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Wirtschaft - Klagenfurt
Auf dieser Fläche wird das neue Hallenbad - sollte alles wie geplant laufen - gebaut werden.
Auf dieser Fläche wird das neue Hallenbad - sollte alles wie geplant laufen - gebaut werden. © F. Miklautz

Kosten bereits bei 50 Millionen Euro

Neues Hallenbad: Nun mischt auch Kollitsch mit

Klagenfurt – Wie nun bekannt wurde, soll die Porr beim Hallenbad-Neubau nicht alleiniger Partner der Stadt Klagenfurt sein: Wie der neue Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) auf Anfrage von 5 Minuten bekannt gab, ist auch Günther Kollitsch vom gleichnamigen Bauunternehmen mit im Boot.

 4 Minuten Lesezeit (565 Wörter) | Änderung am 30.04.2021 - 13.56 Uhr

Von Franz Miklautz. Eilig war Ende Oktober des Vorjahres eine Pressekonferenz einberufen worden. Thema: Das neue Hallenbad auf den sogenannten Rohrergründen gegenüber dem Minimundus. Es werde nun fix gebaut, der Innovationspartner dafür sei gefunden, eröffnete die damalige Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) den anwesenden Journalisten. Zum Zug kommen sollte der Bauriese Porr. Am Podium auch die damaligen Koalitionspartner Markus Geiger (ÖVP) und Frank Frey (Grüne). Auf die Frage aber, woher das Geld dafür kommen sollte – immerhin prognostizierte 42 Millionen Euro -, kam das Podium ins Trudeln. Offenbar stand damals noch nicht final fest, wie die Finanzierung des Neubaus aussehen werde.

Vertrag ließ Fragen offen

Wie nun bekannt wurde, soll die Porr beim Neubau aber nicht alleiniger Partner der Stadt Klagenfurt sein: Wie der neue Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) auf Anfrage von 5 Minuten bekannt gab, ist auch Günther Kollitsch vom gleichnamigen Bauunternehmen mit im Boot. Scheider verschaffte sich nach seiner Wahl einen Überblick über das Hallenbad-Projekt, das er von seiner Vorgängerin geerbt hatte. Die ehemalige Stadtregierung hatte mit der Porr einen Vertrag ausgehandelt, der einige Frage offen ließ. Die möchte Scheider nun offenbar festzurren, um mit dem Bau in die Gänge zu kommen. “Kollitsch wird neben der Porr als regional verankerter Partner unterstützend für die Stadt dabei sein”, erklärt Scheider. Er ließ die Stadtsenatsmitglieder unlängst direkt von der Porr, von Kollitsch und von den Stadtwerken über das Projekt informieren.

Kosten bereits bei fast 50 Millionen

Was genau Kollitschs Part am Hallenbad-Neubau sein wird, scheint noch unklar, zumal auch Günther Kollitsch für eine Stellungnahme nicht erreichbar war. Was hingegen bereits als klar erscheint: Dass die 42 Millionen nicht halten werden. “Wir stehen derzeit bei 48 bis 50 Millionen an Kosten”, sagt Scheiders Büroleiter Patrick Jonke. Und das allein schon wegen der nötigen Indexanpassungen. Bedenkt man, dass das Bad erst 2024 öffnen soll, wird der Preis wohl weiter steigen.

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Die Rohrergründe

Die Rohrergründe - © F. Miklautz

Wirbel um Rohrergründe

Was außerdem noch als fix gilt: Der Standort. “Wir halten an den Rohrergründen fest”, sagt Jonke. Auch die Frage, ob die Finanzierung nun geklärt sei, beantwortet Jonke mit Ja. Derzeit sei man beim Sichten von Angeboten, “die Zinsen sind niedrig, das ist gut für uns”. Um besagte Rohrergründe war 2019 ein Wirbel ausgebrochen. Kollitsch hatte die Gründe mit einer seiner Firmen – der Portam Bauträger GmbH – der Rohrer-Eigentümergemeinschaft abgekauft. Knapp 20.000 Quadratmeter um sechs Millionen Euro – offiziell. Denn wie später bekannt wurde, verhandelte sich eine der Eigentümerinnen separat etwas unter einer Million Euro extra heraus. Zum Drüberstreuen musste die Stadt auch noch Kollitsch mit 895.000 Euro bedenken, dass dieser ihr letztliche die Portam GmbH weiterverkaufte, in der die Gründe lagen. In Summe gab der Steuerzahler also gut acht Millionen Euro für die Wiese aus – untermauert durch ein umstrittenes Gutachten. Kollitsch setzte den Verkauf letztlich auch noch unter die Bedingung, eine Option auf den Park-&Ride-Parkplatz beim Fernheizkraftwerk von der Stadt zu bekommen. Bei Inanspruchnahme bekommt er die Liegenschaft um 2,75 Millionen Euro.

Der Autor

Der Klagenfurter Franz Miklautz ist als Investigativjournalist tätig. Unter anderem betreibt er die Plattform mediapartizan.at, auf der er regelmäßig Missstände aufdeckt. Er war nominiert für den Literaturpreis Wartholz VII und ist Gewinner des “Erostepost”-Literaturpreises 2014.

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