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STARTSEITE > Graz Veröffentlicht am 05.09.2021, 17:05

ZAMG zieht Bilanz

Dieses Jahr war "kühlster und trübster August seit 2014"

Steiermark - „Es war der sonnenärmste und kühlste August seit dem Jahr 2014" sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). „Der August 2021 lag im Tiefland Österreichs 1,3 Grad unter dem Mittel der letzten 30 Jahre, auf den Bergen um 1,6 Grad. Im Zeitraum 1961 bis 1990 wäre ein derartiger August hingegen genau im Durchschnitt gelegen."
von Phillip Plattner3 Minuten Lesezeit (446 Wörter)

Die Zahl der Hitzetage (mindestens 30 Grad) lag im August 2021 über alle Messstationen gemittelt um 40 Prozent unter dem Mittel der letzten 30 Jahre, die Zahl der Sommertage (mindestens 25 Grad) um 32 Prozent. Im Zeitraum 1961 bis 1990 hätten diese Zahl an Sommer- und Hitzetagen ziemlich genau einem typischen August entsprochen.

Im August 2020 mehr Regen als heuer

Die Regenmenge lag im August 2021 in der österreichweiten Auswertung um 15 Prozent über dem Mittel der letzten 30 Jahre. „Im vorigen Jahr war es noch feuchter, der August 2020 brachte 50 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel”, sagt ZAMG-Klimatologe Orlik.

Der August 2021 im Detail

Abgesehen von einer kurzen regional unterschiedlich ausgeprägten Hitzewelle um die Monatsmitte lag das Temperaturniveau um oder unter dem vieljährigen Mittel. An der Hälfte aller ZAMG-Wetterstationen wurde der jeweilige Monatshöchstwert am 15. August erreicht. Die Monatsmaxima erreichten um die 34 °C, die vorwiegend im Osten und Südosten des Bundesgebietes auftraten. Nach der ersten Monatshälfte ging es mit der Temperatur in ganz Österreich nach unten, wobei der Temperaturrückgang im Osten und Südosten nicht so stark ausfiel. Zum Monatsende hin war es in allen Landesteilen kälter als im Mittel.

Der August 2021 war mit einer Abweichung von -1,3 °C zum Mittel 1991-2020 der kälteste August in Österreich seit dem Jahr 2014, der um 1,8 °C kälter verlaufen ist als das klimatologische Mittel (Vergl. HISTALP-Tiefland-Datensatz). In den Gipfelregionen des Landes war die Temperaturanomalie mit -1,6 °C noch etwa höher. Aber auch hier war es der kälteste August seit dem Jahr 2014.

Niederschlag

Rege Niederschlagstätigkeit bestimmte in Österreich das Wettergeschehen im August 2021. Wobei nicht alle Landesteile gleich betroffen waren. Die Niederschlagstage verteilten sich entlang und nördlich des Alpenhauptkammes relativ gleichmäßig über den gesamten Monat und es gab hier keine länger andauernde Trockenphase. Im Südosten und Süden hielten die hier schon vorherrschenden trockenen Bedingungen stellenweise bis in die zweite Augusthälfte an. Auch im August blieben Starkregenereignisse, mit Gewitter, Hagel und Sturmböen nicht aus. In St. Pölten fiel am Abend des 16. August binnen drei Stunden eine Regenmenge von 67 mm. Das entspricht in etwa zwei Drittel der durchschnittlichen Regenmenge, die hier in einem gesamten August fällt.

Sonne

Die Sonnenscheinverhältnisse im August 2021 waren bundesweit unterdurchschnittlich. Im Flächenmittel schien die Sonne, verglichen mit dem Mittel 1991-2020, um 25 Prozent weniger. Damit ist der August 2021 der sonnenärmste seit dem August 2014, der ebenfalls ein Sonnenscheindefizit von 25 Prozent aufweist. Die größten negativen Abweichungen gab es in Oberösterreich und im Flachgau mit 30 bis 44 Prozent. Im Großteil des Landes lagen die Anomalien der Sonnenscheindauer zwischen 10 und 30 Prozent. In Teilen Unterkärntens und in Osttirol schien die Sonne, verglichen mit dem klimatologischen Mittel, nur um 4 bis 10 Prozent weniger.

Veröffentlicht am 05.09.2021, 17:05
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