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STARTSEITE > Klagenfurt > Leben Veröffentlicht am 27.10.2021, 19:52

Zum Austausch

Eltern-Kind-Zentrum bietet neues Vernetzungs­treffen für Kinder mit Handicap

Klagenfurt - Auch wenn sich in den letzten Jahren schon viel zum Positiven entwickelt hat, gibt es für Familien mit Kindern mit Behinderung immer noch Handlungsbedarf. Carina Opetnik und Melanie Fischer vom Eltern-Kind-Zentrum Klagenfurt wollen mit dem neuen Vernetzungstreffen Raum für Austausch und Mitgestaltung schaffen.
von Christine Jeremias 3 Minuten Lesezeit (420 Wörter)
Carina Opetnik (rechts) und Melanie Fischer haben ein neues Angebot für Familien mit Kindern mit Behinderung ins Leben gerufen.

Derzeit ist Diplom-Sozialbetreuerin Carina Opetnik noch in Bildungskarenz – die sie nutzt, um an der FH das Bachelorstudium „Disabilty and Diversity Studies“ zu absolvieren – davor hat sie in Wien mit Menschen mit schwersten Behinderungen gearbeitet. Ihre Erfahrungen möchte sie nun in einem neuen Angebot des Eltern-Kind-Zentrums einbringen. „Im Rahmen meines Studiums habe ich ein Praktikum im Ekiz gemacht und dabei ist die Idee entstanden, dass wir ein Treffen speziell für Familien mit Kindern mit Behinderung anbieten könnten. Schließlich ist das Ekiz ein Ort für ALLE Familien, ganz gleich ob klassisch, Patchwork oder Regenbogen“, erklärt Opetnik.

Von Vielfalt profitieren alle

Unterstützt wird sie dabei von Obfrau-Stellvertreterin Melanie Fischer, die als Pflegeassistentin und aufgrund von Erfahrungen im familiären Umfeld, gleich von dem Projekt überzeugt war. Zusammen wollen die beiden Mütter einen Raum schaffen, in dem sich die Familien vernetzen können, aber auch Unterstützung bei praktischen Fragen, wie der richtigen Arztwahl, bekommen sollen. Und natürlich wird auch für die Kinder Unterhaltung geboten: Mehr-Sinn-Geschichten, gebärdengestütztes Singen und andere Aktivitäten sind geplant. „So eine Initiative braucht immer eine lange Vorlaufzeit. Viele Eltern von Kindern mit Behinderungen zögern oft lange, bevor sie in die Öffentlichkeit gehen. Daher soll das Treffen zunächst unter Gleichgesinnten stattfinden, für die Familien soll es zu einem Erfahrungsaustausch kommen und sie sollen ihre Wünsche äußern dürfen. Richtig schön wäre es, wenn die Familien dann auch an anderen Ekiz-Angeboten teilnehmen würden. So könnten Berührungsängste auf beiden Seiten abgebaut werden – von Vielfalt profitieren alle“, so Opetnik und Fischer.

Behinderungen können jeden treffen

Denn immer noch würden Themen wie Krankheiten oder Behinderungen gerne beiseitegeschoben, wie die beiden betonen. Dabei kann es wirklich jeden treffen. „Ob ein Schlaganfall oder ein Unfall – plötzlich ist man mit diesem Thema konfrontiert. Bei Kindern werden Behinderungen oft erst im Volkschulalter richtig diagnostiziert, da haben Familien schon einen langen Weg hinter sich. Und sehr viele Behinderungen können während der Schwangerschaft nicht erkannt werden, da sehen sich die frischgebackenen Eltern dann plötzlich vor vielen zusätzlichen Herausforderungen“, sagt Carina Opetnik. Auch hier möchten das Ekiz helfen – mit Informationen zu Anlaufstellen, Pflegegeld und Förderungen. „Ich habe unter anderem auch für die Mobile Hauskrankenpflege gearbeitet und dabei erlebt, dass Eltern ihre erwachsenen Kinder wegen einer Behinderung zu Hause versteckt haben. So etwas sollte heutzutage wirklich nicht mehr vorkommen“, will sich Carina Opetnik für noch mehr Integration einsetzen.

Jeden 1. Dienstag im Monat

Die Vernetzungstreffen sind jeden 1. Dienstag im Monat im Haus Harbach (barrierefrei) geplant. Pro Familie und Treffen wird um einen Unkostenbeitrag in der Höhe von 15 Euro gebeten, Ekiz-Mitglieder zahlen 10 Euro. Infos und Anmeldungen: [email protected] oder 0660/38 28 553. 

Veröffentlicht am 27.10.2021, 19:52
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