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STARTSEITE > Klagenfurt > Politik Veröffentlicht am 17.09.2021, 19:08

Forderung nach Verbesserungen im Bildungsbereich:

Klagenfurter Grüne fordern 30-Stunden-Woche für Pädagogen

Klagenfurt - Um Elementarpädagoginnen und -pädagogen zu stärken und ihnen dabei zu helfen, Stütze in einer ungewissen Zeit zu sein, fordern die Klagenfurter Grünen zahlreiche Verbesserungen für das wichtige Berufsfeld. Allen voran die Reduktion der Vollanstellung auf 30 Wochenstunden.
von Raphael Krapscha2 Minuten Lesezeit (321 Wörter)
Die pädagogische Psychologin Margit Motschiunig (links) und die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Brigitta Lienbacher (rechts), bei der heutigen Pressekonferenz.

Es sei allseits bekannt, dass die Kinderanzahl pro Gruppe viel zu hoch sei und sich der Pädagoginnenschlüssel nicht sobald ändern wird, kritisieren die Klagenfurter Grünen am Donnerstag, dem 16. September, in einer Pressekonferenz. Die vorherrschenden Arbeitsbedingungen in der Elementarpädagogik würden dazu führen, dass man in diesem Beruf viel zu schnell “ausbrenne” und die ursprüngliche Liebe zum Beruf einer Frustration und angeschlagenen Motivation weiche. “Wenn man die Berufsanforderungen vernünftig, zeitgemäß und anforderungsgemäß aufstellt, könnte keine Elementarpädagogin mehr als 30 Stunden täglich als Vollzeitkraft arbeiten – alles andere führt zu einer mittelfristigen Katastrophe”, erklärt etwa die pädagogische Psychologin Margit Motschiunig. Die Folgen seien Langzeitkrankenstände und Kündigungen. Dabei sei aber nicht nur Kärnten betroffen, sondern es sei ein österreichweites Problem, dass sich Elementarpädagoginnen schon nach kurzer Zeit einen anderen Beruf suchen. Kaum Aufstiegschancen und keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten würden die Situation der Pädagoginnen und Pädagogen noch verschlimmern – wie auch die Tatsache, dass der Beruf sozial und gesellschaftlich wenig Anerkennung findet, ergänzt die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Brigitta Lienbacher.

Keine Schließung von Einrichtungen für Kinder

Bereits jedes fünfte Kind habe während der Pandemie professionelle Hilfe gebraucht, heißt es seitens der Grünen. Deswegen wäre eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulärzten und der Schulpsychologie an den Schulen notwendig. Eine Überforderung von vorwiegend Eltern und Kindern, aber auch Pädagogen, sei deutlich erkennbar. So könnte etwa der Entzug der Tagesstruktur für die Jungen weitreichende Folgen haben, wie etwa Aggressivität oder Rückzug. Daher sei es wichtig, die Bildungs-, Freizeit-, Bewegungs- und Sporteinrichtungen für Kinder nicht zu schließen. Auch niederschwellige, leicht zugängliche Beratungsangebote für Eltern, Kinder und Pädagogen wären unerlässlich, so die Meinung der Grünen. Darüber hinaus stellen sie einige Forderungen an das Land Kärnten und den Bund.

Die Forderungen der Klagenfurter Grünen:

  • Bezahlte Supervision
  • Ein Bildungsleitbild
  • Fachberater*innen, die Prozesse mit Kindergärten gemeinsam entwickeln
  • ressourcenstärkende Pädagogik (Hochbegabtenförderung, z.B. im Bereich der Mehrsprachigkeit, Mathematik, Technik………)
  • Aus der Kindergartenarbeit eine qualitätsvolle und zeitgemäße Arbeit machen

Unterstützung für Eltern = Stärkung der Kinder

  • Sozial gestaffelte Eltern Beiträge - Chancengleichheit
  • Biologisches Essen = gesundes Essen für die Kinder
  • Ausreichendes Bewegungsangebot für die Kinder = Adipositas-Vorsorge
  • Längere Öffnungszeiten von Kindergärten und anderen Betreuungseinrichtungen
  • Stabiles Umfeld durch Ganzjahreskindergärten
  • Profilstärkung in Kindergärten
  • Gutscheine für kostenpflichtige Freizeiteinrichtungen
  • Gratis Öffis für Kinder und Jugendliche im gesamten Stadtgebiet (beschränkt sich derzeit nur auf den Schulweg von zu Hause bis zur Schule)

Veröffentlicht am 17.09.2021, 19:08
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