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STARTSEITE > Villach > Leben Veröffentlicht am 06.10.2021, 18:44

Hautärztin Dr. Birgit Groff

Schuppen­flechte - was tun?

Villach - Die Schuppenflechte oder Psoriasis ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung, die Haut, Haare, Nägel und Gelenke betrifft, aber auch Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, den Fett- und Zuckerstoffwechsel hat. Hautärztin Dr. Birgit Groff ist deine einfühlsame Ansprechpartnerin, wenn es um Hautprobleme geht.
von Jannine Grangl8 Minuten Lesezeit (1042 Wörter)Werbung
Schuppenflechte ist eine der häufigsten chronisch entzündlichen Hauterkrankungen.

In Österreich leiden rund 200.000 bis 250.000 Menschen an Schuppenflechte. Die Erkrankung ist damit eine der häufigsten chronisch entzündlichen Hauterkrankungen und kann in jedem Alter auftreten. “Die Symptome sind scharf abgegrenzte, ziegelrote Flecken mit silbrig weißen Schuppen einhergehend mit oft starkem Juckreiz”, weiß Hautärztin Dr. Birgit Groff. Die (nicht ansteckende!) Erkrankung tritt in unterschiedlichen Formen und Schweregraden auf und verläuft in Schüben.  

Von Schuppenflechte sind meist die Haut, Nägel und Gelenke betroffen.

Schuppenflechte nicht heilbar, aber sehr gut behandelbar   

Die Erkrankung ist bisher nicht heilbar- sie kommt und geht, die Beschwerden lassen sich aber mit der richtigen Therapie sehr gut unter Kontrolle bringen. Die Lebensqualität der Betroffenen ist mitunter stark eingeschränkt v.a. durch den ausgeprägten Juckreiz, aber auch aus kosmetischen Gründen. 

Ursachen: Schuppenflechte ist vererbbar

In erster Linie scheint Psoriasis eine erbliche Erkrankung zu sein. “Der genetische Anteil am Psoriasisrisiko wird auf zirka 60 bis 70 Prozent geschätzt”, so Dr. Groff. Dabei wird von einem komplexen Zusammenspiel verschiedener genetischer Faktoren ausgegangen, deren Wirkung sich “summiert”.

Rote schuppende Hautstellen, oft starker Juckreiz belasten die Patienten.

Was passiert da im Körper? 

Das überschießende Immunssystem löst Entzündungsreaktionen in der Haut aus und beschleunigt Prozesse zur Hauterneuerung. Es kommt zu einer Verdickung der Oberhaut (Epidermis). Die hornbildenden Zellen (Keratinozyten) zeigen ein ungewöhnlich rasches Wachstum. Normalerweise erneuert sich die Oberhaut innerhalb von vier Wochen. Bei Patienten mit Schuppenflechte sind es nur drei bis vier Tage. Daraus resultiert eine starke Schuppung an der Hautoberfläche.

Schuppenflechte-Auslöser 

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die einen neuen Krankheitsschub provozieren können wie Infektionen, hormonelle Umstellungen, Hautverletzungen, mechanische Reizungen, Sonnenbrand, Stress, aber auch einige Medikamente.

Diese Komplikationen können auftreten

Psoriasis ist ein unabhängiger Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten. Patienten mit Schuppenflechte leiden öfter an Adipositas, am metabolischen Syndrom und an einer erhöhten Insulinresistenz. Sie haben ein erhöhtes Risiko für Hypertonie und entwickeln auch häufiger chronisch entzündliche Darmerkrankungen (wie M. Crohn).

Meiden von Rauchen, Alkohol eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung beeinflussen die Erkrankung und auch die Begleiterkrankungen nachhaltig positiv.

Welche Körperstellen sind befallen?  

Haut, Nägel und Gelenke 

Meist ist es auch genau diese Reihenfolge, in der die Symptome einer Psoriasis-Erkrankung auftreten.

An der Kopfhaut kann Schuppenflechte auftreten.

HAUT: häufig an behaarter Kopfhaut, an den Streckseiten der Arme und Beine (Ellenbogen, Kniescheibe), Rücken und Gesäß. Charakteristisch ist auch die Erkrankung des Nabels und zwischen den Pobacken (Analfalte). 

NÄGEL:  Eine Nagelbeteiligung ist bei bis zu 80 % der Patienten zu finden.

Symptome sind – Verfärbungen (weiß-gelblich), Verdickung der Nägel, eine Abhebung des Nagelbettes, Nagelbrüche oder punktförmige Einziehungen (Tüpfel) auf den Nägeln. 

Von Nagelpsoriasis können Finger- und Fußnägel betroffen sein.

GELENKE: Schuppenflechte kann auch die Gelenke angreifen. Die Psoriasis-Arthritis tritt bei bis zu 20 % der Patienten mit Psoriasis auf und macht sich oftmals zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr erstmals bemerkbar. Männer und Frauen sind dabei gleich häufig betroffen. Meist sind Finger- und Zehengelenke, Hand- und Sprunggelenke oder die Wirbelsäule betroffen, seltener einzelne große Gelenke. 

