vorsitzende der GÖD-Landesleitung 9, Gesundheitsgewerkschaft, Ronald Rabitsch, erklärt: „Die Zitrone ist bereits mehr als ausgepresst, die Belastung steigt weiter an! Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten teilweise am Limit und haben nur mehr geringe Erholungsphasen. Die Personalbedarfsanalyse wird die unbedingt notwendige Richtschnur sein, um eine nachhaltige Entlastung der Kollegenschaft herbeizuführen. Davon profitieren auch die PatientInnen.“

Köfer: „Pflegeschüler sollen Krankenhäuser unterstzützen“

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer drängt hinsichtlich der Situation in den KABEG-Häusern, Sofortmaßnahmen zu ergreifen: „Wir vom Team Kärnten begrüßen die extern beauftragte Personalbedarfsberechnung, diese ist langfristig sinnvoll und kann wichtige Daten liefern. Aktuell sind aber auch Sofortmaßnahmen gefragt und das nicht nur aufgrund der dramatischen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in den Krankenhäusern.“ Ein Ansatz, der zur Milderung des gravierenden Problems beitragen würde, wäre laut Köfer jener, Pflegeschüler, die ihre Ausbildung noch nicht ganz beendet haben, vorzeitig abschließen zu lassen und zur Unterstützung in die Krankenhäuser aber auch in die Alters- und Pflegeheime zu schicken.

Ausbildungsoffensive gefordert

Ebenfalls erachte es Köfer als notwendig, eine Ausbildungsoffensive in diesem Bereich zu starten: „Hier liegen viele Jobpotenziale für junge Kärntnerinnen und Kärntner auf der Hand. Wir müssen mehr Fachkräfte in diesem Bereich ausbilden.“

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Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer fordert Sofortmaßnahmen in den KABEG-Häusern.

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer fordert Sofortmaßnahmen in den KABEG-Häusern. - © Team Kärnten

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