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STARTSEITE > Klagenfurt > Wirtschaft Veröffentlicht am 22.07.2021, 08:48

Anrainer fürchten gesundheitliche Auswirkungen

Protest gegen 5G-Antennen­mast in Pörtschach: FPÖ fordert Transparenz bei Ausbauplänen

Pörtschach - Ein geplanter 5G-Antennenmasten sorgt bei den Bewohnern von Pörtschach für Ärger. Heute, am 22. Juli um 9 Uhr, soll eine Bauverhandlung für besagten Masten stattfinden.
von Sarah Oschounig3 Minuten Lesezeit (372 Wörter)
Wenige Meter entfernt, steht bereits dieser 5G-Antennenmast.

Am Donnerstag, dem 22. Juli um 9 Uhr, soll eine Bauverhandlung für einen geplanten 5G-Antennenmasten stattfinden. Der rund 40 Meter hohe Funkmast soll im letzten innerörtlichen Waldgebiet, dem „Vogelwaldl“, nahe einem der am dichtesten besiedelten Gebiete von Pörtschach errichtet werden. Manche Anrainer befürchten gesundheitliche Auswirkungen, andere besorgt eine drohende Wertminderung ihrer Wohnung durch den 5G-Masten. „Einigkeit herrscht in der Kritik an mangelnder Information hinsichtlich des 5G-Bauprojekts seitens der Bürgermeisterin“, erklärte Florian Pacher, FPÖ-Gemeindevorstand, an den sich mehrere verärgerte Anrainer wandten. Als Gemeinderatsmitglied habe er rechtlich jedoch keinerlei Akteneinsicht in das Bauvorhaben, denn dieses falle ausschließlich in den Kompetenzbereich der Bürgermeisterin als Baubehörde I. Instanz.

Wenige Meter entfernt weiterer 5G-Antennenmasten

Gerade weil es ein Thema sei, bei dem es viele offene Fragen gäbe, „braucht es dringend transparentere Informationen zu den 5G-Ausbauplänen für die Betroffenen, und zwar schon bevor gebaut wird sowie unabhängig von der formellen Parteienstellung. Die umliegenden Anrainer werden hier leider sowohl von der Gemeinde als auch vom Bauwerber einfach vor vollendete Tatsachen gestellt“, kritisierte Pacher. Im vorliegenden Fall komme erschwerend hinzu, dass nur wenige Meter entfernt bereits ein weiterer 5G-Antennenmast bestehe, allerdings von einem anderen Anbieter. „Die Nachbarschaft sieht nicht ein, warum sich die beiden 5G-Betreiber nicht auf einen Masten einigen können und sie deshalb in einer ‚10G-Siedlung‘ leben müssen”, fasste Pacher einige der Kritikpunkte der Anrainer zusammen.

“Bau eines 5G-Masten leider lukrativer”

Bereits im Jahr 2020 wurde der geplante 5G-Mast intensiv diskutiert. Damals wurde die weitere Abwicklung seitens der Bürgermeisterin an eine positive Stellungnahme der Ortsbildpflegekommission des Landes Kärnten geknüpft. „Bereits im November 2020 lag eine negative Stellungnahme dieses Gremiums vor und es wurde die Suche nach einem anderen Standort empfohlen. Trotzdem wird offensichtlich an der ursprünglichen Umsetzung festgehalten”, so Pacher, für den auch eine geringfügige Reduktion der Masthöhe keine sinnvolle Lösung im Sinne des Ortsbildes darstelle. „Ursprünglich wurde die Kultivierung des bestehenden Wanderwegs und die Errichtung einer Aussichtsplattform angekündigt. Das wäre ein echter Mehrwert für Pörtschach, aber der Bau eines 5G-Masten dürfte leider lukrativer sein“, so Pacher, der damit auch die Enttäuschung der Bevölkerung über den Grundeigentümer in Worte fasste.

Veröffentlicht am 22.07.2021, 08:48
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