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STARTSEITE > Klagenfurt > Aktuell Veröffentlicht am 19.09.2021, 11:20

Bürgermeister appelliert an Vernunft

Regenbogen-Bänke beschmiert: "Sind wir jetzt die Schwulen-Hauptstadt?"

Ferlach - In Ferlach wurden in den letzten Tagen Regenbogen-Bänke beschmiert und sie wurden aus den Verankerungen gerissen. Dem Bürgermeister Ingo Appé sind außerdem mehrere Schimpftiraden zu Ohren gekommen. Er appelliert an die Vernunft der Bürger.
von Carolina Kucher2 Minuten Lesezeit (250 Wörter)

In Ferlach gibt es rund 50 Sitzbänke. Drei davon sind in Regenbogenfarben bemalt. Eben diese Bänke wurden in der letzten Zeit aus ihren Verankerungen gerissen, weggetragen und beschmiert. Der Bürgermeister der Stadt Ferlach, Ingo Appé, muss sich außerdem einige Bemerkungen über die Bänke anhören.

“Provokation” vor der Kirche

“Ich werde gefragt, ob wir wahnsinnig sind und ob wir jetzt die Schwulen-Hauptstadt von Kärnten sind. Außerdem wird uns vorgeworfen, dass wir provozieren wollen, weil wir eine Bank vor einer Kirche aufgestellt haben”, erklärt Appé gegenüber 5 Minuten. “Ich denke, gerade vor dem lieben Gott sind ja angeblich alle gleich”, kommentiert er den Vorwurf der Provokation.

Zeichen für Frieden, Toleranz und Akzeptanz

Außerdem seien die Bänke lediglich ein Zeichen für Frieden, Toleranz und Akzeptanz. Immerhin leben laut dem Bürgermeister rund 50 Nationen in Ferlach friedlich zusammen. “Ich finde es schade, dass manche nicht das große Ganze sehen und sich so auf die gleichgeschlechtliche Liebe versteifen. Das ist nur ein kleiner Teil des Ganzen. Die Beschädigungen zeigen mir, dass es gut war, die Bänke aufzustellen. Anscheinend gibt es noch Aufholbedarf”.

Kein “Lausbubenstreich”

Appé nimmt die Sache sehr ernst. Bis jetzt wurden die Täter noch nicht ausfindig gemacht. Sollten sie aber gefunden werden, wird der Akt nicht als “Lausbubenstreich” abgetan. “Sollten wir die Verantwortlichen finden, wird es entsprechende Anzeigen geben”, verspricht der Bürgermeister abschließend und er appelliert ein letztes Mal an die Vernunft der Bürger.

Veröffentlicht am 19.09.2021, 11:20
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