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STARTSEITE > Klagenfurt > Wirtschaft Veröffentlicht am 22.07.2021, 21:53

Gutachten soll Mängel aufgezeigt haben:

Paukenschlag: Hallenbad vor Schließung?

Klagenfurt - Während die Stadt Klagenfurt gerade 50 Millionen Euro für das neue Hallenbad gegenüber dem Minimundus aufnimmt, soll es um das alte Hallenbad in der Gasometergasse einen Paukenschlag geben: Insider berichten von einem Gutachten, das der "alten Dame" schwerwiegende Statikprobleme attestiert.
von Franz Miklautz 2 Minuten Lesezeit (278 Wörter)Exklusiv

Das geht soweit, dass angeblich sowohl die Stadtoberen als auch die Stadtwerke (STW) ernsthaft darüber nachdenken, das Hallenbad im Herbst nicht mehr aufsperren zu können. Dabei sollen Haftungsgründe, sollte also etwas passieren, eine große Rolle spielen.

Dem Vernehmen nach ist von den STW nach dem ersten noch ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben worden. Um auf Nummer sicher zu gehen. Doch die Chance, das fast 50 Jahre alte Gebäude weiterhin am Leben zu erhalten, soll indes überschaubar sein. STW-Vorstand Erwin Smole dementiert eine Einsturzgefahr und bestätigt lediglich, dass “wir den Statiker im Haus haben. Es gibt Materialproben”. Es sei das gleiche Procedere wie bei allen anderen “alljährlichen Kontrollen” des Hallenbads. Dem allerdings stehen Stimmen von Informanten aus dem Magistrat gegenüber, die sagen, dass das Hallenbad aufgrund der Probleme heuer “sicher nicht aufsperren wird”.

Pläne für Vitalbad könnten in Gefahr geraten

Nun ist die Stadtregierung in Bredouille. Sollten die Kosten für eine mögliche Generalsanierung des alten Hallenbads in der Gasometergasse in die Millionen gehen, könnte das Vitalbad beim Minimundus in Gefahr geraten. Denn das soll erst Ende 2024 aufsperren. Dort sollen wie gesagt 50 Millionen investiert werden. Aufgrund der Budgetknappheit der Stadt wird man sich aber höchstwahrscheinlich eine Doppelgleisigkeit nicht leisten können: Eine Sanierung des alten Bads um Millionen und der Bau des neuen Bads um 50 Millionen Euro würde vermutlich alle Grenzen sprengen. Was zur Überlegung führen könnte, das Vitalbad fallen zu lassen. Um in der Gasometergasse ein “normales” und nicht überdimensioniertes Familienbad zu bauen. Doch ersten Nachfragen zufolge, will man am Vitalbad festhalten: “Dort sind wir schon zu weit”, so ein Involvierter.

Der Autor

Der Klagenfurter Franz Miklautz ist als Investigativjournalist tätig. Unter anderem betreibt er die Plattform mediapartizan.at, auf der er regelmäßig Missstände aufdeckt. Er war nominiert für den Literaturpreis Wartholz VII und ist Gewinner des “Erostepost”-Literaturpreises 2014.

Veröffentlicht am 22.07.2021, 21:53
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