fbpx
Logo 5 Minuten
STARTSEITE > Kärnten > Politik Veröffentlicht am 21.08.2021, 17:47

Wenn Infektionszahlen weiter steigen

Ab Herbst: 1G-Regel für Disco-Besuch möglich

Kärnten/Österreich - Keine guten Nachrichten für Disco-Betreiber und Personen in Feierlaune: Heute wurden von der Bundesregierung mögliche Verschärfungen der Corona-Regeln bekanntgegeben – darunter auch eine 1G-Regel für die Nachtgastronomie.
von Raphael Krapscha5 Minuten Lesezeit (630 Wörter)Debatte
Bundeskanzler Sebastian Kurz: "Wenn die Zahlen weiter steigen, dann braucht es die 1G-Regel."

“Wir liegen nach wie vor im oberen Drittel im europäischen Vergleich, was die Infektionszahlen betrifft, obwohl wir eine weitaus höhere Testrate haben als die meisten anderen europäischen Länder”, heißt es in einer heutigen Aussendung des Bundeskanzleramtes und Gesundheitsministeriums. Obwohl die Infektionszahlen auch in Österreich ansteigen, sei im Gegensatz zum Frühjahr die Hospitalisierungsrate aber deutlich geringer – rund 320 Österreicherinnen und Österreicher würden sich demnach derzeit im Zusammenhang mit einer CoV-Infektion in Spitälern befinden.

“Impfung einzige längerfristig wirksame Maßnahme”

Für die Bundesregierung jedoch beunruhigend: Der überwiegende Teil der aktuell Hospitalisierten habe noch keine Impfung erhalten. Auch bei den Infektionszahlen sei der Anteil derer, die nicht geimpft sind, um ein Vielfaches höher als bei den Vollimmunisierten. Expertinnen und Experten würden bekräftigen, dass die Impfung die einzige längerfristig wirksame Maßnahme in der Pandemiebekämpfung sei. Eine neue Auswertung bestätige die Wirksamkeit der Impfung: Laut AGES liegt die Impfeffektivität für den Zeitraum Februar bis Mitte August 2021 für die Altersgruppe 40-59 Jahre bei rund 91 %. Das bedeutet, dass von 100 vollständig geimpften Personen 91 durch die Impfung vor einer symptomatischen SARS-CoV2-Infektion geschützt wurden.

1G-Regel bei Nachtgastronomie möglich

Daher sei ein klares Ziel der Bundesregierung, die Durchimpfungsrate weiter zu erhöhen. Falls die Infektionszahlen weiter steigen, seien auch strengere Regeln in “Bereichen mit hohem Ansteckungsrisiko” möglich. Dazu zähle unter anderem die Nachtgastronomie. In der Aussendung heißt es: “In der Nachtgastronomie haben wir die Situation, dass viele Ungeimpfte auf Geimpfte treffen. Daher gibt es hier besonderes Risiko von sogenannten Superspreader-Events. Diese gilt es möglichst zu verhindern. Ab Herbst, wenn sich das soziale Leben wieder nach Innen verlagert, die Infektionszahlen weiter steigen und die Impfquote unter den Jungen niedrig bleibt, könnte eine 1G-Regelung etwa in der Nachtgastronomie notwendig werden.”

Auffrischungsimpfungen ab September

Darüber hinaus müsse ein Ziel sein, den Impfschutz möglichst gut aufrechtzuerhalten. Erste Studien zeigen nämlich, dass bereits nach wenigen Monaten bei manchen Menschen der Impfschutz stark nachlässt. Deswegen habe das Nationale Impfgremium vergangene Woche die Empfehlung ausgesprochen, vulnerablen Gruppen sowie jenen mit Vektorimpfstoffen geimpften Personen frühestens 6 und spätestens 9 Monate nach der Vollimmunisierung – allen anderen Menschen 9 bis 12 Monate nach der Vollimmunisierung – eine Auffrischungsimpfung anzubieten. Die Vorbereitungen dafür mit den Bundesländern würden bereits auf Hochtouren laufen. Schon Anfang September werden in den Alten- und Pflegeheimen die ersten Auffrischungsimpfungen verabreicht.

“Wenn die Zahlen weiter steigen, braucht es die 1G-Regel”

Die epidemiologische Lage werde in der Bundesregierung laufend evaluiert und gemeinsame Planungsschritte für den Herbst gesetzt – in engem Austausch mit den Expertinnen und Experten und den Bundesländern. Bundeskanzler Sebastian Kurz: „Österreich hat die Corona-Pandemie bisher vergleichsweise gut gemeistert. Wir müssen aber gut auf den Herbst vorbereitet sein, denn die Zahlen werden wieder steigen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann braucht es die 1G-Regel für Diskotheken und Nachtklubs. Mit der Impfung haben wir das beste Mittel in der Hand, um der Pandemie Herr zu werden und unser Gesundheitssystem zu schützen. Daher gilt es nun weiterhin so viel wie möglich zu impfen, um sich selbst und andere zu schützen.“

Ähnlich sieht das auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein: „Aktuelle Prognosen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen uns, dass wir die Impfrate weiter erhöhen müssen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Ich appelliere daher an alle, die bisher noch nicht geimpft sind: Informieren Sie sich über die Impfung und nützen Sie eines der zahlreichen Impfangebote. Sie schützen damit sich selbst und auch Ihre Lieben vor einer schweren Erkrankung!“

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein: "Informieren Sie sich über die Impfung und nützen Sie eines der zahlreichen Impfangebote."

#Debatte: Sagt uns eure Meinung!

Was haltet ihr von den angekündigten Verschärfungen, sollten die Infektionszahlen weiter steigen? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren unter dem Beitrag auf Facebook.

Veröffentlicht am 21.08.2021, 17:47
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.

#Mehr Interessantes

#Mehr zum Thema

#Mehr von 5 Minuten

Startseite Neueste Beiträge

Info

Eilmeldungen Tarife & Werbung Datenschutzer­klärung Impressum

Regionen

Kärnten Villach Klagenfurt
Logo 5 Minuten

In #5min informiert durch den Tag.