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STARTSEITE > Klagenfurt > Sport Veröffentlicht am 11.10.2021, 20:36

Fanclubs "stinkesauer"

Neue Eishalle: 4,35 Millionen von KAC-Matriarchin Heidi Horten

Klagenfurt - Schon am Schluss der Amtszeit von Ex-Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) war daran gearbeitet worden. Jedoch ohne einen Abschluss vermelden zu können. Ihr Nachfolger Christian Scheider (TK) hatte nach Amtsantritt angekündigt, die Halle modernisieren zu wollen.
von Franz Miklautz3 Minuten Lesezeit (369 Wörter)

Nun soll der Umbau der Klagenfurter Eishalle, des “Home-Office” des 33-fachen österreichischen Eishockey-Rekordmeisters KAC, in trockenen Tüchern sein. Von den gesamten Investitionskosten in der Höhe von 8,7 Millionen Euro soll Milliardärin Heidi Goëss-Horten, deren Vermögen unter anderem auf ihren 1987 verstorbenen Ehemann, den Kaufhaus-König Helmut Horten zurückgeht, 4,35 Millionen Euro übernehmen. Die Arena soll nach ihr benannt werden.

Die anderen 4,35 Millionen von der Stadt

Die restlichen 4,35 Millionen Euro soll die Stadt Klagenfurt stemmen. Wobei davon, so interne Quellen, vier Millionen über Förderungen etwa von Bund und Land lukriert werden sollen. Gelänge dies, wären von der Landeshauptstadt nur 350.000 Euro zu begleichen. Plus, und so lautet dem Vernehmen nach der Deal mit Goëss-Horten, jene Kosten, die nach Fertigstellung über die 8,7 Millionen Euro hinausgehen sollten, von der Stadt zu bezahlen wären. Offenbar hat sich Goëss-Horten auch ausbedungen, dass die 4,35 Millionen Euro der Stadt zuerst verbraucht werden müssen und erst danach ihre 4,35 Millionen angetastet werden dürften.

Fans: “Gehen dem KAC am Arsch vorbei”

Mit den Plänen für die neue Eishalle überhaupt nicht einverstanden scheinen die KAC-Fans zu sein. “Stiege-19”-Obmann Johann Radl sagt, “es wurde uns versprochen, dass bei der Planung auch unsere Stimmen gehört werden”. Was nicht der Fall gewesen sei. “Wir haben die Pläne nicht gesehen. Dem EC KAC geht es offenbar am Arsch vorbei, was wir vom Umbau halten. Das ist nicht die feine Art. Wir sind maßlos enttäuscht.” Es sei nicht berücksichtigt worden, “wo wir stehen, wie wir stehen und wie wir den KAC mit unserem Fanpotenzial bestmöglich unterstützen können. Wir sind wirklich stinkesauer.” Die legendäre “Stiege 19” ist seit gut 40 Jahren ein treibender Unterstützer des KAC. Vikings-Obmann Konrad Elwert war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Scheider will “Time out”

Bürgermeister Scheider drängt nun offenbar auf ein “Time out”. Eine kurze Unterbrechung, in der er die Fanclubs an einen Tisch holen wolle, um deren Kritik aufnehmen zu können. Zwar will vor der Stadtsenatssitzung morgen, Dienstag, niemand etwas sagen, den Fanclubs stößt es aber offenbar gewaltig auf, in den seitlichen Zuschauerrängen des Rinks untergebracht zu werden, und nicht hinter den Toren.

Veröffentlicht am 11.10.2021, 20:36
Artikel-UPDATE am 12.10.2021, 08:26
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