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STARTSEITE > Klagenfurt > Politik Veröffentlicht am 16.09.2021, 10:56

Noch keine Entscheidung des Bürgermeisters

Germ zu Tanklösch­fahrzeug-Debatte: "Sicherheit muss gewährleistet werden!"

Klagenfurt - Das alte Großtanklöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Klagenfurt ist wegen starken Mängeln außer Betrieb. Die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs wird gefordert, eine dafür notwendige Entscheidung des Bürgermeisters lasse aber bis heute auf sich warten, kritisiert FPÖ-Gemeinderat und Sicherheitssprecher Wolfgang Germ.
von Raphael Krapscha5 Minuten Lesezeit (609 Wörter)UPDATE-Artikel
Das alte Großlöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Klagenfurt war 23 Jahre im Einsatz, nun weist es starke Mängel auf.

Das 23 Jahre alte Großtanklöschfahrzeug mit 5.000 Litern Fassungsvermögen der Klagenfurter Berufsfeuerwehr stand in den letzten Jahren ständig im Einsatz und ist nun aufgrund von starken Mängeln außer Betrieb. Dieses Fahrzeug kann daher zum Brandschutz auch nicht mehr eingesetzt werden. „Seit mehreren Monaten ist Bürgermeister und Feuerwehrreferent Scheider darüber informiert, dass die Berufsfeuerwehr Klagenfurt im Brandfall, in der Erstphase mit einem Provisorium ausrücken muss. Das ist keine Ersatzlösung!“, betont Gemeinderat Wolfgang Germ.                                                       

“Gefahr in Verzug”

Es fand bereits ein Gespräch des Landesfeuerwehrverbandes gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und dem Bürgermeister bezüglich der notwendigen Anschaffung eines neuen Großtanklöschfahrzeuges mit einem Fassungsvermögen von 8.000 Litern statt. Wolfgang Germ, Gemeinderat und Sicherheitssprecher weist entschieden darauf hin, dass bereits „Gefahr in Verzug“ wäre. Trotz allem lasse diese notwendige Entscheidung des Bürgermeisters bis heute auf sich warten, wird in einer Aussendung von Germ kritisiert.

Kritik der Freiwilligen Feuerwehren

Die Verzögerung der Entscheidung des Bürgermeisters könnte auch etwas mit der geäußerten Kritik an den Anschaffungsplänen von Seiten des Bezirksfeuerwehrkommandanten und Landesfeuerwehrkommandanten-Stellvertreter Dietmar Hirm zu tun haben. Laut einem Medienbericht der Kleinen Zeitung kritisiert er, dass die Freiwilligen Feuerwehren zum Teil schon 30 bis 40 Jahre mit den gleichen Fahrzeugen unterwegs seien und dass ein so großes Tanklöschfahrzeug für die Berufsfeuerwehr Klagenfurt nicht nötig sei.

Germ: “Es ist Zeit, Entscheidungen zu treffen”

Laut Germ sei die Neuanschaffung aber unbedingt erforderlich. Er fordert daher den Bürgermeister der Stadt Klagenfurt, Christian Scheider (TK), auf, umgehend zu reagieren um den dringend notwendigen Ankauf des GTLF für den Brandschutz in Klagenfurt sicherzustellen. „Alle Argumente für die Sicherheit liegen am Tisch. Es ist Zeit, Entscheidungen zu treffen. Verzögerungstaktiken, welche auf dem Rücken der Klagenfurterinnen und Klagenfurter ausgetragen werden sind zu unterlassen!“, so Germ abschließend.

Wolfgang Germ weißt entschieden darauf hin, dass bereits „Gefahr in Verzug“ wäre.

Team Kärnten: “Warten fachliche Einschätzung ab”

Der Klubobmann des Team Kärnten wies am Donnerstag Aussagen des Freiheitlichen Gemeinderates Wolfgang Germ (FPÖ) zurück. „Offensichtlich kann Wolfgang Germ in seiner Doppelfunktion als politischer Vertreter im Gemeinderat und als Mitglied der Berufsfeuerwehr die unterschiedlichen Funktionen nicht trennen und vergisst, dass er als Gemeinderat das große Ganze im Blick haben muss. Es habe bereits umfassende Gespräche betreffend des Großtanklöschfahrzeugs der Berufsfeuerwehr Klagenfurt gegeben. „Dass ein Großlöschfahrzeug angeschafft wird, steht außer Frage, ob eine Stadt wie Klagenfurt mit einem dichten Hydranten-Netzwerk wirklich eines mit 8000 Liter Fassungsvermögen braucht, wird gerade fachlich geklärt“, so Patrick Jonke. Man warte derzeit das Ergebnis der fachlichen Einschätzung einer externen Fachagentur ab. „Nach Vorliegen der fachlichen Beurteilung wird umgehend der Feuerwehrausschuss einberufen und einer Entscheidung steht nichts mehr im Wege“, so Jonke.

Bezirksfeuerwehrkommandant: “Anschaffung nicht notwendig”

Landesbranddirektor-Stellvertreter und Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Hirm hält an dieser Stelle fest: “Es ist absolut nicht nachzuvollziehen, dass Gemeinderat Wolfgang Germ von Gefahr in Verzug spricht. Klagenfurt hat zehn Freiwillige Feuerwehren, die mit mehr als 20.000 Litern Wasser in kürzester Zeit und zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung stehen.” Aus diesem Grund sei die Anschaffung eines 8000-Liter-Tankfahrzeuges – laut Hirm – nicht notwendig. “Es soll in solchen Angelegenheiten immer um die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit gehen und nicht um parteipolitisches Geplänkel, denn dieses hat bei der Feuerwehr keinen Platz”, so der Bezirksfeuerwehrkommandant.

Veröffentlicht am 16.09.2021, 10:56
Artikel-UPDATE am 16.09.2021, 15:46
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