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STARTSEITE > Villach > Wirtschaft Veröffentlicht am 28.09.2021, 15:18

Bahn-Güterverkehrs-Umfahrung gefordert

Bürgerinitiative warnt: "In Villach droht Bahnlärm-Katastrophe"

Villach - "Die Koralmbahn ist zwar enorm wichtig für den Wirtschafts- und Tourismusstandort, aber diese Chance darf nicht auf Kosten der Gesundheit der 200.000 Kärntnerinnen und Kärntner im Zentralraum (Villach-Wörthersee-Klagenfurt) gehen - Gerade Villach droht Bahnlärm-Katastrophe", schreibt die Bahnlärm-Bürgerinitiative-Villach in einer Aussendung. Sie fordern nun eine Bahn-Güterverkehrs-Umfahrung.
von Carolina Kucher4 Minuten Lesezeit (558 Wörter)
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„Der Bau einer eigenen Bahn-Güterverkehrs-Trasse als Umfahrung vom Kärntner Zentralraum (Klagenfurt – Wörthersee – Villach) muss dringend fixiert werden. Dies zum Schutz vor gesundheitsschädlichem Bahnlärm für die in diesem Bereich wohnenden 200.000 Kärntner und des Tourismus“, stellt heute Herbert Zankl-Omann von der Bürgerinitiative Stop Bahnlärm Villach fest.

Bereits jetzt massive Beschwerden

Die Bürgerinitiative Stop Bahnlärm rund um Christoph Neuscheller (Verein Stop den Bahnlärm, schützt Gesundheit um Umwelt) und Peter Unterluggauer (Stop Bahnlärm Klagenfurt) hat sich nunmehr auch auf die Stadt Villach bzw. den Bezirk Villach (Mag. (FH) Herbert Zankl-Omann/Stop Bahnlärm Villach/Umgebung) ausgeweitet. Laut Zankl-Omann gebe es jetzt schon massive Beschwerden betreffend gesundheitsschädlichen Bahnlärm direkt aus der Stadt Villach insbesondere aus Warmbad-Villach sowie aus dem Bezirk Villach und hier unter anderem aus Velden am Wörthersee, Wernberg und Fürnitz sowie aus Arnoldstein. Hier werden als kurzfristige Maßnahmen weitere Lärmschutzmaßnahmen, Lärm-Messstationen und Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie Nachtfahrverbote für besonders laute Güterzüge gefordert.

Beweise von den Lärm-Messstationen

Die Vertreter der Bürgerinitiative stellen kritisch fest: „Die neuen Lärm-Messstationen in Velden und in Klagenfurt am Wörthersee beweisen, dass die Züge viel zu laut und damit gesundheitsschädlich sind. Wir fordern jedenfalls im Sinne der lärmgeplagten Bevölkerung von den Österreichischen Bundesbahnen die WHO-Grenzwerte von 44 Dezibel in der Nacht und 54 Dezibel am Tag einzuhalten.“

“Eine regelrechte Bahnlärm-Katastrophe”

„Die Koralmbahn ist zwar enorm wichtig für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Kärnten, aber diese Chance darf nicht auf Kosten der Gesundheit der 200.000 Kärntner im Zentralraum gehen. In vier Jahren geht die Koralmbahn in Betrieb und droht dem Zentralraum Villach laut Experten, insbesondere durch die Steigerung des extrem lauten Güterverkehrs um 132 Prozent eine regelrechte Bahnlärm-Katastrophe. Zusätzlich zur dringenden Trassenfixierung der Umfahrung müssen jetzt sofort Schutzmaßnahmen umgesetzt werden, damit zumindest das gröbste noch verhindert werden kann. Die Bürgerinitiative wird jetzt auf die Städte Villach und Klagenfurt zugehen und wir erwarten uns hier massive Unterstützung von den politischen Verantwortlichen insbesondere von den beiden Bürgermeistern“, stellt Zankl-Omann abschließend fest. 

FPÖ unterstützt Initiative

„Die FPÖ unterstützt die ernstzunehmenden Forderungen der Bürgerinitiativen zum Schutz der Kärntner Bevölkerung im Zentral- und Wörtherseeraum vor dem Bahnlärm. Wir mahnen seit Jahren die dringend notwendigen Maßnahmen gegen den Bahnlärm ein und haben bereits Initiativen im Nationalrat und im Landtag gesetzt. In den nächsten Jahren und nach Fertigstellung der Koralmbahn wird der Güterverkehr im Zentralraum weiter in die Höhe schnellen. Die Belastung für die Anrainer und die Tourismuswirtschaft von Klagenfurt bis Villach wird immer unerträglicher. Neben stärkeren Lärmschutzmaßnahmen an der Strecke muss daher auch endlich eine eigene Güterverkehrstrasse fertig geplant und realisiert werden. Als kurzfristige Maßnahmen gegen den Bahnlärm wären eine Tempo 50-Beschränkung für Güterzüge im Ortsgebiet und ein Nachtfahrverbot für laute Güterzüge von der Regierung sofort umsetzbar. Das würde die massiven Lärmeinwirkungen auf die 200.000 betroffenen Bürger deutlich minimieren. Die FPÖ hat das bereits mehrfach von der Bundes- und Landesregierung eingefordert. Leider nehmen SPÖ, ÖVP und Grüne die Forderungen der Bevölkerung bisher nicht ernst“, betont der gf. FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer.

Veröffentlicht am 28.09.2021, 15:18
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