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Leben - Kärnten
Ursula Luschnig von der Caritas lädt Menschen ein, sich bereits bei Anzeichen von
Gewalt helfen zu lassen. (Das Foto entstand vor der Pandemie.)
Ursula Luschnig von der Caritas lädt Menschen ein, sich bereits bei Anzeichen von Gewalt helfen zu lassen. (Das Foto entstand vor der Pandemie.) © Daniel Gollner/Caritas

Caritas leistest Präventionsarbeit

Hilfe bei ersten Anzeichen: “Gewalt in der Familie stoppen”

Kärnten – Die Caritas Kärnten, die seit Jahrzehnten Arbeit im Bereich häusliche Gewalt und Gewaltprävention leistet, rät Frauen und Männern, sich bereits bei ersten Anzeichen von Gewalt Hilfe zu holen: „Beratung und Therapie wirken!“

 2 Minuten Lesezeit (328 Wörter) | Änderung am 04.05.2021 - 22.15 Uhr

Betroffenheit und Trauer herrschen nach dem bereits neunten Frauenmord in Österreich in diesem Jahr. Caritasdirektor Ernst Sandriesser fordert vor diesem Hintergrund die Aufstockung der Fördermittel der Familienberatungsstellen. „Sie sind die erste Anlaufstelle für Frauen und Männer, die schon Gewalterfahrungen gemacht haben. Wie wir wissen, wirken Beratung und Therapie. Es braucht allerdings unbedingt mehr Hilfsangebote, personelle Ressourcen und Mittel, um dem Problem wirksam begegnen zu können.“

„Reden hilft“

Ursula Luschnig, Leiterin des Bereiches „Menschen in Krisen“ bei der Caritas Kärnten, nimmt den traurigen Vorfall des neunten Femizids zum Anlass, um Menschen zum genauen Hinsehen, Handeln und zum Benennen von Gewalt zu ermutigen. „Gewalt beginnt oft für viele unbemerkt. Erste Anzeichen können sein, wenn der Partner oder die Partnerin Verbote aufstellt, Handy und Terminkalender kontrolliert, nur noch schreit und ein Mensch versucht, den anderen zu beherrschen.“ Luschnig lädt Betroffene dazu ein, rechtzeitig, also bevor ein Konflikt eskaliert, Hilfe in Anspruch zu nehmen. – Und besonders dann, wenn es „gemeinsame Kinder gibt, die vor Gewalt in jeder Form geschützt werden müssen“. Die jahrzehntelange Erfahrung in der Arbeit mit Menschen habe immer wieder gezeigt, dass „Reden hilft“! Die Caritas mit ihren fünf Lebensberatungsstellen in Kärnten ist mit ihrer Beratung für Familien, Einzelpersonen und Paare freilich auch für Menschen da, die bereits Gewalt erlebt haben.

Gewalt in der Familie stoppen

Die Caritas hilft Opfern, arbeitet aber auch mit gewalttätigen Männern. Karlheinz Weidinger, Leiter der Caritas Männerberatung, sagt: „Eine Motivation für unser Tun war es immer, durch diese Arbeit einen Beitrag zum Opferschutz zu leisten und damit die Gewalt in der Familie zu stoppen.“ Die Mitarbeiter der Männerberatung bieten im Rahmen einer sogenannten opferschutzorientierten Täterarbeit in Kooperation mit dem Gewaltschutzzentrum Kärnten Anti-Gewalt-Trainings an. „Dabei ermutigen wir bereits gewalttätig gewordene Männer dazu, die eigene Ohnmacht zu benennen und Schritte in eine konstruktive Lösung ohne Gewalt zu gehen beziehungsweise die Gewalt zu beenden.“

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