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STARTSEITE > Graz Veröffentlicht am 20.08.2021, 12:20

Du bist nicht allein!

Mental Health – die Psycho­logische Studenten­beratung bietet kostenlose Unterstützung

Graz - Die PSB Graz unter der Leitung von Dr. Kurt Fink offeriert Studierenden kostenlose psychologische Betreuung, Psychotherapie sowie verschiedene Gruppenangebote. Bei einem unverbindlichen Erstgespräch können die Themen und auch das weitere Vorgehen besprochen werden.
von Elisa Auer5 Minuten Lesezeit (693 Wörter)
Das Team der PSB Graz berät Studierende bei ihren Problemen.

Psychische Gesundheit – ein Thema dem bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Es sind zudem nicht nur langjährige Berufstätige, die unter Überlastung, Stress und Angststörungen leiden, auch junge Leute haben vermehrt mit psychischen Belastungen zu kämpfen. Besonders die Einschränkungen der Corona-Pandemie treffen diese Altersgruppe nachhaltig, gerade Erstsemestrige leiden unter den sozialen Einschränkungen. Die Online-Lehre erschwert es zudem, Anschluss zu finden und sich mit seinen Kommilitonen und Kommilitoninnen auszutauschen, womit Studierenden ein elementarer Bestandteil des universitären Alltags verwehrt wird. Wohin sich also wenden, wenn
sich die Folgen der Isolation oder einer Orientierungslosigkeit bemerkbar machen?

Auch Gruppenkurse werden angeboten.
Dr. Kurt Fink ist der Leiter der PSB Graz.

Unterschiedliche kostenlose Angebot für Studierende

Dr. Kurt Fink ist Leiter der Psychologischen Studierendenberatung Graz, welche Studierenden die Möglichkeit bietet, kostenlose Hilfe bei den verschiedensten Problemen in Anspruch zu nehmen. Die PSB offeriert zudem ein anonymes Setting, die Anmeldung zu einem Ersttermin erfolgt via E-Mail, alles Weitere klärt sich im Gespräch. „In erster Linie richtet sich das Angebot an Studierende. Auch zwischen Matura und Studienbeginn ist eine Sitzung bezüglich der Studienwahl möglich. Diese dient für jene Altersgruppe aber nur zur Orientierung, für Studenten und Studentinnen ist das Angebot viel breitgefächerter“, äußert sich Dr. Fink in Bezug auf die verschiedenen Beratungs- und Therapieoptionen der PSB. Beim Erstgespräch geht es zunächst einmal um ein vorsichtiges Herantasten an die Problematiken und Themen. Es gilt folglich zu eruieren, was die Person im Rahmen der Betreuung behandeln will beziehungsweise, ob dafür überhaupt eine langfristige Therapie notwendig ist. „Manchmal sind die Dinge mit dem ersten Gespräch auch erledigt. Wenn mehrere Einheiten benötigt werden, ist das natürlich auch möglich. Da wir aber versuchen, all jenen, die anfragen, einen Termin zu geben, kann es zu längeren Wartezeiten kommen“, erklärt der Leiter
der PSB Graz.

Bei bestimmten Fällen oder intensiver Langzeittherapie wird an entsprechende Stellen verwiesen

Betreut und beraten werden die Studierenden von klinischen Psychologen und Psychologinnen, die sich zumindest in psychotherapeutischer Ausbildung befinden oder diese bereits abgeschlossen haben. Natürlich gibt es auch vereinzelt Fälle, die die Kompetenz des Teams der PSB Graz überschreiten, weshalb dann dementsprechend an spezialisierte Stellen verwiesen wird. „Wir sind für diese Altersgruppe sehr fundiert ausgebildet, aber es gibt Fragestellung wie beispielsweise das Thema Sucht, für die es kompetentere Institute gibt. Für bestimmte Fälle haben wird auch eine ärztliche Konsultantin, die je nach Kapazität zusätzlich unterstützt. Das Wichtigste ist in erster Linie, dass wir empfehlen einen Psychiater oder eine Psychiaterin zu ersuchen“, betont Dr. Fink in Hinblick auf das Verfahren bei Fällen, die eine intensivere Unterstützung erfordern. Eine psychotherapeutische Begleitung ist auch bei der Psychologischen Studierendenberatung möglich, jedoch betont der Leiter der Institution, dass sie „nicht primär Leute auf Langzeittherapie übernehmen können. Wenn es sich abzeichnet, dass eine intensivere psychotherapeutische Therapie nötig ist, überweisen wir an Kollegen und Kolleginnen.“ Denn nur dadurch kann gewährleistet werden, dass alle Anfragen berücksichtigt werden und die Auslastung nicht zu immens wird.

Deutlich mehr Anfragen seit Beginn der Corona-Pandemie

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Frequenz der Anfragen gestiegen. Studierende klagen vermehrt über psychische Belastungen, die soziale Isolation und der fehlende Alltag macht sich sichtlich bemerkbar. Besonders für Erstsemestrige gestaltet sich ein Studieneinstieg als problematisch, da durch Distance-Learning der soziale Anschluss sowie ein routinierter universitärer Alltag, der von gegenseitigem Austausch und Präsenzlehre lebt, während dieser Zeit nicht möglich war. „Wir haben durch die Coronakrise eine Steigung von etwa 25 % in der Nachfrage wahrgenommen. Dies hat sich aber nicht nur auf Erstsemestrige beschränkt. Es hat auch die anderen Semester intensiv getroffen“, betont Dr. Kurt Fink, weshalb es auch zu einer Erhöhung des Personalstands gekommen ist, um mit dieser zunehmenden Frequenz zurechtzukommen, ohne dass die Qualität darunter leidet. „Wir haben schon versucht allen Leuten einen Termin zu geben, aber es kam zu längeren Wartezeiten“, erklärt er deshalb. Zudem wird betont, dass das gesamte Angebot (inklusive der Gruppenkurse) der PSB für Studierende kostenlos ist und bei psychischen Belastungen
jeglicher Art in Anspruch genommen werden kann. Auch während der Ferien sind Termine möglich.

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Veröffentlicht am 20.08.2021, 12:20
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