Ein weiteres Charakteristikum der Psoriasis-Arthritis sind Schwellungen ganzer Finger oder Zehen (werden oft als “Wurstfinger” oder “Wurstzehen” bezeichnet.) Die Gelenkbeteiligung kann sich mitunter aber auch schon vor dem Auftreten von Hauterscheinungen entwickeln.  In seltenen Fällen erkranken Menschen sogar an Psoriasis-Arthritis und die Haut bleibt unbetroffen. Kommt es dann zu Schwellungen und damit Entzündungen der Gelenke, sollte ein Rheumatologe aufgesucht werden.

Enge Zusammenarbeit von Hautarzt und Rheumatologen

Durch Röntgen, MRT und Blutuntersuchungen ist auch die Abgrenzung zu anderen, häufigeren Gelenkserkrankungen, wie der Rheumatoiden Arthritis, wichtig  – insbesondere wenn es nur wenig oder keine eindeutigen oder gar keine Hauterscheinungen gibt. Ohne Behandlung besteht die Gefahr einer vollständigen Zerstörung der betroffenen Gelenke!

Hautärztin Dr. Birgit Groff kümmert sich kompetent um ihre Patienten.

So wird gegen Schuppenflechte vorgegangen 

Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung sollte in enger Abstimmung mit der Lebenssituation des Patienten ein Therapieplan erstellt werden. Je nach Ausprägung und Schweregrad der Schuppenflechte beinhaltet dieser bei leichten Formen eine Lokaltherapie mit Kortison- und Vitamin-D3-Präparate in Form von Salben, Cremes oder Lotionen. Es gibt mittlerweile Kombinationspräparate zum Aufsprühen, die dann auch zur Erhaltung eingesetzt werden können.

Basis jeder Psoriasis-Therapie ist aber auch die richtige Pflege. Ölhaltige und rückfettenden Produkte mit Zusätzen wie Harnstoff oder Salicylsäure sind hier die richtige Wahl. Sie unterstützen die Haut bei der Speicherung von Feuchtigkeit. 

Bei ersten Anzeichen von Schuppenflechte, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.

Eine Kombination mit einer Lichttherapie stellt auch eine mögliche Therapieoption dar. UV-Strahlen, reduzieren bei Psoriasis die Entzündungsprozesse in der Haut. Häufig eingesetzt wird kurzwellige UVB-Strahlung.

Sind mehr als 10 % der Hautfläche betroffen (eine Handfläche entspricht etwa einem Prozent), beginnt die klassische Systemtherapie mit Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen. Hierzu zählen Medikamente wie Methotrexat, Fumarsäure, seltener Retinoide und Ciclosporin. 

Moderne Therapieformen – BIOLOGIKA 

In den letzten Jahren haben insbesondere Biologika, gentechnisch hergestellte Antikörper, also Proteine, die jeweils einen speziellen Entzündungsstoff blockieren, immer mehr an Bedeutung zugenommen. Mit diesen Substanzen, in Spritzenform, kann man äußerst zielgerichtet, effizient und nebenwirkungsarm behandeln. Die zum heutigen Zeitpunkt zugelassenen Präparate blockieren die Botenstoffe TNF-alpha, Interleukin-17 und Interleukin-23. In Tablettenform gibt es ein weiteres gezielt in das Entzündungsgeschehen eingreifendes Medikament – den Phosphodiesterase-4-Hemmer Apremilast. 

Zusammenfassung

Bei Psoriasis – auch Schuppenflechte genannt – handelt es sich um eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung, welche in unterschiedlichen Symptome auftreten kann. Auch wenn Psoriasis nicht heilbar ist, kennt man heute unterschiedliche Behandlungsmethoden, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Zusätzlich kann jeder Betroffene durch Anpassung seines Lebensstils einen nicht zu unterschätzenden Teil dazu beitragen. In diversen Selbsthilfegruppen wie zum Beispiel psoAustria, kannst du dich mit anderen Betroffenen austauschen.

Gut beraten: Beim Hautarzt deines Vertrauens

Dr. Birgit Groff ist Hautärztin aus Leidenschaft und nimmt sich gerne Zeit für deine Vorsorge oder deine Hautprobleme. Am besten du vereinbarst sofort einen Termin unter Tel. 04242/26735 oder via Online-Terminvereinbarung. “Ich berate Sie gerne!”, freut sich Dr. Groff auf ein Kennenlernen.

In der Ordination von Dr. Birgit Groff fühlt man sich gleich wohl und willkommen.

Ordinationsöffnungszeiten

Montag und Donnerstag von 8 bis 14 Uhr

Dienstag von 12 bis 18 Uhr

Termine nach Vereinbarung

Ordination Dr. Birgit GroffMoritschstraße 3/3. Stock
9500 Villach
Tel.: 04242/26735
[email protected]
www.haut-groff.at
Facebook: Ordination Dr. Birgit Groff
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Veröffentlicht am 06.10.2021, 18:44
Artikel-UPDATE am 06.10.2021, 20:07
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