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Politik - Klagenfurt
© Uniwirt

Hilferuf eines Klagenfurter Lokals

Zwangsräumung droht: UniWirt kämpft um „Spiel­platz-Lösung“

Klagenfurt – Mit 19. Mai darf die Gastronomie endlich wieder aufsperren - eigentlich ein Grund zur Freude. Doch dem UniWirt wurde ein weiterer Stein in den Weg gelegt. "Die Stadtverwaltung zwingt uns, unseren Spielplatz zu verlegen", kritisiert Betreiber Alexander Präsent. ÖVP-Clubobfrau Julia Löschnig nimmt den Hilferuf des Lokals ernst und möchte helfen. 

 3 Minuten Lesezeit (464 Wörter) | Änderung am 28.04.2021 - 14.56 Uhr

Die Klagenfurter Gastronomiebetriebe bereiten sich momentan wahrscheinlich alle auf die angekündigte Wiedereröffnung im Mai vor. Das beliebte UniWirt Lokal am Nautilusweg 11 hat derzeit aber zusätzlich noch mit anderen Hürden zu kämpfen. „Als ob die Zeiten nicht ohnehin herausfordernd genug wären, zwingt uns die Stadtverwaltung nicht nur unser Grillhaus zu versetzen sondern auch unseren Spielplatz zu verlegen“, teilt Betreiber Alexander Präsent im Gespräch mit 5 Minuten mit.

Zwangsräumung droht

So müsse die Spielstätte vor dem Lokal laut der Stadtverwaltung ins Garteneck weichen. Auch die umschließende Naturhecke müsse auf 25 Zentimeter gekürzt werden. Das Grillhaus solle ebenfalls umgestellt werden. „Hier soll laut den Verantwortlichen nämlich ein ′Platz der Begegnung′ entstehen. Der Spielplatz, besonders der hohe Turm, ist dabei wohl ein Dorn im Auge“, erzählt Präsent. Ein Ultimatum sei bis Ende Juni gesetzt worden. „Ansonsten droht die Zwangsräumung!“, sorgt sich der Betreiber.

Wirt kämpft gegen „Willkür“

In vielerlei Hinsicht hält der Gastronom das Vorhaben aber für willkürlich. „Es macht nicht viel Sinn, den Spielplatz zu verlegen und noch näher zur Straße zu stellen. Wir möchten nach Monaten der auferlegten Schließung unseren Gästen wieder einen gemütlichen Platz bieten. Dazu gehört auch, seine Kinder am Spielplatz zu sehen“, erklärt Präsent. „Davon abgesehen würde es tausende Euro kosten, den Spielplatz abzubauen nur um ihn ein paar Meter weiter wieder aufzustellen.“

Petition: „Brauchen eure Unterstützung“

Um gegen die Umstände vorzugehen, rief das Lokal kürzlich eine Petition ins Leben. „Wir haben bereits viele Stammgäste und Anrainer befragt, niemanden stört der Spielplatz“, so Präsent. Rund 230 Unterschriften hat die Petition bereits. „Wir wehren uns und brauchen eure Unterstützung“, so der Gastronom.

„Gemeinsam Lösung finden“

Auch aus der Politik wurde bereits erste Unterstützung zugesagt. ÖVP-Clubobfrau Julia Löschnig nimmt den Hilferuf des Lokals ernst. „Gemeinsam in einer Stadt zu leben, bedeutet auch gemeinsam Lösungen zu finden. Im Großen wie im Kleinen. Mitten in einer Pandemie wird ein ohnehin gebeutelter Gastronom – in diesem Fall der Klagenfurter UniWirt – noch zusätzlich mit einer Strafe bedroht, weil der Kinderspielplatz umziehen soll. Das können wir als Stadt freundlicher, empathischer und smarter. Wir kümmern uns drum“, sagt Löschnig.

Update: Lokalaugenschein veranlasst

Nun reagierte auch Bürgermeister Christian Scheider auf den Fall: „Ich habe mich heute eingeschaltet und sofort einen Lokalaugenschein der Stadtplanung, der Straßenbauabteilung, des Magistratsdirektors und der betroffenen Bürgerinnen und Bürger veranlasst. Als Stadt Klagenfurt ist es uns wichtig, gemeinsame Lösungen zu finden bei denen niemand auf der Strecke bleibt. Das werden wir auch im vorliegenden Fall tun.“

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