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So wie links am Bild sollte das Wasser bei der Altlast-Mülldeponie normalerweise aussehen. Hin und wieder nimmt es aber eine rostbraune Farbe an (rechts am Bild).
So wie links am Bild sollte das Wasser bei der Altlast-Mülldeponie normalerweise aussehen. Hin und wieder nimmt es aber eine rostbraune Farbe an (rechts am Bild). © Montage: 5min/KK

Land prüfte mögliche Umwelt-Gefährdung

Altlast-Müll­deponie: Rostbraunes Wasser sorgt für Aufsehen

Tschinowitsch/Maria Gail – In Tschinowitsch/Maria Gail wundert man sich aktuell immer wieder über eine rostfarbige Flüssigkeit, die aus der dortigen Altlast-Mülldeponie austritt. ÖVP-Stadtrat Christian Pober ließ die Sache vom Land prüfen und fordert nun eine Absicherung des betroffenen Gebiets.

 3 Minuten Lesezeit (439 Wörter) | Änderung am 26.04.2021 - 19.31 Uhr

Von 1971 bis 1982 wurde in Tschinowitsch/Maria Gail eine ehemalige Kiesabbaustelle mit rund 900.000 m³ unsortiertem Haus­müll und Bauschutt gefüllt. Besondere Abdichtungsmaßnahmen wurden damals keine getroffen.

Sicherungsarbeiten im Jahr 2007

Im Jahr 2007 erfolgten Sicherungsarbeiten bei der Altlast-Mülldeponie. Dabei wurde kontaminiertes Hangwasser aus der Altablagerung mittels einer Dichtwand von dem Talgrundwasserleiter getrennt. Weiters erfolgte die Errichtung einer, der Dichtwand vorgelagerten, Drainage zur Fassung und Ableitung des kontaminierten Hangwassers. Die Ergebnisse der damaligen Kontrolluntersuchungen zeigten, dass von der Altablagerung keine erheblichen Auswirkungen auf das Grundwasser mehr ausgingen und bestätigten somit die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen.

Pober: „Sorgen wurden an Landesbehörde weitergeleitet“

Trotzdem sei die Sorge bei vielen Kärntnerinnen und Kärntnern groß. „Besorgte Spaziergängerinnen und Spaziergänger und Anrainer haben auf Veränderungen bei der Altlasten-Deponie aufmerksam gemacht. Diese Sorgen habe ich sehr ernst genommen und gleich an die zuständige Landesbehörde weitergeleitet. Eine rasche Prüfung und Kontrolle wurde zugesagt!“, so Stadtrat Christian Pober (ÖVP)Die andersfarbige Flüssigkeit trete, laut Pober, vor allem bei starkem Regen auf. Auch Autoteile oder anderer Müll, wie etwa Fässer, sollen immer wieder aus dem Waldboden gedrückt werden.

Keine Gefahr für die Umwelt nachweisbar

Auf Pobers Anfrage hin, kam es vor wenigen Tagen zu einem Lokalaugenschein eines Sachverständigen vom Land Kärnten. Dabei konnten im besagten Bereich „Eisenausfällungen“ festgestellt werden, die durch den Luftzutritt des eisenhaltigen Wassers aus der Hangdrainage entstanden sind. Durch den Eisengehalt komme es zur rostbraunen Farbe des Wassers. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der chemischen Zusammensetzung des Wassers konnten jedoch, so die Informationen des Landes Kärnten, keine Belastungen, die eine Gefährdung für die Umwelt darstellen würden, nachgewiesen werden.

Bestätigt wurde vom Land Kärnten aber, dass im Bereich der Deponie schwer oder nicht verrottbare Abfälle, wie Autowracks und Metallfässer, aus dem Erdreich treten. Im Gutachten des Landes Kärnten heißt es: „Diese mögen für Spaziergeher kein schönes Bild abgeben, stellen aber innerhalb der gesicherten Altlast keine Gefahr für die Umwelt dar.“

Pober: „Areal darf nichtmehr frei zugänglich sein“

„Auch wenn die Altlast in Tschinowitsch für die Natur keine große Gefahr darstellt, so ergibt sich zumindest für Mensch und Tier ein erhebliches Gefahrenpotential. Für spielende Kinder, Hunde und wilde Tiere muss hier zumindest ein Zaun errichtet werden. Die Gefahrenquellen sind zu groß um dieses Areal frei zugänglich zu lassen!“, so Pober abschließend.

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ÖVP-Stadtrat Christian Pober fordert, das Areal der Altlast-Mülldeponie besser abzusichern.

ÖVP-Stadtrat Christian Pober fordert, das Areal der Altlast-Mülldeponie besser abzusichern. - © ÖVP Villach

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