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© ÖWR Kärnten/E. Rassinger

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Neuer Tauchroboter unterstützt ab sofort die Wasserrettung

Kärnten – Investition in mehr Sicherheit unter Wasser und effiziente Einsatzabwicklung – die Einsatztaucher der Kärntner Wasserrettung bekommen technische Unterstützung.

 2 Minuten Lesezeit (324 Wörter) | Änderung am 03.05.2021 - 11.53 Uhr

Die Österr. Wasserrettung (ÖWR), Landesverband Kärnten verfügt seit Kurzem über einen Tauchroboter (ROV, Engl. remotely operated underwater vehicle) des Typs NAVYSUB T2, welcher für die Personensuche, Ortung und Bergung von versunkenen Sachgütern sowie auch für Arbeiten unter Wasser genutzt werden kann.

Bis zu 200 Metern Tiefe

Der Tauchroboter ist für eine Tauchtiefe bis zu 200 Meter geeignet und mit Zielerfassungssonar, Laserpointer und einem Zangengreifer ausgestattet. Der Zangengreifer ist auch stark genug ausgeführt, um damit auch Personenbergungen durchzuführen. Das kabelgebundene Tauchfahrzeug wird dabei von einem Kontrollstand an Bord eines Einsatzbootes oder vom Ufer aus gesteuert und überträgt hochauflösende Videobilder in Echtzeit.

60 Einsatz-Taucher

Nachdem die Einsatztiefe und -zeit der Taucher u.a. aufgrund von tauchmedizinischen Parametern limitiert ist und auch die Ressourcen nur begrenzt zur Verfügung stehen, ist der Tauchroboter eine wertvolle Unterstützung. Die ÖWR Kärnten verfügt aktuell über 60 Einsatztaucher, die vorwiegend bei Suchaktionen von ertrunkenen Personen zum Einsatz kommen. Mit dem neuen ROV ist es nun möglich, deutlich länger und unabhängig von Zeit und Tiefe zu operieren.  Im August 2019 ereignete sich z.B. am Millstätter See ein tragischer Badeunfall. Ein Urlaubsgast war beim Schwimmen untergegangen. Die Unterwassersuche durch Einsatztaucher gestaltete sich als sehr anspruchsvoll, da der See dort über eine steil abfallende Geländekante verfügt. Nach fast zweiwöchiger Suche konnte die Person schließlich von einem Tauchroboter der Wasserrettung St. Johann/Pong. (ÖWR LV Salzburg) rund 140 Meter vom Ufer entfernt in 94 Meter Tiefe geortet und geborgen werden.

Einschulung

Da die Führung dieses Unterwasserfahrzeugs große Übung erfordert, erfolgte die Einschulung der ersten „ROV-Unterwasserpiloten“ der Wasserrettung bereits durch Firmeninhaber Mag. Wolfgang Falch (Sandy Air Corp. – Search and Recovery) am Wörthersee und Ossiacher See. Der Tauchroboter wird von der ÖWR Kärnten zentral stationiert und kann im Einsatzfall entsprechend zugezogen werden. Alle Fotos (c) ÖWR Kärnten/E. Rassinger.

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