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Politik - Kärnten
Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer (links) und FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann (rechts) äußerten sich heute zum Thema
Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer (links) und FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann (rechts) äußerten sich heute zum Thema "10 Jahre Ortstafellösung". © Montage: Team Kärnten/FPÖ Kärnten-Oskar Polak

Zum heutigen Jubiläum:

10 Jahre Ortstafel­lösung: Kärntner Politiker fordern gegenseitigen Respekt

Kärnten – Zum heutigen zehnjährigen Jubiläum der Ortstafellösung meldeten sich Vertreter der Kärntner Politik zu Wort. Team Kärnten Chef Gerhard Köfer fordert, den Weg der Verständigung und des Dialoges konsequent fortzusetzen, FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann kritisiert unversöhnliche "Scharfmacher" unter den Kärntner Slowenen.

 4 Minuten Lesezeit (578 Wörter)

Heute ist es genau zehn Jahre her, dass sich die damaligen Verhandler Staatssekretär Josef Ostermayer, Landeshauptmann Gerhard Dörfler sowie die Slowenenvertreter Valentin Inzko, Marjan Sturm und Bernard Sadovnik auf einen Kompromiss mit zweisprachigen Tafeln in 164 Orten einigten und damit einen über 56 Jahre andauernden Streit beilegen konnten. Laut dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) habe sich Kärnten seitdem „besonders positiv und international vielbeachtet weiterentwickelt.“ Wir haben berichtet.

Zum heutigen Jahresttag der Ortstafellösung meldeten sich aber auch weitere Vertreter der Kärntner Politik zu Wort.

Team Kärnten will Weg des Dialogs fortsetzen

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer appelliert anlässlich des zehnten Jahrestages des Ortstafelmemorandums, den Weg der Verständigung und des Dialoges konsequent fortzusetzen: „Leider gibt es auf beiden Seiten nach wie vor Kräfte, die längst zugeschüttete Gräben wieder öffnen wollen und einem positiven Klima nichts abgewinnen können. Wir vom Team Kärnten stehen für eine Politik des gegenseitigen Respekts und eines gedeihlichen Miteinanders. Das zeigt auch unsere Personalentscheidung in Klagenfurt, wo wir mit der Nominierung des Vizebürgermeisters Alois Dolinar, einem Kärntner Slowenen, einen sehr mutigen und richtungsweisenden Schritt gesetzt haben. Wir lassen neben Worten insbesondere Taten sprechen.“

Köfer: „Alten Konflikten darf kein neues Leben eingehaucht werden“

Wie Köfer unterstreicht, wurde in den vergangenen Jahren sehr viel unternommen, um Konflikte zwischen Kärnten und Slowenien bzw. der slowenischen Minderheit weiter abzubauen: „Gerade deshalb darf es jetzt nicht passieren, dass man in vollem Bewusstsein Öl ins Feuer gießt und alten Konflikten neues Leben einhaucht. Es gilt durch eine gemeinsame Politik jenen das Wasser abzutragen, die von Konflikten und Ressentiments leben. Wir brauchen gerade auch aufgrund der aktuellen Krisenzeit eine gemeinsame Tatkraft.“ Ein klares NEIN äußert Köfer gegenüber weiteren, radikalen Forderungen der Minderheit: „Es wurde in den vergangenen Jahren sehr viel weitergebracht. Jetzt ist nicht der geeignete Zeitpunkt für weitere Forderungen.“

FPÖ-Darmann: „Unversöhnliche ‚Scharfmacher‘ sind bedauerlich“

In einer aktuellen Aussendung erklärt der Kärntner FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann: „Die Frage der zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten wurde nach jahrzehntelangen Konflikten unter dem freiheitlichen Landeshauptmann Gerhard Dörfler für immer gelöst. Für die Masse der Kärntnerinnen und Kärntner war und ist das Thema damit erledigt. Umso bedauerlicher ist es, dass einige Scharfmacher unter den Kärntner Slowenen wie Valentin Inzko weiter unversöhnlich sind und von einem ´abgekarteten Spiel´ sprechen. 10 Jahre Ortstafellösung ist trotz aller Bemühungen seitens der damaligen Verantwortlichen leider in den Köpfen mancher radikaler Nationalslowenen noch nicht angekommen, was ihre ständig neuen Forderungen zeigen.“ Darmann verweist dabei unter anderem auf Aussagen Inzkos gegenüber der APA, der Slowenisch als zweite Landessprache und als Anstellungserfordernis in Ämtern und Behörden in Südkärnten fordert.

Darmann erneuert langjährige FPÖ-Forderung

Darmann betont, dass der Europarat mehrfach bestätigt habe, dass die slowenisch-sprachige Minderheit in Kärnten zu den bestgeförderten Volksgruppen in Europa zähle. Umgekehrt wurde Slowenien aufgefordert, mehr für den Erhalt der deutschen Sprache zu tun. „Die Republik Österreich und das Land Kärnten haben ihre Hausaufgaben gegenüber der slowenischen Minderheit erfüllt. Umgekehrt gibt es leider noch immer eine viel zu geringe Unterstützung der Republik Slowenien für die dortige deutschsprachige Volksgruppe. Slowenien muss seine deutschsprachige Minderheit endlich in der Verfassung verankern und ausreichend unterstützen!“, erneuert Darmann die langjährige FPÖ-Forderung nach Anerkennung der Altösterreicher in Slowenien.

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