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STARTSEITE > Kärnten > Aktuell Veröffentlicht am 25.06.2021, 12:52

Land will Impfrate weiter steigern

Mehr Impfstoff als Personen die sich impfen lassen wollen

Kärnten - Das Impfgremium des Landes Kärnten befasste sich heute, Freitag, mit der derzeitigen Impflage, den Impfstofflieferungen sowie der prognostizierten Entwicklung in Bezug auf die hochansteckende Deltavariante, von der man ausgeht, dass sie, wie in anderen europäischen Ländern auch in Österreich Fuß fassen wird.
von Carolina Kucher3 Minuten Lesezeit (433 Wörter)
Erstmals verfügt Kärnten nun über mehr Impfstoffe als Impfwillige auf der Vormerkplattform des Landes.

Erstmals verfügt Kärnten nun über mehr Impfstoffe als Impfwillige auf der Vormerkplattform des Landes. Diese noch rund 13.000 Personen sind zu ihrer ersten Impfung nun eingeladen. So stehen diese Woche rund 18.300 Impfdosen von Biontech/Pfizer und rund 5.500 von Moderna zur Verfügung, die Impfärzte im niedergelassenen Bereich können zudem rund 40.000 Astra-Impfdosen verabreichen. Die verfügbaren Impfdosen werden vom Land hauptsächlich für Zweitimpfungen verwendet.

Keine weiteren Deltavirus-Infizierten

Aufgrund der Deltavariante und ihrem unaufhaltsamen Voranschreiten, alleine durch die Reisetätigkeit, werden die Impfinterwalle zwischen Erst- und Zweitimpfungen beim Impfstoff Biontech nun verkürzt. Alle Menschen, die in der kommenden Kalenderwoche 26 ihre Erstimpfung verabreicht bekommen, erhalten drei Wochen später die Zweitimpfung. Bei allen bisherigen Erstimpfungen inkl. dieses Wochenendes bleibt das Intervall bei sechs Wochen. Nach der ersten Impfung baut sich ein rund 40 prozentiger Schutz gegen eine schwere Delta-Infektion auf und nach der Vollimmunisierung besteht der vom Hersteller angegebene Schutz auch gegen die Deltavariante. In Kärntens Abwässern wurde noch kein Deltavirus festgestellt (Stand Ende Mai), es ist bei den drei Infizierten geblieben.

Vor allem die 20 bis 45-Jährigen sollen angesprochen werden

Es bleibt daher die Vormerkplattform weiterhin für die Anmeldung von ab 16-Jährigen bestehen, zusätzlich wird die Impfschiene über die niedergelassenen Ärzte ausgebaut. Das Land startet, um die Impfrate weiter zu steigern, nächste Woche eine Kampagne über alle möglichen Medienkanäle. Angesprochen werden sollen vor allem die 20 bis 45-Jährigen. In dieser Altersgruppe ist aktuell die geringste Durchimpfung festzustellen. Umgekehrt werden bei den 15-24-Jährigen die häufigsten Infektionen gezählt, wenn auch schon auf sehr niedrigem Niveau. Das Hauptinfektionsgeschehen liegt mit über 50 Prozent der Fälle nach wie vor in privaten Haushalten, aber auch bereits zu über 17 Prozent bei Reiserückkehrern.

Drogenambulanzen und Asylquartiere bekommen Johson&Johnson

Zusätzlich wird das Land Impfungen in den Drogenambulanzen und Asylquartieren ab nächster Woche anbieten und durchführen. Aufgrund der Frequenz bzw. Fluktuation dort, wird der Impfstoff von Johnson&Johnson angewendet werden, bei dem nur eine Impfung nötig ist. Insgesamt wurden in Kärnten bis dato 464.303 Impfdosen verabreicht, 179.303 davon sind Zweitimpfungen. Über 56 Prozent der impfbaren Bevölkerung ab 12 Jahren hat damit zumindest den ersten Stich erhalten.

Genesene warten auf den Grünen Pass

Da Genesene mit einer Impfung nach wie vor auf die Ausstellung eines Grünen Pass warten, die Nachfrage vor allem auch wegen der Urlaubszeit steigt, haben die Experten im Impfgremium aber auch auf Bundesebene folgendes festgehalten. Genesene mit nur einer Impfung können die zweite Impfung bei niedergelassenen Ärzten durchführen lassen, wenn sie es unbedingt möchten.

Veröffentlicht am 25.06.2021, 12:52
Artikel-UPDATE am 25.06.2021, 14:15
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