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Leute - Klagenfurt
Dieter Telsnig bleibt lieber im Hintergrund, am wichtigsten ist ihm, dass sich seine Gäste wohlfühlen
Dieter Telsnig bleibt lieber im Hintergrund, am wichtigsten ist ihm, dass sich seine Gäste wohlfühlen © Jeremias

Eigentümer baute alles selbst

Bereit zum Aufsperren: Sattnitz­stüberl hat neue Terrasse

Klagenfurt – Auch wenn es noch kein grünes Licht von der Regierung gibt, ist die Vorfreude auf die Gastgarten-Saison schon groß. Viele Wirte haben die Zwangspause genutzt, um ihre Lokale zu renovieren oder umzubauen. So auch Dieter Telsnig vom Sattnitzstüberl, der für seine Gäste eine neue Terrasse gebaut hat.

 4 Minuten Lesezeit (488 Wörter)

Von Christine Jeremias. Seit 2010 ist Dieter Telsnig Eigentümer des Lokals direkt an der Sattnitz und er hat es geschafft, das Lokal von der heruntergekommenen Kneipe zu einem der beliebtesten Treffpunkte in der Umgebung zu machen. Bei Radfahrern ist das Sattnitzstüberl ein willkommener Zwischenstopp auf einer Tour, aber auch Familien kommen gern auf ein Eis oder eine Jause. Und sobald es erlaubt ist, können Speisen und Getränke im neu gestalteten Gastgarten genossen werden. „Dem schönsten an der ganzen Sattnitz“, wie Telsnig augenzwinkernd sagt.

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Das Sattnitzstüberl bei der BMX-Bahn in der Schrödingerstraße ist nicht nur bei Radfahrern beliebt - © Jeremias

Bauprojekt gegen Langeweile

Angedacht war der Umbau eigentlich schon länger, durch den Lockdown hatte der Wirt jetzt auch genügend Zeit, seine Pläne umzusetzen. „Take-Away und Coffee-to-go zahlen sich hier nicht aus, so habe ich vor lauter Langeweile eben eine neue Terrasse gebaut“, schmunzelt er. Insgesamt drei Monate hat Telsnig für den neuen Gastgarten gebraucht, da er wirklich jeden Arbeitsschritt selbst erledigt hat. „Jetzt muss eigentlich nur noch das Gras rundherum anwachsen, dann ist alles perfekt“, ist der Wirt zufrieden.

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Alles Handarbeit: rund drei Monate hat Telsnig am neuen Gastgarten gearbeitet

Alles Handarbeit: rund drei Monate hat Telsnig am neuen Gastgarten gearbeitet - © Jeremias

Neider gibt es immer

Für seine Initiative hat er schon viel Lob bekommen – aber auch ein paar negative Kommentare. „Auf Facebook wurde ich gefragt, wie ich mir in Zeiten wie diesen einen Umbau leisten kann. Aber auf so etwas gehe ich gar nicht ein, Neider gibt es leider immer. Die vielen positiven Kommentare zeigen ja, dass sich die Leute schon sehr auf die Öffnung der Gastronomie freuen“, bleibt Telsnig gelassen. So ruhig zu bleiben ist angesichts der allgemeinen Lage oft gar nicht so einfach, immerhin fehlen seit Monaten die Einnahmen und auch Vorausplanen ist nicht möglich.

Nicht jammern, auch wenn Zeiten hart sind

„Ich habe zum Glück immer gut gewirtschaftet und will auch nicht jammern, sondern das Beste aus der Situation machen, aber eigentlich ist die Lage eine Katastrophe. Ich kenne viele Wirte, die kurz vorm Untergehen sind. Etliche Lokale werden wohl nicht mehr aufsperren“, so der Klagenfurter, der seit 21 Jahren in der Gastronomie tätig ist. Neben dem Sattnitzstüberl betreibt er noch das City Cafè in Fischl, das vor allem als Nachtlokal bekannt ist. „Auf gut Kärntnerisch gesagt: das letzte Jahr war schon zach. Was ich beim City Cafè mache, wenn die Gastgärten öffnen dürfen, weiß ich noch nicht. Dort habe ich kaum Platz für Tische im Freien, da lohnt sich aufsperren eher nicht“, ist sich Telsnig nicht sicher, wie es weiter geht. Nur eines ist ganz sicher: Sobald es erlaubt ist, freut er sich, seine Gäste auf der nagelneuen Terrasse des Sattnitzstüberls bewirten zu dürfen.

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Auch Maskottchen Joschi hofft, dass bald Gäste kommen dürfen - © Jeremias

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