fbpx

Zum Thema:

07.05.2021 - 06:25Das hatten die zwei Bürgermeister zu besprechen25.04.2021 - 09:58Ausgangs­beschränkung fällt: Mit so vielen Personen darfst du dich wieder treffen24.04.2021 - 09:17Maibaum­aufstellen: 1.-Mai-Feiern heuer nicht erlaubt11.04.2021 - 20:05Treffener Bürgermeister und Gemeinderat angelobt
Leute - Villach
© Christof Seymann

Täter sollen sich stellen

Wut über ge­fallenen Maibaum: „Mutwillige Zer­störung ist kein Brauchtum“

Treffen – Am Samstag war der Ärger in Treffen bei Villach groß, als man den frisch aufgestellten Maibaum umgesägt am Boden fand. Der Kärntner Landtagsabgeordnete Christof Seymann (SPÖ) machte seiner Wut auf Facebook Luft. 

 2 Minuten Lesezeit (305 Wörter) | Änderung am 03.05.2021 - 14.00 Uhr
Normalerweise funktioniert das Brauchtum so, dass ein Maibaum aufgestellt und dann über Nacht bewacht wird. Wird der Baum dennoch geklaut, kann man ihn gegen eine Ablöse zurückgewinnen. In Treffen lief das dieses Jahr aber ein wenig anders: Der Baum war Weg und keine Spur von den Tätern. Das Einzige was bleibt sind die Kosten, die die Aktion verursacht hat.

„Wagt euch aus der Deckung ihr Feiglinge“

„Man muss sich schon an die Regeln halten und mutwillige Zerstörung ist kein Brauchtum“, meint Seymann gegenüber 5 Minuten. Am Samstag war seine Wut noch deutlich größer: „A.. löcher nicht einmal in schwierigen Zeiten wie jetzt habt ihr den Respekt den Menschen kleine Freuden zu gönnen, Wagt euch aus der Deckung ihr Feiglinge, um es zu regeln, wie es üblich ist, nämlich den Schaden zu ersetzen“, schreibt er auf Facebook.

Wache derzeit gar nicht möglich

Der SPÖ-Politiker gibt zudem zu bedenken: „Zu Zeiten von Ausgangsbeschränkungen ist das ‚Bewachen des Maibaums‘ ja gar nicht möglich„. Außerdem sei die Aktion in seinen Augen derzeit „keine Gaude“. „Die SPÖ wollte mit dem Aufstellen des Maibaums den Menschen eine Freude bereiten, wenn wir ihnen schon kein Fest bieten können“, erklärt Seymann. Seiner Meinung nach sollten die Täter Mut zeigen, zu ihrem nächtlichen „Spaß“ stehen und die Kosten dafür übernehmen.

Frieden in Sicht?

Inzwischen haben sich die Wogen ein wenig geglättet. Trotzdem möchte Seymann noch einmal festhalten: „Wenn schon sollte man ja auch, den Baum aus dem Nachbarort klauen und nicht den eigenen“. Er vermutet nämlich das die Täter ebenfalls aus Treffen stammen. Inzwischen soll sogar eine Art „Friedensangebot“ oder „Ablöse“ ausgehandelt werden. „Wahrscheinlich geht es darum gemeinsam ein Bier zu trinken oder Ähnliches“, erklärt der SPÖ-Politiker abschließend.
ANZEIGE