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Politik - Kärnten
© Pixabay

"Endlich Rechtssicherheit für die Bauern"

Lösung für Siloballen-Lagerung gefunden

Kärnten – Für die bewilligungsfreie Lagerung von Silageballen und Rundholz wurde am Freitag eine Lösung gefunden. Eine Zwischenlagerung soll sich auf eine Mahdperiode beschränken. 

 3 Minuten Lesezeit (377 Wörter)

Auslösendes Ereignis rund um die Diskussion der Silageballen war eine Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts. Konkret ging es um die Zwischenlagerung von Silageballen in der freien Landschaft. Die Silageballen haben als Winterfutter für die Tiere traditionell eine große Bedeutung für die kleinstrukturierte bäuerliche Landwirtschaft in Kärnten. Um eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten möglich zu machen, wurde gemeinsam durch Umweltlandesrätin Sara Schaar und Agrarlandesrat Martin Gruber zu mehreren runden Tischen geladen und eine externe Rechtsexpertise eingeholt.

Zwischenlagerung auf eine Mahdperiode beschränken

„Man hat sich darauf geeinigt, dass sich eine Zwischenlagerung auf eine Mahdperiode beschränken soll. Grundsätzlich sollen Silageballen somit binnen Jahresfrist verfüttert bzw. vom Feld verbracht werden und vordringlich so abgestellt werden, dass sie das Landschaftsbild so wenig wie möglich beeinträchtigen“, erklärt Schaar.

„Durch diese Zwischenlagerungszeit für die Silageballen haben die bäuerlichen Betriebe nun eine praktikablere Möglichkeit, ihr Futter für den kommenden Winter auch in der freien Landschaft bewilligungsfrei aufzubewahren, wie es seit Jahrzehnten im Rahmen einer zeitgemäßen, bäuerlichen Landwirtschaft in Kärnten üblich ist“, so Gruber.

Ist es notwendig über die Jahresfrist hinaus Silageballen in der freien Landschaft zu lagern, ist bei der Bezirksverwaltungsbehörde ein Ansuchen um eine Bewilligung für einen Lagerplatz zu stellen.

Köfer: „Heuballen-Chaos endlich beendet“

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer kämpfte bereits seit über einem Jahr für eine praxisnahe Regelung: „Was bisher abgelaufen ist, war eine Schikane und bürokratischen Unsinn.“ Köfer: „Es ist gut und richtig, dass dieser bürokratische Wahnsinn, der den Landwirten das Leben noch schwerer gemacht hat, nach einem Jahr endlich vom Tisch ist.“ Der Team Kärnten-Chef verweist auch auf eine Landtagsinitiative, die er – diese Causa betreffend – gestartet habe.

FPÖ: „Endlich Rechtssicherheit für die Bauern“

LK-Vizepräsident Manfred Muhr von der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft Kärnten begrüßt die präsentierte Lösung: „Ich weiße darauf hin, dass wir diejenigen waren, die das Thema vor einem über einem Jahr angestoßen haben. Auch für die Rundholzlagerung wurde eine Lösung mit der bewilligungsfreien Lagerung für die Dauer von zwei Jahren getroffen. Endlich herrscht nun Rechtssicherheit für unsere heimischen Land- und Forstwirte!“

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