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Leben - Kärnten
© pixabay

Auswirkungen von Corona:

Womit Schüler umgehen müssen und wie das Land helfen will

Kärnten – Die Corona-Pandemie hat alle Bereiche unseres Lebens getroffen, ganz stark vor allem auch Kinder, Jugendliche und Familien. Kärnten hat viele Angebote, um hier zu helfen.

 4 Minuten Lesezeit (593 Wörter)

Es sollen aber noch weitere geschaffen und vor allem soll der Zugang zu Hilfe und Unterstützung niederschwelliger gestaltet werden. Das betonten heute, Samstag, Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner in einer Pressekonferenz. Das Land will eine zentrale Stelle schaffen, welche die Menschen durch alle Hilfeleistungen lotsen soll. In den Schulen werden Dienstposten und Schulstunden für entsprechende Unterstützungs- und Fördermaßnahmen aufgestockt.

Aus Schüler und Lehrerperspektive

Am heutigen „Internationalen Tag der Familie“ präsentierten sie zudem mit Kinder- und Jugendanwältin Astrid Liebhauser die Ergebnisse einer Studie zu den Auswirkungen der Pandemie auf Kinder und Jugendliche. Neu an der Studie ist, dass es nicht um die Ich-Perspektive der Kinder und Jugendlichen gehe, sondern, dass man Lehrer nach deren Einschätzungen über Veränderungen bei den Schülerinnen und Schülern gefragt habe. Von den rund 70.000 Schülerinnen und Schülern in Kärnten würden demnach 9.000 besondere Aufmerksamkeit benötigen.

„Die Schere geht weiter auseinander“

Rückmeldungen von 1.281 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Schultypen seien eingeflossen. Gefragt habe man sie, welche Veränderungen bei Kindern und Jugendlichen ab der fünften Schulstufe in Bezug auf Unterricht, Leistung und psychologische Gesundheit wahrgenommen werden. So habe die Hälfte der Befragten eingeschätzt, dass es bei Anwesenheit, Pünktlichkeit, Erledigung von Arbeitsaufträgen oder der Qualität des zwischenmenschlichen Kontakts etwas oder viel schlechter geworden sei als vor der Pandemie bzw. den Lockdowns. Außerdem seien Leistungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Wissensstand und Lernmotivation kritisch eingeschätzt worden. Als besonders gefährdet würden die Pädagoginnen und Pädagogen Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status sehen. „Die Schere geht also weiter auseinander“, so Liebhauser.

Rückzug, Depression und Schlafprobleme

Laut Studie seien auch die intensive Mediennutzung der Schülerinnen und Schüler, depressive Stimmungen, sozialer Rückzug und Schlafprobleme genannt worden. 1,5 Schülerinnen und Schüler pro Klasse bzw. acht Prozent sehe man als schwer oder nicht mehr erreichbar. Einen hohen Bedarf an Unterstützung und Supervision hätten aber auch die Lehrerinnen und Lehrer für sich selbst angegeben.

Fördermaßnahmen im Schulbereich in drei Etappen

  • Die erste davon sei bereits mit Beginn des Schuljahres eingeleitet worden und umfasse zum Beispiel 50 zusätzliche Dienstposten, um ein effektives Distance Learning zu gewährleisten.
  • In der zweiten Etappe werden ab Montag laut Kaiser die Beratungslehrerinnen und -lehrer um zusätzliche 50 Stunden pro Woche aufgestockt. Für die CORONA-Förderstunden würden 63 Dienstposten dazukommen. Zudem werde die Bildungsdirektion beauftragt, alle vorhandenen Unterstützungssysteme auf COVID-Entlastungsmaßnahmen zu fokussieren. Eine zentrale Stelle werde den „Sozialraum Schule“ systematisch erheben.
  • Ab September solle es in der dritten Etappe zu einer weiteren Aufstockung bei den Beratungslehrerinnen und -lehrern kommen. Außerdem werde es zusätzliche Sprachfördermaßnahmen, die Fortführung der außerschulischen Lernförderung und den vorgezogenen Ausbau der Schulsozialarbeit geben.

Mobile Hilfe im Fokus

„Für die Ausweitung der Schulsozialarbeit wird das Land 600.000 Euro in die Hand nehmen“, so Kaiser. Ihm geht es darum, dass sämtliche Ebenen zur Unterstützung der Kinder, Jugendlichen und Familien ineinandergreifen. Das Land wolle vor allem auch auf zusätzliche mobile Angebote setzen: So werde ein mobiler Familiencoach eingerichtet, der in Familien beratend tätig wird, bevor die belastende Situation eskaliert. Weiters werden vier mobile Psychologinnen Familien, Betriebe und Lehrwerkstätten aufsuchen. Zielgruppe seien hier 14- bis 25-Jährige. Für die Altersgruppe der 0- bis Dreijährigen gebe es bereits die „Frühen Hilfen“, die man in Kärnten flächendeckend anbieten wolle.

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