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Leben - Villach
© KK

Am 12. Mai

Der Tag der Pflege regt zum Nachdenken an

Villach – Zum Tag der Pflege, der anlässlich des Geburtstages der britischen Krankenpflegerin Florence Nightingale gefeiert wird, erinnert die Pflegedirektorin des LKH Villach, Christine Schaller-Maitz, an die große Bedeutung der Berufsgruppe.

 3 Minuten Lesezeit (403 Wörter)

„Die Corona-Pandemie hat der Berufsgruppe der Pflege immense Herausforderungen abverlangt“, blickt Christine Schaller-Maitz, Pflegedirektorin am LKH Villach zurück auf die vergangenen 15 Monate. Sie ist sich sicher, dass sich die Herausforderungen und die Systemrelevanz für die Pflege auch in Zukunft nicht ändern werden. Grund ist die demografische Entwicklung und die steigende Lebenserwartung. „Diese Faktoren sind mit einem erhöhten Pflegebedarf verbunden. Wir werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mehr qualifizierte Fachkräfte brauchen. Dies allerdings vor dem Hintergrund, dass der Anteil der jungen Bevölkerungsgruppe sinken wird und weniger Menschen einen Pflegeberuf wählen.”

Ausbildung mit Zukunft

Laut einer Pflegepersonal-Bedarfsprognose des Bundesministeriums für Gesundheit aus dem Jahr 2019 wurden in Österreich 180.000 Personen, im September 2019, im Gesundheitsberuferegister erfasst. Eine Pflegepersonalbedarfsprognose geht von einem Mehrbedarf von 75.700 Personen im Jahr 2030 aus. Anlässlich des Tages der Pflege am 12. Mai weist Schaller-Maitz, die auch Präsidentin des Vereins CANDA (Carinthian Nurse Directors Association) ist, auf die vielen positiven Aspekte des Berufs hin: „Es handelt sich um eine moderne und vielseitige Ausbildung auf hohem Niveau mit Zukunft.”

Arbeit in der Pflege unverzichtbar

“Die Gesundheits- und Krankenpflege ist ein relevanter Bestandteil im Behandlungs- und Betreuungsprozessen. Das Berufsfeld erstreckt sich über verschiedene Versorgungsbereiche und Einsatzfelder. Die Betreuung und Versorgung beginnt beim Neugeborenen und reicht bis zu Menschen in hohem Alter. Die Einsatzbereiche erstrecken sich von Ambulanzen, Akut-Stationen, Sonderbereichen bis hin zu Pflegeeinrichtungen oder Hauskrankenpflege.“, sagt Schaller-Maitz. Zudem sei die „Arbeit in der Pflege unverzichtbar, denn keine Gesellschaft kann bestehen, wenn die Menschen, die darin leben, nicht gut betreut werden können.“

„Eine Ausbildung, ein Studium oder eine Umschulung sind möglich“

Ein weiterer positiver Aspekt: Egal zu welchem Zeitpunkt man sich im Leben für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet: Es gibt nahezu immer eine Möglichkeit, diesen Weg einzuschlagen. „Eine Ausbildung, ein Studium oder eine Umschulung sind möglich“, so die Pflegedirektorin, die betont, dass Gesundheits- und Krankenpfleger einen hochprofessionellen und eigenständigen Beruf ausüben.

“Pflegekräfte unterstützen Menschen in Krisen”

Das Erstellen von Pflegeplänen und Pflegekonzepten wird individuell angepasst und beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Pflegefachkräfte unterstützen Menschen in Krisen mit ihrer Fachkompetenz und schaffen so Lebensqualität. „Menschen in ihrer Krankheit zu begleiten, zu pflegen, Risiken zu erkennen, Fähigkeiten zu fördern und diese so lange wie möglich zu erhalten, sind Aufgaben und Tätigkeiten, die Hirn, Herz und Hand benötigen“, so die Präsidentin der CANDA.

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