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STARTSEITE > Kärnten > Wirtschaft Veröffentlicht am 24.07.2021, 08:00

Baukultur hervorheben

Neu: Bauarchiv Kärnten öffnet sich

Kärnten - Im Architekturhaus Kärnten konnte vor kurzem Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser das Jahr der Baukultur in Kärnten gleich mehrfach hervorheben. Zum einen konnte Kaiser die Ausstellung Felix Orsini-Rosenberg zu „Architektur – Ein kultureller Auftrag….“ mit dem Obmann des Bauarchivs Kärnten, Peter Nigst, präsentieren. Zum anderen stellte sich erstmals das Bauarchiv Kärnten öffentlich vor.
von Carolina Kucher3 Minuten Lesezeit (450 Wörter)

„Mit dieser Ausstellung wird die Architekturlandschaft des Landes untermauert und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Einmal mehr wird Architekturgeschichte sichtbar, einmal mehr wird das Bauwesen in der Kulturszene aufgenommen“, betonte der Kulturreferent. Mit dem Schwerpunkt des Baukulturjahres 2021 wolle auch das Land die Architektur, den Bau, das Bauwesen in den Vordergrund der Betrachtung rücken, denn immerhin prägt laut Kaiser die Baukultur ein Land und prägt eine Baukultur-Geschichte weitere Entwicklungen.

“Blick über den Tellerrand”

Ausgewählte Inhalte aus dem Nachlass von Felix Orsini-Rosenberg, ein Film sowie ein Fotoessay von Gerhard Maurer werden in einer Ausstellung im Architektur Haus Kärnten gezeigt. Orsini-Rosenberg zählte zu den prägendsten Personen, die zu einer aufgeschlossenen Denkweise über Architektur und ihre Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg in Kärnten beitrugen. „Er wirkte auch über den regionalen Bereich hinaus in seiner stets auf wesentliche kulturelle Inhalte ausgerichteten, zugleich bescheidenen, menschbezogenen Haltung als gedanklicher Orientierungspunkt“, erklärte Nigst. Für die Entwicklung der modernen Architektur in Kärnten sei Felix Orsini-Rosenberg maßgeblich tätig gewesen. „Der Blick über den Tellerrand, die Freiheit des Geistes , der Überblick – dieses so einfache und doch so unendlich große Vermächtnis wird von ihm bleiben!““, so Nigst.

Archiv soll digitalisiert werden

Mit dem heutigen Tag ist das Bauarchiv Kärnten, an dem seit 2016 gearbeitet wurde, öffentlich. „Die Entstehung von Bauwerken öffentlich zu machen, sämtliche Betrachtungen, von der Planung bis zur Umsetzung, der Forschung zur Verfügung zu stellen, sie zu sammeln und sicherzustellen, sind die Hauptaufgaben des Bauarchivs. Eine weitere Aufgabe wird es sein, das Archiv zu digitalisieren, um es zu bewahren, um es noch leichter und breiter zugänglich zu machen“, hielt Kaiser fest.

Das Bauarchiv Kärnten wurde 2016 als gemeinnütziger Verein gegründet und soll zu einer öffentlich zugänglichen Forschungs- und Sammlungsstätte für Kärnten und seiner Baukultur-Geschichte entwickelt werden. Vordringliche Aufgabe ist die Sicherung und Bearbeitung von Nachlässen sowie Vorlässen von Architektinnen und Architekten und die Forschung an Planunterlagen mit Kärnten Bezug.

Förderung der Kulturabteilung

Das Archiv soll inhaltlich eine aktive Rolle spielen und zur Bewusstseinsbildung über die Qualitäten bestehender Bauten und Konzepte wie der Nachkriegsmoderne und des regionalen Bauens beitragen. Möglich wird das unter anderem durch eine Förderung der Kulturabteilung des Landes Kärnten. Langfristig soll damit wertvolles Wissen für den Diskurs über die jüngere Baugeschichte des Landes gespeichert und zugänglich gemacht werden. „Sinnvolle künftige Entwicklung braucht die Erinnerung, auch an zurückliegend Gedachtes, das sich an Werten orientierte, die heutzutage scheinbar vergessen sind. Erkennen und Weiterdenken sind Kultur tragende Elemente. In diesem Sinn ist ein Archiv für Baukultur zur Selbstfindung essenziell“, sagt Nigst.

Veröffentlicht am 24.07.2021, 08:00
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