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STARTSEITE > Kärnten > Politik Veröffentlicht am 09.09.2021, 15:56

Koralmbahn

Zweites Gutachten: Kärnten kämpft weiter für IC-Halt in Völkermarkt

Völkermarkt - Das Land Kärnten und die Region im Bezirk Völkermarkt kämpfen seit Jahren für einen zusätzlichen Halt der Koralmbahn. Nach dem derzeitigen Stand sind für die Züge des hochrangigen Fernverkehrs lediglich Systemhalte am Bahnhof Lavanttal (Bezirk Wolfsberg) und am Hauptbahnhof Klagenfurt am Wörthersee vorgesehen.
von Anja Mandler3 Minuten Lesezeit (463 Wörter)

Erst im Feber wurde eine einstimmige Resolution der Landesregierung an das Verkehrsministerium verabschiedet, die einen zusätzlichen Halt einfordert. Um die technische Möglichkeit zu untermauern, den zeitlichen Mehrbedarf von rund 3,5 Minuten ausgeglichen, wurde bereits im Vorjahr ein Gutachten eingeholt. Nun legt das Land Kärnten aufgrund neuer baulicher Entwicklungen ein zweites, ergänzendes Gutachten vor. „Es bestätigt einmal mehr die Position des Landes. Ein zusätzlicher Halt zwischen dem Lavanttal und Klagenfurt ist möglich“ berichtet Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig.

Zeitbedarf könne kompensiert werden

Bereits im ersten Gutachten sei von einem renommierten Eisenbahnsachverständigen auf der Grundlage von Fahrzeitberechnungen der TU Wien Möglichkeiten aufgezeigt worden, innerhalb der Systemzeiten den Zeitverlust durch eine Vielzahl an Möglichkeiten zu kompensieren. „Mit einem Bündel an Maßnahmen wären bis zu acht Minuten aufzuholen. Das reicht locker aus, um einen Halt in Kühnsdorf zu schaffen“, sagt Schuschnig. Das neuerliche Gutachten stelle zusätzlich fest, dass der inzwischen beschlossene Vollausbau des Flughafenastes der Koralmbahn südlich von Graz zu einer weiteren, infrastrukturell bedingten Fahrzeitverkürzung führen werde. Damit könne der Zeitbedarf für den Halt in Kühnsdorf-Klopeinersee bei Einsatz von Railjet-Garnituren vollständig kompensiert werden, so der Gutachter. „Die neue Weiche beschleunigt die Fahrzeit also deutlich, das müssen wir für Kärnten nutzen“, fasst Schuschnig das Gutachten zusammen.

Landesrat kämpft um Anbindung der Region

Auch für längere Fernreisezüge gebe es, so das Gutachten, noch Möglichkeiten. Während bisher eine Haltezeit von einer Minute in Unterwegshalten praktiziert wird und auch an vergleichbaren Bahnhöfen laut Gutachten die Züge nicht länger als 1,5 Minuten stehen, werden beim geforderten Halt in Kühnsdorf stets zwei Minuten als erforderlich in den Raum gestellt. Nun soll das Gutachten den Verantwortlichen vorgelegt werden: „Ich werde einen weiteren Anlauf unternehmen, um auch das Verkehrsministerium davon zu überzeugen, dass eine gute Anbindung der Region Völkermarkt an die neue Koralmbahn für die Entwicklung der Region, des Standorts und für den Tourismus wesentlich ist“, so der Landesrat. Er betont, weiter mit dem Verkehrsministerium zu verhandeln, damit die Region mit schnellen, überregionalen Zügen gut angebunden werde. Alternativ sollen auch mehr Anbindungen von Völkermarkt mit dem schnellen Regionalexpress geprüft werden.

„Es braucht eine Lösung für über 40.000 Betroffene in der Region. Auch sie müssen von der Koralmbahn profitieren, die schnellen Züge dürfen künftig nicht an der gesamten Region vorbeifahren“, betont Schuschnig. Denn: „Ab 2026 fährt die Koralmbahn, es ist daher bereits fünf vor zwölf.“, sagt der Mobilitätslandesrat.

Veröffentlicht am 09.09.2021, 15:56
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