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STARTSEITE > Kärnten > Leben Veröffentlicht am 06.09.2021, 15:55

FPÖ kritisiert

"Für kranke Kinder im Lavanttal gibt es wochenends keinen Facharzt"

Lavanttal - Kein Kinderarzt ist im Bezirk im Dienst - vor diesem Problem stehen an jedem Wochenende Eltern im Lavanttal. Sie müssen mit ihren kranken Kindern nach Klagenfurt fahren, weil es im Bezirk kein Versorgungsangebot gibt, heißt es seitens der FPÖ.
von Amelie Meier3 Minuten Lesezeit (381 Wörter)

„Jeder kann sich ausmalen, was es bedeutet, mit einem fiebernden Kind stundenlang unterwegs sein zu müssen. Die Verantwortlichen des Landes und der Stadt nehmen diese Unterversorgung seit Jahren tatenlos hin“, kritisieren der Wolfsberger FPÖ-LandtagsabgeordneteHarald Trettenbrein und Stadträtin Isabella Theuermann. Sie fordern, dass der Missstand so rasch wie möglich beseitigt wird. „Land und Stadt dürfen die Familien im Lavanttal nicht länger im Stich lassen!“

Kinderärztlicher Bereitschaftsdienst

Trettenbrein und Theuermann schlagen als ersten Schritt die Einführung eines kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes am Wochenende vor. „Für die Eltern von kurzfristig erkrankten Kindern muss ein Facharzt erreichbar sein. Denkbar wäre es, dass dieser Facharzt im Dienst auch für gewisse Stunden in einer Ordination zur Verfügung steht“, so Trettenbrein und Theuermann. Die Stadträtin wird in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag einbringen, damit zumindest eine kinderärztliche Rufbereitschaft an den Wochenenden von der Stadtgemeinde Wolfsberg finanziert wird.

Wolfbergerinnen gehen ins Klinikum Klagenfurt

Viele Frauen aus dem Bezirk Wolfsberg planen, sofern möglich, ihr Kind im Klinikum Klagenfurt auf die Welt zu bringen. Sollte es nämlich während der Geburt zu Komplikationen kommen und es dem Baby schlecht gehen und eine intensivmedizinische Betreuung von Nöten sein, so kann es sein, dass kein Kinderarzt anwesend ist und das Baby erst nach Klagenfurt gebracht werden muss. Stadträtin Theuermann kann sich eine langfristige Lösung vorstellen, indem im LKH Wolfsberg eine Zweigstelle der Klagenfurter Kinderklinik entsteht. „Die Kärntner Krankenanstaltenordnung erlaubt die Errichtung von reduzierten medizinischen Organisationsformen, wenn eine solche zur Abdeckung von Versorgungslücken in peripheren Regionen oder zur Herstellung einer regional ausgewogenen Versorgung geboten erscheint. Dieser Mangel ist in der Kindermedizin im Bezirk Wolfsberg zweifellos gegeben“, so Theuermann.

Kinderfachärzte ausgebucht

Sie verweist darauf, dass es im Bezirk nur zwei Kinderfachärzte mit Kassenvertrag gibt. Diese seien ausgebucht, sodass viele Eltern auf einen Wahlarzt, den sie aber privat zu bezahlen haben, ausweichen müssen. Die Freiheitlichen werden in der kommenden Landtagssitzung einen Antrag einbringen, indem die zuständige Referentin, Beate Prettner, aufgefordert wird, mit der Österreichischen Gesundheitskasse in Verhandlungen zu treten, damit hier für Gleichheit zwischen den Bundesländern gesorgt wird. Schließlich wurde die Österreichische Gesundheitskasse gegründet, um Gleichheit zwischen den Bundesländern zu sorgen, so Theuermann abschließend.

Veröffentlicht am 06.09.2021, 15:55
Artikel-UPDATE am 06.09.2021, 17:42
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